Halloween und andere "Volksbräuche"




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Halloween und andere "Volksbräuche"

Beitragvon Elk Woman » Mi 23. Okt 2013, 16:29

Ich gestehe, ich persönlich bin völlig außen vor, wenn es um Halloween geht.

Sicher ist es so eine Art Volksamüssement geworden, wie so eine Partydroge. Für mich ist es einfach auch Teil einer Kultur, in die ich nicht gebohren wurde und schon deshalb hab ich nix damit am Hut ( vielleicht auch eine Art von Respekt), zudem kann ich "hässlichen Sachen" nichts abgewinnen; diese Art Schaustellung von Tod und Blut verträgt sich nicht mit meinem ansich guten Geschmack.

Aber, den Handel freut es - und jeder Neubürger bei uns sieht darin plötzlich deutschen Volksbrauch. ( Das zufällig da auch noch ein echter traditioneller christl. Feiertag davon überschattet wird, merkt kaum noch Jemand. - O.k.; frage mich sowieso manchmal, was wir noch merken :roll: ;) ) Aber da scheinen wir wohl nicht allein zu sein : Wir schimpfen auf die uns immer mehr überschwappende "Ami - "Kultur" und einige Native leiden immer noch unter allen Einwandereren ( aber feiern den Tag "irischer Einwanderer " genauso euphorisch, eben echt nach amerikan. Budenzauber; Hauptsache es gruselt und das Blut tropft , während die Kinder hier wie dort wissen "es gibt Süßes umsonst, wenn man an dem Tag mal so reichtig als Zombie herumgeistert.)- O.k.; mir kommts nicht zu das zu beurteilen, hab nur eben mal kurz meine persönl. Meinung dazu ausdrücken wollen. - Wahrscheinlich bekomm ich als Strafe.. für meine Abstinenz dann dieses Jahr wieder meine Außentür mit Eiern verschmiert, weil ich eben nicht aufmache .... ;)


Einen Begleitpunkt aber gibt es, der inzwischen vielen Nationen ( nicht nur NA`s) in mancher Halloween Kostümwahl dann doch nicht passt :

"We’re a Culture, Not a Costume“

von Jenna Cederberg
http://www.buffalopost.net/

"With just over a week until Halloween, take a look at this new “I am not a costume” campaign designed by students at Ohio University in 2011.

Noel Altha, a blogger at Last Real Indians produced a video based on the campaign.

Powwows.com has the story:

Many children and adults across the country wear culturally based costumes such Pocahatas, terrorist, and more.

This controversial topic has been discussed many times in the past. But each year the costumes still remain.

In 2011 students at Ohio University started a campaign – “We’re a Culture, Not a Costume“. They produced a series of posters to help raise awareness of this issue.

Altha said the response to her video has been largely positive."


http://www.youtube.com/watch?v=J69zmqd-qzI

http://www.youtube.com/watch?v=VVEYyOmAz0M


Anmerkung

Bei einer Sache hab ich dann doch falsch gelegen ( hab nochmal in Wiki nachgeschaut ), also direkt kam es dann über Frankreich, aber den von mir angesprochenen, zunehmend "schaurigen... " Charakter , der kam dann doch noch über den Großen Teich...( hätten sie ruhig behalten können, dann währe meine Einstellung sicher auch bissel anders dazu ;) ):

"Halloween wurde ursprünglich nur in katholisch gebliebenen Gebieten der britischen Inseln gefeiert, vor allem in Irland, während die anglikanische Kirche am Tag vor Allerheiligen die Reformation feierte. Von dort kam es mit den zahlreichen irischen Auswanderern im 19. Jahrhundert in die Vereinigten Staaten und gehörte zum Brauchtum dieser Volksgruppe. Aufgrund seiner Attraktivität wurde es bald von den anderen übernommen und entwickelte sich zu einem wichtigen Volksfest in den Vereinigten Staaten und Kanada.

Amerikanische Halloweenbräuche verbreiteten sich von Frankreich ausgehend im Verlauf der 1990er Jahre nach Europa aus,
wo sie einen fröhlichen und weniger schaurigen Charakter als in Nordamerika haben." ( Jo, wann wurde das wohl geschrieben...?)

http://de.wikipedia.org/wiki/Halloween


e.
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von Anzeige » Mi 23. Okt 2013, 16:29

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Re: Halloween

Beitragvon Bärbel » Do 24. Okt 2013, 06:14

Hallo Elk,

ich bin nun auch nicht gerade grosser Fan von Halloween, jedoch tue ich mich mindestens genauso schwer damit, wie sehr die Kirche sich erdreistet, den Leuten vorzuschreiben, wann sie feiern dürfen und wann nicht. Bestimmt die katholische Kirche, dass an einem Feiertag Ruhe zu herrschen hat, dürfen keinerlei öffentliche Sportveranstaltungen, Strassenfeste, Flohmärkte oder sonstiges stattfinden.

Ich kann ja noch verstehen, dass Leute, die für sich entschieden haben, Allerheiligen nach Regeln der Kirche zu begehen, vom Treiben aufgrund von Halloween nicht belästigt werden wollen, aber auf so kleinen Gemeinden wie hier z.B. ist erstens bekannt, wer nicht gestört werden will, und das wird auch akzeptiert und zweitens gilt die Regl des Lichts: Wer die Beleuchtung an der Haustür an Halloween an hat, bei dem darf auch geklingelt werden. Und wer das nicht möchte, lässt die Lampe aus und macht zumindest zur Strasse hin den Rolladen runter.

Gruss
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Re: Halloween

Beitragvon Elk Woman » Do 24. Okt 2013, 12:52

Hi Bärbel,

da bin ich wohl zu sehr Stadtkind und noch dazu in weniger katholischer Gegend, dass ich das beurteilen kann. - Na klar, wenns solche "Vorschriften" in den Gemeinden gibt, ist absolut wiedermal von der Institution Katholische Kirche ein unakzeptierbares Ding.- Mir gings bei meiner Ausführung / Einleitung auch nur um die zunehmende "luschtige"...Darstellung ( man kann da sicher geteilter Meinung sein !) von eben für mich sich darstellenden Grässlichkeiten... O.k. , war auch nur ein spontaner "und sehr persönlicher Aufhänger" für den eigentlichen Link zur Berichterstattung.


IMG_3633.JPG

:P

Gruss,
elk
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Re: Halloween

Beitragvon Bärbel » Do 24. Okt 2013, 16:18

Hallo Elk,

hier bei uns im Dorf ist das Ganze mehr ein Event für Kinder. Natürlich gibt es auch Jugendliche in Masken ala "Scream", aber hier laufen sie halt vorwiegend als "Harry Potter", Hexe oder Spiderman rum. Bei weitem nicht so aufwendig gruselig geschminkt wie die Zombies und Schwer-Verletzten, die ich so von Bildern aus USA kenne. Karnevall rennen sie hier rum in Kostüm und der Zug mit Kamelle kommt vorbei, an Halloween laufen sie für die Kamelle von Haus zu Haus. Dunkel wird es hier meist gegen 19:00 Uhr, Kindergartenkinder gehen auch schon um 18:00 Uhr los, aber spätestens 21:00 Uhr ist hier absolute Ruhe. Danach kommen auch keine 14 - 15 jährigen mehr klingeln, wobei die in den letzten Jahren sowieso immer weniger wurden. Ein paar Dörfer weiter gibt es eine Disco. Die liegt total abseits und macht Halloween-Party für die etwas älteren. Wenn Du mich fragst, eine prima Lösung für alle, auch die Anhänger von Allerheiligen, denn von der abseits gelegenen Disco aus, kommt keiner durch die Dörfer an den Haustüren klingeln (und um die Süssigkeiten geht es den 15- oder mehr-jährigen ja nun auch nicht wirklich).

In einem stimme ich Dir allerdings zu: müssen wir hier wirklich jeden Anlass zur Party aus aller Herren Länder übernehmen? Unser eigenes Ernte-Dank-Fest kennt kaum noch jemand, aber Thanksgiving wollen sie alle feiern. Da will auch prompt jeder Truthahn, aber die alte Martinsgans kommt aus der Mode. ... nur so mein persönlicher Eindruck ...

Gruss
Bärbel
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Re: Halloween und andere "Volksbräuche"

Beitragvon Elk Woman » Fr 25. Okt 2013, 14:49

O.k., dann werden wir mal bissel erinnern :mrgreen: :


Deutsche Volksbräuche versus Halloween und Thanksgiving



Hier allgemein zu Festen und Bräuchen, die wir im deutschen Sprachraum kennen

http://www.derweg.org/feste/kultur/feste.html

------------------------


Und speziell jetzt im Herbst :

Oktober-Feste : Erntedank und Kirmes, Almabtrieb, Weinfeste und Münchner Oktoberfest

http://www.derweg.org/feste/kultur/festeimherbst.html
http://www.derweg.org/feste/kultur/brae ... erbst.html

http://www.derweg.org/feste/kultur/erntedank.html

"Der Oktober ist nicht nur eine Zeit für die Erntefeste. An vielen Orten feiert man ein beliebtes und lange bekanntes Fest, das Fest der Kirchweih. In anderen Gegenden heißt es auch Kirmes (Kirchmesse), Kirta (Kirchweihtag), Kerw(e) oder Kilbe.- Einst ein katholischen Hintergrund, entwickelte sich die Kirmes immer mehr zu einem beliebten Volksfest, das oft drei bis vier Tage dauert, von Samstag bis Dienstag. Eigentlich war es ein Dorf- und auch ein Familienfest. Man aß und trank viel und war vergnügt. Im Freien und auf der Tenne wurde getanzt, und man machte viele Spiele und Wettspiele gemeinsam. Von Dorf zu Dorf waren die Traditionen verschieden."

Auch heute noch ist das Kirchweihfest in den Dörfern häufig eine Zeit des gemeinsamen Feierns. In den Städten und größeren Orten aber werden vor allem die jungen Leute von anderen Dingen angezogen, wie :

http://www.derweg.org/feste/kultur/oktoberfest.html


Anmerkung : Hier sollte dieses "Brauchtum" auch in Bayern bleiben, denn es freut zwar besonders wieder alle die daran verdienen, aber warum muß inzwischen fast jeder Ort in Deutschland schon sein bayrisches Bierzelt haben und neuerdings das auch Oktoberfest nennen.. ( las sogar kürzlich hier im Norden : "Bitte in Lederhosen und Dirndl kommen..." ; wat für ein Blödsinn ; eigentlich auch so eine Art "Kulturklau".)
-------------------------


Und Feste / Bräuche im November / Dezember :

11. November: Martinstag
4. Dezember: Barbaratag
6. Dezember: Nikolaustag
13. Dezember: Luziafest ( kommt allerdings aus Skandinavien)
21. Dezember bis 6. Januar: Rauhnächte
31. Dezember/1. Januar: Silvester und Neujahr

http://www.planet-wissen.de/kultur_medien/brauchtum/weihnachtsbraeuche/feiertage_und_braeuche.jsp

------------------------------------

Und weil ich eben selber im Norden wohne, hier gleich mal noch typisch „Friesische Brauchtum“ :

Biikebrennen (von friesisch: biike, hochdeutsch Bake bzw. Feuerzeichen)

" ist in Nordfriesland (Schleswig-Holstein) ein traditionelles Volksfest, das am 21. Februar gefeiert wird, dem Vorabend des Festtags Petri Stuhlfeier in Antiochien, kurz Petritag. Es ersetzt hier teilweise das sonst weit verbreitete Osterfeuer.
Der Ursprung des Festes ist unklar; wahrscheinlich sollte das Feuer im Mittelalter böse Geister vertreiben und die neue Saat schützen.
Auf den Inseln diente das Biikefeuer später zur Verabschiedung der Walfänger."

(Quelle : Wikipedia)

und siehe hier:
http://www.nordseetourismus.de/de/biikebrennen-nordsee


Und hier noch ein friesischer Brauch, den man bis vor ca. 5 Jahren auch noch überall in DEN NORDDEUTSCHEN Städten „pflegte“ ( bzw. eben die Kinder und eigentlich auch für die nur die Süßigkeiten wichtig waren :P ) , der aber zusehens eindeutig dem Halloween zum Opfer fällt :

Rum- und Rummelpott

„Das Rummelpottlaufen ist eine Art ostfriesisches Halloween, das besonders in ländlichen Gegenden verbreitet ist. Kinder gehen am Abend des 31. Dezembers von Tür zu Tür und sammeln Süßigkeiten. Meist singen sie dabei norddeutsche Lieder oder sagen Gedichte auf. Geizkrägen werden mit Streichen bestraft. Damit die Kinder bei den Streichen nicht erkannt werden, tragen sie Verkleidungen und schminken sich die Gesichter. Auch Erwachsene sieht man mitunter am Silvesterabend herumziehen – anstatt mit Süßigkeiten werden sie mit kleinen Schnäpsen besänftigt. Deshalb wird die Tradition auch scherzhaft "Rumpott" genannt.
Ursprünglich war der ostfriesische Rummelpott ein Topf, der mit einer Schweineblase überzogen und so zur Trommel umfunktioniert wurde. Mit diesem Gerät kündigten die Kinder geräuschvoll ihr Kommen an. Das Wort "rummeln" bedeutet so viel wie "poltern". Heute ist der Rummelpott meist ein Beutel, in dem die erbeuteten Süßigkeiten aufbewahrt werden.“

Hier eine schöne Geschichte, von dessen "Gefährlichkeit" ( was ist schon Halloween dagegen ! :lol: ) :
http://www.taz.de/Norddeutsches-Brauchtum/!84695/

(wenn sich bei euch auch so ein Werbebalken über den Text stellt, dann zum Namen rechts / Autor gehen und dort nochmals den Beitrag aufrufen)

------------------------------------
Also dann ; feiert mal schön, weils Spaß macht, aber nicht nur weil`s mal gerade cool /hipp etc. ist... ;)
big_prost

LG,
elk
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Re: Halloween und andere "Volksbräuche"

Beitragvon Elk Woman » Sa 26. Okt 2013, 23:40

Ein paar kleine, aber nicht unwichtiger Hinweise
vom Navajo-Hopi-Observer,
für ein unbeschwertes Halloween :


"Taking the fear out of Halloween for young kids "

"Halloween kann eine lustige Zeit des Jahres sein, aber für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder im Vorschulalter - die oft nicht zwischen Fantasie und Realität unterscheiden können - kann es beängstigende Erfahrungen und langfristige Ängste bringen . "

Hier sind Tipps zur Minimierung von Angst und Hilfe für junge Kinder, um Halloween zu genießen,
z.B.:

"Wählen Sie Kostüme und Dekorationen sorgfältig. Etwas kann süß oder lustig für uns sein, aber unangenehm, beängstigend oder geradezu gefährlich für junge Kinder.
Überlegen Sie, wie lange Ihr Kind ein Kostüm tragen sollte. Vermeiden Sie Masken, die beängstigend sind und schlechte Vision erzeugen können, versuchen Sie es eher mit Schminken. Wenn Ihr Kind alt genug ist, soll sie dabei helfen ein Kostüm zu wählen."

Und noch andere Tipps für Kleinkinder ( wie, sie dabei begleiten und an der Hand halten; kurzum Ängste nehmen, etc.) :

http://nhonews.com/main.asp?SectionID=109&SubSectionID=928&ArticleID=15798
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Re: Halloween und andere "Volksbräuche"

Beitragvon Elk Woman » Fr 31. Okt 2014, 16:47

Reformationstag und Halloween

"Die meisten Deutschen denken am 31. Oktober mittlerweile an Halloween.
Ein anderes Ereignis rückt immer stärker in den Hintergrund:
die Reformation.

Doch was hat es damit eigentlich auf sich?

Der Reformationstag gilt als Geburtsstunde der evangelischen Kirche: Martin Luther veröffentlichte im Jahr 1517 einen Tag vor Allerheiligen seine Thesen,
mit denen er unter anderem die Ablasspraxis in der katholischen Kirche anprangerte.
Der Überlieferung zufolge soll er die 95 Punkte umfassende Erklärung an die Türe der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt haben.
Doch ob das so stattgefunden hat, ist nicht zweifelsfrei geklärt.

Aber was ist mit Halloween, einem Fest was eigentlich nichts mit uns zu tun hat,
aber in Folge der laufenden Amerikanisierung eben auch überschwappte ?


Dessen Wurzeln gehen „in den USA „ bis zurück nach 1830, doch schon zuvor feierte man in Irland jenes Fest. (Ergo wurde es von diesen Siedlern mitgebracht.)
In Irland heißt der Vorabend zu Allerheiligen "All Hallows Eve”, daraus wurde dann das Wort Halloween.
Um Geister zu vertreiben verkleidete man sich und schnitze Kürbisse. Dies gipfelte dann in das heute bekannte Halloween.
So ziehen Kinder verkleidet von Haus zu Haus und fordern mit einem Spruch auf den Lippen nach Süßigkeiten. Sprüche wie bspw.
"Süßes raus, sonst spukt’s im Haus" oder "Gib zu schlecken, oder ich werde dich necken!"

So, bevor der „Spuk“ wieder losgeht, mal schnell hier noch eingesetzt und dann Licht aus – und warten das es vorbei geht….
Lol ; wenigstens für ein Jahr
;) :roll: :D

elk
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Re: Halloween und andere "Volksbräuche"

Beitragvon Elk Woman » Fr 31. Okt 2014, 18:11

Vorbemerkung:
Hier einmal ein Beispiel, wie verschieden und fremdartig für Andere die Bräuche in den jeweiligen alten Kulturen waren
und wie oberflächlich das heut zu Tage in anderen Kulturen oftmals einfach "übernommen und abgeändert"... wird
:!: :idea:


`El Dia de los Muertos`
ist nicht Halloween...!


Die weltweite Vermarktung von Halloween schürt also auch Ängste , wie z.B. das auch dieses wesentlich ältere traditionelle Indigene Fest der Azteken
(bzw. Indigenen Kulturen in Mexiko vor mehr als 3000 Jahren) “Tag der Toten” einmal kommerzialisiert wird:

„Should El Dia de los Muertos take the commercial path of Halloween, we will see mass-produced sugar skeletons, pre-fabricated offrendas ,
and an excuse to extend Halloween partying for two more days and bring in more adults.

We will have lost a deeply personal holiday that has historically brought families together across generations to help youngsters understand who they are,
who they have come from, and where they are going in the natural order of things.

The thought of putting a price on that is really scary.”


http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2014/10/31/indigenous-origins-day-dead-versus-halloween-157611


Day of the Dead, Part II: Re-Made in America

`El Dia de los Muertos`, der „Tag der Toten“ ist ein Ritual der Ureinwohnern Mexikos ,
was über mehr als 3000 Jahren gefeiert wird.
Diese Feier findet statt um mit denen´ in der Geisterwelt ` zu kommunizieren und sie zu ehren.
(Nicht wie bei Halloween, “ Ängste zu schüren"…)
Es wird angenommen, dass an dem Tag der Toten die Seelen der Verstorbenen die Lebenden besuchen.“


http://www.mexicansugarskull.com/support/dodhistory.html



weitere Artikel dazu :

Tag der Toten, Teil I: zu Ehren der Verstorbenen, Feiern des Lebens, in Mexiko
http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2011/10/30/day-dead-part-1-honoring-departed-celebrating-life-mexico-60723

Und dieser Tag, in der Kunst: Helfendes Heilen nach dem Verlust eines geliebten Menschen
http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2014/11/01/day-dead-art-helping-heal-after-losing-loved-ones-157582
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Re: Halloween und andere "Volksbräuche"

Beitragvon Elk Woman » Do 29. Okt 2015, 00:35

Und alle Jahre wieder... :wink:


Da ich ja so überhaupt kein Anhänger des jährlichen ´Zombie´- Tages bin,
aber " eine gute Geistergeschicht" nicht verachte, :smile:
hier mein diesjähriger Beitrag zum Halloween
:

Bild

Video: 3 Historische Stätten der Cherokee Nation werden von Geistern heimgesucht

Ghostly Legenden ranken sich um drei historische Gebäude der Cherokee Nation :
Um das Cherokee Nation-Saline Courthouse (Gerichtsgebäude), das Murrell Home und das Jack Brown House.

"Man erzählt, der `Galgenbaum` am Saline Gerichtsgebäude ist in bestimmten Nächten noch am Leben und seltsame Ereignisse geschehen da ..

Legenden besagen, dass in stürmischen Nächten, Ereignisse aus der Vergangenheit zum Leben erweckt werden können.
Während der Tage des Indian Territory, bevor Oklahoma ein Staat wurde, wird erzählt, dass ein Schusswechsel am Saline Courthouse stattgefunden hat, als
zwei flüchtende Kriminelle noch vorgesehen waren für den Betrieb dieser Anlage.
Während der Schießerei wurde eine Frau erschossen und ihr Baby fiel in den Bach vor dem Gerichtsgebäude. So dass sie immer wiederkehrt, um ihr Kind zu suchen“.

„Amanda Prichett, die Historikerin für das Murrell Home Anwesen sagt, sie erlebe ein paar Dinge in der Wohnung des Hauses, die sie nicht erklären könne,
wie z.B. eine schwarze Kuge, die wie eine Sicherheit auf Kamera Aufnahmen erscheint.“

„Sandy Long, die spezielle Projekte für das Jack Brown House verwaltet, erzählt von ihren Erfahrungen in diesem Gebäude,
wie z.B. dem Duft nach Pfeifenrauch und das sich in der Mitte der Nacht plötzlich Lichter Einschalten.“

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2015/10/28/video-3-haunted-historic-sites-cherokee-nation-162115

Das Saline District Courthouse ist die letzte verbleibende von neun Gerichtsgebäude für die Bezirke der Cherokee Nation im Indian Territory.
Einst wurden hier 3 Morde im einstigen Indianerterritorium verübt, wofür dessen Täter nie zur Rechenschaft gezogen wurden…


http://visitcherokeenation.com/ATTRACTIONS/Pages/saline-courthouse.aspx

http://grandlakenewsonline.com/cherokee-justice-the-saline-courthouse-story-p1496-126.htm

Das Murrel Home war ein Herrenhaus in Park Hill, TAHLEQUAH, Oklahoma - und wurde gebaut für George Michael Murrell,
einen wohlhabenden weißer Pflanzer und Händler, bzw. für seine Frau Minerva Ross, die Nichte des prominenten Cherokee Führers John Ross.
Während des amerikanischen Bürgerkrieges waren heftige Kämpfe in der Gegend. Das Murrell Home wurde aber während dieser turbulenten Zeit
vor der Zerstörung aber verschont und war das einzige lokale Gebäude, was den Konflikt überlebte.


http://visitcherokeenation.com/ATTRACTIONS/Pages/murrell-home.aspx

http://www.okcivilwar.org/sites/george-murrell-home

Jack Brown House
http://www.cherokeephoenix.org/Article/index/8649

John Brown war Captain unter Andrew Jackson im Indianerregiment und sein Sohn Jack Brown geboren 3. Mai 1887
war ein Original enrollee auf der Dawes Cherokee Rolls. Er studierte am Cherokee Seminary und später am Northeastern State College.

Er begann seine Karriere als Lehrer am Priesterseminar, worauf er 1906 begann zu unterrichteten, an der Stilwell, Armstrong Academy,
Nuyacka- und Euchee Boarding Schools in Oklahoma und dann wurde er Superintendent der Sequoyah Indian School,
bis er im Jahr 1953 im Ruhestand ging, nachdem er 46 Jahre dem Bureau of Indian Affairs diente.

Brown, seine Frau Nola, und ihren zwei Kindern Jack LeFlore und Marion lebte in dem weißen zweistöckigen Haus auf dem Campus der Waisenschule
( Sequoyah Gymnasiums) in TAHLEQUAH, Oklahoma, das heute als Gästehaus für Offizielle Besucher der Cherokee Nation verwendet wird.
Dazu gehört ein Neubau als Neues Gesundheitszentrum – Suchtzentrum für Jugendliche, das `Jack Brown Center`.




Und das sind die wahren Ghost Towns… :
https://www.youtube.com/watch?v=sLprVF6d7Ug
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Re: Halloween und andere "Volksbräuche"

Beitragvon Elk Woman » Fr 30. Okt 2015, 18:10

Das sollte man bei seiner "Kostümauswahl" vermeiden :


Es überrascht leider, dass wieder einmal die amerikan. Kette ` Walmart´ es mit Halloween-Kostümen in die Schlagzeilen dieser Woche bringt.

Nach dem die Mega-Kette schwere Gegenreaktionen wegen dem Verkauf von einem „israelischen Soldaten- Kinderkostüm“ … und der "Sheik Fagin Nase“ erhalten hatte,
nahmen sie die Artikel aus den Regalen.
Samer Khalaf, Präsident der ´The American-Arab Anti-Discrimination Committee´, begrüßte die Entscheidung Walmarts, mit der Feststellung:
"Verkauf von Waren, die Araber verspotten oder jede andere Rasse oder ethnischen Herkunft, dürfen nicht toleriert werden,
da sie nichts anderes tun als rassistische Ansichten zu verewigen. "

Leider hat eine Durchsicht der Walmart-Geschäfte gezeigt, dass trotz der Hinweise in der Vergangenheit, ihre ebenso offensive Native American ´Kostüm Angebote´
sich nicht verringert haben, es gibt es noch eine Vielzahl von solchen ´ Kostümen´ für Erwachsene und Kinder zur Auswahl.

Hier sind acht Kostüme von der Walmart-Website aufgenommen, da ein Foto mehr als 1.000 Worte sagt:

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2015/10/29/8-offensive-native-accessories-and-costumes-wal-mart-right-now-162261
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