Feiertage und Bräuche in aller Welt




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Feiertage und Bräuche in aller Welt

Beitragvon Elk Woman » Mi 8. Apr 2009, 22:55

Hi, Ihr Lieben,

hier mal ein ganz anderes Thema. Aber da wir das schon mal im alten Forum bei Weihnachtsbräuche hatten, denk ich das man das mal zwischendurch einstellen kann ( kann ja wieder gelöscht werden).

OSTERN und OSTERBRÄUCHE

Ostern in anderen Ländern

Andere Hennen, andere Eier - andere Länder, andere Feiern
Bei uns gehört der Hase zum Osterfest wie die Henne zum Ei. Wie aber feiern eigentlich andere Länder das Fest der Auferstehung? Auf der Suche nach dem Osterhasen stößt man in anderen Ländern auf Sitten und Gebräuche, die dem einen oder anderen etwas skurril erscheinen mögen. Aber mal Hand aufs Herz, ein Hase, der Eier versteckt ist doch auch irgendwie eine seltsame Vorstellung, oder?

USA
In Atwater in Kalifornien stellt man zu Ostern ein 2 Meter großes Holzkreuz auf, das aus der ehemaligen Weihnachtstanne geschnitten wird. Vor dem Gottesdienst wird am Ostermorgen das Kreuz von Kindern mit Blumen geschmückt. Die übrig gebliebenen Blumen werden auf den Altar oder in die Fenster der Kirche gestellt.
In der kalifornischen Stadt Merced werden bereits eine Woche vor Palmsonntag Palmenzweige geschnitten und aufgehäuft. Die Zweige werden anschließend von Bürgern abgeholt, um damit entweder die Kirche zu schmücken oder aber kleine Kreuze aus ihnen zu basteln.

Mexiko
In Mexiko wird die Osterzeit ausgiebig gefeiert. Die Straßen sind mit bunten Girlanden aus Krpp- und Toilettenpapier geschmückt. Realistisch nachgestellte Karfreitagsprozessionen ziehen überall durch die Städte. Am Samstag werden bunte Figuren oder Pappmachee oder Strohpuppen, die Judas, den Teufel oder unbeliebte Politiker darstellen, öffentlich angezündet und verbrannt. So wird der sieg des Guten über das Böse gefeiert. In manchen Orten tanzen Männer mit indianischem Kopfschmuck zum Klang von Flöten und Trommeln durch die Straßen. (-> aus Hano Hanoquito, siehe unten)

Australien
In Australien schöpfen verlobte Paare zu Ostern fließendes Wasser und bewahren es bis zur Hochzeitszeremonie auf. Am Hochzeitstag besprengen sie sich dann mit dem Wasser. So soll der Ehe Glück und Beständigkeit geschenkt werden.

Finnland
Am Palmsonntag setzt es in Finnland leichte Hiebe mit der Rute! Dieser Brauch erinnert an den Einzug von Jesus in Jerusalem und soll Glück bringen. Am Ostersonntag dürfen die finnischen Kinder mit allem, was sie zur Hand haben soviel Krach wie irgend möglich machen. Dies dient dazu, die stille Zeit zwischen Karfreitag und Ostersonntag zu beenden.

Tschechien
Auch in Tschechien geht es am Ostern heiß her. "Pomlazka“ nennt sich die Tradition, bei der, ähnlich wie in Finnland, Jungen am Ostermontag Frauen mit selbst gebastelten Ruten verfolgen. Zurückzuführen ist dieser Brauch wohl auf einen alten heidnischen Ritus, bei dem die Wachstumskraft des Baumes durch den Rutenschlag auf den Menschen übergehen soll. Vorsicht ist hier allerdings geboten, wenn die Sache mit dem Wachstum zu gut gemeint ist. Dann können die Hiebe nämlich auch durchaus einmal etwas fester ausfallen.

Philippinen
Sobald am Ostersonntag die Kirchenglocken anfangen zu läuten, heben die Eltern auf den Philippinen ihre Kinder am Kopf hoch, in der Hoffnung, dieses Ritual könnte den kleinen zu Wachstum verhelfen.

Schweden
In Schweden feiert man den so genannten „Langen Samstag“. Dazu binden sich die Menschen Kopftücher um und betteln als „Osterweiber “verkleidet mit Kaffeekesseln an den Haustüren um Süßigkeiten.

England
Um die Erde nicht zu stören, lief man früher an Karfreitag in Wales nur barfuss durch die Straßen.
Mittlerweile sind die Waliser dazu übergegangen, am Ostersonntag kurz vor Sonnenaufgang in einer Prozession auf einen nahe gelegenen Hügel zu steigen, um so das Sonnenlicht und das damit verbundene Leben zu begrüßen. Wer es schafft, macht hierzu drei Purzelbäume.

Frankreich, Italien, Portugal
In den romanischen Ländern Europas ziehen am Abend des Karfreitag feierliche prozessionen durch die Straßen. Die dunkel gekleideten Teilnehmer schreiten langsam, die Straßenbeleuchtung ist ausgeschaltet und überall sieht man Menschen mit brennenden Kerzen in den Händen.
Ein schöner Brauch ist aus Süditalien überliefert. Dort entließen die Frauen während des Ostergottesdienstes mitgebrachte Vögel in die Freiheit.
Auf der portugisischen Inselgruppe der Azoren wandern während der österlichen Fatenzeit Gruppen von Pilgern, die Romeiros, singend und betend durch die Orte. Dieser Brauch geht auf die katastrophalen Vulkanausbrüche im 16. Jahrhundert zurück, bei denen tausende von Inselbewohnern ums Leben kamen. Seit diesen Tagen ziehen die Romeiros jedes Jahr über die Inseln, um Gottes Rat und Hilfe zu erflehen. Es gibt einen Mestre, den Anführer, und alle gemeinsam nennen sich Irmaos, Brüder. Ist die Zeit gekommen, dann ziehen sie eine Woche lang von Ort zu Ort. Zu ihrer Ausrüstung gehören ein Tuch, das sie sich um den Kopf winden, und ein Wanderstock, der Bordao. Sie haben nur das Allernötigste bei sich und werden jede Nacht von einer anderen Familie aufgenommen. In einem Ritual ist der Hausherr verpflichtet den Pilgern die Füße zu waschen. Acht tage dauert die Wanderung der Romeiros, dann kehren sie in ihren Heimatort zurück.
(Katja Embacher)

Das Osterei
Der Brauch, zum Osterfest Eier zu verschenken, ist schon sehr alt und hat viele verschiedene Ursprünge in der Geschichte der Menschheit.
In allen Kulturen gilt das Ei ein Sinnbild für neuen Lebens. Es hält - verborgen unter eine harte Schale – neues Leben bereit, das aus dem Dunkeln in ein neues Dasein schlüpft.
Dadurch, dass aus einem scheinbar zunächst toten Gegenstand etwas Lebendiges ans Licht des Tages dringt, wird die Beziehung zum Osterfest – nämlich die Auferstehung Christi – deutlich. Das Ei war im Urchristentum bereits ein wichtiges Symbol und wurde in das Grab eines jeden Verstorbenen gelegt, um ihm ewiges Leben zu wünschen.
Dem Ei wird aber auch eine weltliche Bedeutung beigemessen. Im Mittelalter waren Eier eine Berechnungseinheit für die Bezahlung von Pacht und Zinsen, die zu Ostern fällig wurden.
In der Fastenzeit war früher der Genuss und Verzehr von Eiern untersagt. So sammelten die Menschen bis zum Osterfest viele Eier an. Entsprechend der Größe des gepachteten Landes wurden die Eier dann zu Ostern dem Grundherren übergeben

Der Osterhase
Schon seit langer Zeit gibt es den österlichen Brauch, dass der Osterhase am Ostersonntag die Nester mit den bunten Eiern versteckt. Erste Überlieferungen zu dieser Theorie stammen von einem Heidelberger Professor aus dem Jahre 1678. Es brauchte aber noch bis zum 19. Jahrhundert, ehe sich dieser Brauch auch bei uns durchsetzte.
Die Verbindung zwischen Ostern und Osterhase lässt sich aus weltlicher und religiöser Sicht erklären. Der Hase gilt seit Jahrhunderten als Symbol für Fruchtbarkeit und Zeugungsfähigkeit. Kein Wunder, schafft er doch bei einem einzigen Wurf bis zu 20 Nachkömmlinge. Und da das Ei ebenfalls als Symbol für Fruchtbarkeit und ewiges Leben gilt, wurde dem Hasen irgendwann dieser österliche Dienst einfach „angedichtet“.

Das Osterlamm
Auch das Lamm ist eng mit dem Osterfest verbunden, auch wenn es von Ostereiern und dem Osterhasen in den Hintergrund gedrängt wurde. Im alten Testament ist das Lamm ein Opfertier, das auch heute noch in einigen Gegenden zum Gedenken an Gott geschlachtet wird.
Das weiße Fell ist gleichzeitig ein Zeichen für Reinheit und Frieden. Bei uns kommt das Osterlamm eigentlich nur noch als Backwerk aus Rührteig mit einem Kreuzzeichen verziert auf den österlichen Frühstückstisch.

Gefunden unter:
http://www.hoppsala.de/index.php?menueID=110
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Re: Feiertage und Bräuche in aller Welt

Beitragvon Elk Woman » Mi 13. Mai 2015, 18:03

Himmelfahrt vers. `Vater´tag

"Der volkstümliche Vatertag wird in Deutschland am christlichen Feiertag "Christi Himmelfahrt" gefeiert, dem 40. Tag nach Ostern.
Der Vatertag findet im Jahr 2015 deshalb am 14. Mai statt. Der Vatertag wird auch als Männertag oder als Herrentag bezeichnet.
Seit 1936 ist Christi Himmelfahrt in Deutschland gesetzlicher Feiertag.

Die Bedeutung des Vatertags und das genaue Datum sind im deutschsprachigen Raum regional verschieden.
Als offizieller Feiertag hat er seine Wurzeln in den USA. Dort wird der Vatertag als ein Ehrentag für Väter ähnlich wie der Muttertag gefeiert.
Präsident Richard Nixon erhob ihn 1974 für die USA in den Rang eines offiziellen Feiertages für den jeweils dritten Sonntag im Juni.

Heutzutage wird der Vatertag zunehmend als Familienfest gefeiert, etwa um gemeinsame Tagesausflüge zu gestalten,
aber auch um über das verlängerte Wochenende - mit Freitag als Brückentag, der in vielen Schulen freigegeben wird - einen Kurzurlaub zu unternehmen.

(Aufgrund des erhöhten Alkoholkonsums und den häufig durchgeführten Massenveranstaltungen (hierzu zählen u. a. gemeinschaftliche Ausflüge, z. B. Grillausflüge)
gibt es, wenn man die Statistik betrachtet, am Vatertag erheblich mehr Schlägereien als an gewöhnlichen anderen Tagen.
Laut dem Statistischen Bundesamt steigt die Zahl der durch Alkohol bedingten Verkehrsunfälle an Christi Himmelfahrt bzw. am Vatertag auf das Dreifache des Durchschnitts
der sonstigen Tage an und erreicht einen Jahreshöhepunkt. )"


Fazit :

Der "Vater-oder Männer-Tag" ist kein gesetzlicher Feiertag ; wohl aber `Christi Himmelfahrt`; da aber der Vatertag auf Himmelfahrt fällt
( ich bitte aber das mit der Verkehrs-Unfallstatistik nicht wörtlich deshalb zu nehmen...), ist es dann morgen doch ein Feiertag :


Also, dann feiert mal schön !


e.

http://www.kleiner-kalender.de/event/va ... hland.html


http://www.schnelle-online.info/Feiertage/Christi-Himmelfahrt.html
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Re: Feiertage und Bräuche in aller Welt

Beitragvon Elk Woman » Do 14. Mai 2015, 13:58

Ergänzung :

Wann und wo wird Christi Himmelfahrt gefeiert?

14. Mai Donnerstag (KW 20) = Andorra, Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland,
Frankreich, Großbritannien, Indonesien, Kanada, Mexiko, Namibia, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz, Tschechien, USA, Venezuela

18. Mai Montag (KW 21) Kolumbien

04. Juni Donnerstag (KW 23) Polen

http://www.kalender-uhrzeit.de/feiertage/christi-himmelfahrt



Auch interessant in dem Zusammenhang:
„Was hat Belgrad mit Christi Himmelfahrt zu tun“:


„Nachdem der Despot Stefan Lazarević Belgrad 1403 den Status einer Hauptstadt verliehen hatte,
wählte die Stadt zu Ehren der Erneuerung und des Fortschritts Christi Himmelfahrt, den Himmelfahrtstag, zu ihrem Schutzpatronenfest.

Wie viel Bedeutung die Serben diesem Festtag geben, bezeugt auch die Tatsache,
dass das größte historische juristische Dokument des serbischen mittelalterlichen Staates,
das berühmte Gesetzbuch Dušans (Dušanov zakonik), am Himmelfahrtstag 1349 veröffentlicht und desgleichen am Himmelfahrtstag 1354 ergänzt wurde.“

http://de.wikiactu.com/?page_id=2001


Und noch einmal, der Genauigkeit zuliebe :

Die allgemeine Erklärung in den Medien :

Seit wann und wo ist Christi Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag?

„Seit den 1930er Jahren ist die "Aufhebung" ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland.
Gleiches gilt für die Schweiz, Österreich sowie Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich,
Grönland, Haiti, Indonesien, Island, Kolumbien, Liechtenstein, Luxemburg, Madagaskar,
Namibia, Niederlande, Norwegen und Schweden.
In Polen wurde Christi Himmelfahrt hingegen als Feiertag gestrichen,
ebenso in Italien, wo seit einigen Jahren über die Rückkehr des freien Arbeitstages
ob der kirchlichen Bedeutung diskutiert wird.“

Wie wurde Christi Himmelfahrt zum Männertag?

„Weiter verbreitet als kirchliche Traditionen ist der weltliche Brauch des Vatertags.
Seit dem 19. Jahrhundert ziehen in Deutschland Männer an ihrem Ehrentag in feucht-fröhlichen Bollerwagen-Konvois ins Grüne,
erste Berichte solcher Touren gehen jedoch bereits ins 17. Jahrhundert zurück.
Damals beklagten Geistliche, dass die Umzüge ihren religiösen Sinn verlieren und in Trinkgelagen endeten.
Mit dem 19. Jahrhundert entwickelten sich in manchen Großstädten die ersten sogenannten "Schinkentouren" oder auch "Herrenpartien":
Fuhrunternehmer organisierten Ausflugsfahrten mit Pferdefuhrwerken aufs Land.
Frauen waren dabei nicht zugelassen.
In den 1930er Jahren wurde in Holland der Himmelfahrtstag zum "Vatertag" als Gegenstück zum Muttertag propagiert.
Diese Trend setzte sich in den folgenden Jahren durch und wird heute mit großer Beliebtheit auch in Deutschland begangen.“

http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/vermischtes/alles-rund-um-christi-himmelfahrt-article1360969.html#plx2037055855


Und auch noch die Erklärung zum Begriff „Himmelfahrt“
d.h. in den jeweiligen Religionen :


http://de.wikipedia.org/wiki/Himmelfahrt
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Re: Feiertage und Bräuche in aller Welt

Beitragvon Elk Woman » Sa 15. Apr 2017, 23:11

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Re: Feiertage und Bräuche in aller Welt

Beitragvon Elk Woman » Di 25. Feb 2020, 01:18

Kein Feiertag ;
aber "TAGE zum FEIERN"

KARNEVAL / FASCHING

und was dahintersteckt


Nach einem ergiebigen Mitfeiern für mich `hier in Norddeutschland- am Fernseher `,
heute am Rosenmontag,
finde ich es erwähnenswert ; wie sich die Rheinländischen Karnevalisten klar
neben einem friedlich, fröhlichen Miteinander, bei jeden Auftritten auch stark gegen Hass,
Populismus und aufkommenden Rassismus im Karnevalszug ansprachen und persönlich bei ihren Auftritten
auch aussprachen !

Ebenso wie es schon früh im Rheinischen Karneval Brauch war : „den Finger auf die Wunden legen“
( was auch die früheren Hofnarren ihren Mächtigen gern und geschickt, Dank ihrer `Narrenfreiheit`, austeilten)

Ich denke, wenn man diese Volksbräuche nicht oberflächlich oder nur als `Pappnasenabwertend´ betrachtet
( was für mich oberflächlich ist !), verbirgt sich hinter manch Jeck oft ein besserer Demokrat,
als die welche behaupten welche zu sein…

Karnevalisten am Rhein setzen ein klares Zeichen gegen Rechts :

https://www.tagesschau.de/ausland/rosenmontag-137.html

dazu auch :

https://www.planet-wissen.de/kultur/brauchtum/rheinischer_karneval/index.html


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