Anfragen zu NA Namen, Übersetzungen, etc.




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Anfragen zu NA Namen, Übersetzungen, etc.

Beitragvon Galvon Tar » So 7. Jan 2018, 13:54

VORAB-BEMERKUNG :


Liebe Gäste und die , welche sich extra als Mitglied hier anmelden,
obwohl sie eigentlich nur eine persönliche Anfrage / Bitte haben,
siehe nachfolgende Beispiele
( die wir hier stehen lassen werden, um ggf. darauf zu verweisen
und damit uns selber die Arbeit hier im Forum etwas zu erleichtern) :


Um hier im Gästeteil zu schreiben, braucht ihr euch nicht extra anzumelden,

aber ein abschließendes Dankeschön für unsere Mühe,
d.h. uns zusätzlich mit Dingen befasst zu haben ,
die uns eigentlich weniger interessieren,
würden wir natürlich gerne sehen. :smile:

"Ich kam, ich fragte- und ging wieder"
finden wir nicht ganz so höflich... :wink:



Foren-Team



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Aussprache eines Namens

Hallo zusammen und einen wunderschönen Sonntagmittag wünsche ich.

Ich habe eine vielleicht etwas aussergewöhnliche Bitte:

Es wird in baldiger Zukunft ein neuer Hund (Welpe) bei uns einziehen und dieser soll natürlich
auch einen Namen erhalten. :wink:

Meine Frau und ich sind....etwas....andersgläubig und da unser über alles geliebter Alpharüde
völlig unerwartet und plötzlich vor einigen Wochen verstorben ist soll seine Seele einen Weg in den neuen Rüden finden.

Der Name, der uns passend erschien, ist "Guitain", was so viel wie "Herz eines jungen Wolfes" bedeutet.

Leider wissen wir nicht, aus welcher Stammessprache (nennt man es so? :oops: ) dieser stammt und daher wären wir an
der korrekten Aussprache interessiert. Werden die Selbstlaute einzeln betont? Wird es "amerikanisch" gesprochen?

Es wäre schön, wenn uns da wer weiterhelfen könnte. Vorab vielen lieben Dank für die Hilfe.

Gruß Andreas
Galvon Tar
 

von Anzeige » So 7. Jan 2018, 13:54

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Re: Aussprache eines Namens

Beitragvon Elk Woman » So 7. Jan 2018, 14:56

Hallo Andreas,

danke erst einmal für die netten Sonntagsgrüße
und selbige auch nett zurück ! :grin:
Freuen uns immer, wenn mal ein Gast bei uns auftaucht
(und, es gibt ja keine falschen Fragen; nur falsche Antworten :mrgreen: )

Zu Deiner Frage sind wir wieder einmal wohl nicht das richtige Forum,
da wir weder der Stammessprachen der Native american mächtig sind,
noch uns auf " dieser Ebene der Deutung und Übertragung" bewegen.

Wir sind hier ein reines Wissensforum, was sich eher neben historischen- und
kulturellen Dingen, dem Traditionellen und vorwiegend auch Aktuellen Leben
der Ureinwohner Amerikas widmet.

Ich kann also auch nur googeln und weiß nicht ob das hier stimmt oder reine Phantasie des Webseitenbetreibers ist,
bzw. ´im Schneeballsystem´ so weiter verbreitet (falsch oder richtig) wurde ....:

https://www.babynames.com/name/guitain

Beste Grüße,
elk
(vom Forenteam)
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Re: Aussprache eines Namens

Beitragvon Bärbel » So 7. Jan 2018, 16:26

Hallo Andreas,

von mir auch erst mal ein freundliches "Willkommen"

Wenn Du nicht weisst, aus welcher Sprache dieser Name kommt, was macht Dich so sicher, dass es "Herz eines jungen Wolfes" bedeutet? Ähnlich wie Elk habe ich auch mal danach gegoogelt und bin auf zwei Webseiten gestossen, die eine in deutsch, die andere in englisch. Auf beiden steht zwar die von Dir benannte (angebliche) Bedeutung, ohne Dir jedoch zu nahe treten zu wollen, habe ich da so meine Zweifel.

Auch ich kann nicht behaupten, irgendeine Sprache indianischer Herkunft zu sprechen, so dass es vermessen wäre zu behaupten, die Übersetzung wäre richtig oder falsch. Die Erfahrung zeigt aber, dass Webseiten, die nur "indianisch" oder "native American" angeben, nicht wirklich kompetent für Aussagen solcher Art sind. Wenn der Autor also offensichtlich keine Ahnung davon hat, wie viele verscheidene Sprachen "indianisch" sein kann, dann wage ich auch zu bezweifeln, dass die von ihm angegebene "Übersetzung" auch nur annähernd zutrifft.

ICH würde also lieber einen anderen Namen wählen ... aber ist natürlich Deine Entscheidung

Gruss
Bärbel
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Re: Aussprache eines Namens

Beitragvon Elk Woman » So 7. Jan 2018, 19:17

Lustig, wenn wir uns mal auf der Gästeseite ( so von Mod zu Mod ) unterhalten,
liebe "Mitstreiterin" Bärbel. Lol !


Aber wollte doch noch anfügen, dass ich das nicht so ernst sehe,
d.h. " wenn es nicht so ernst genommen wird".

Warum sollte man nicht einen Fremdnamen für so einen kleinen "Puppie" wählen,
auch wenn es am Ende halt vielleicht nur ein Phantasiename wäre.
(Bei Menschen-Babys ist das schon oft was anderes, denk ich mal.
Auch hatte ich mal eine Anfrage, um einem " Kajak" einen glänzenden Indian. Namen
in Verbindung mit Schnelligkeit und Wasser zu geben. Wir waren uns aber beidseitig schnell einig,
dass man da eher direkt bei einer Tribe anfragen sollte. D.h. sie haben dann ganz darauf verzichtet. )


In dem Link ( den ich zu Babynamen fand), ist das als Kiowa ( mit Aussprache) angesehen;
"ob es stimmt, kann nur wohl nur ein Kiowa sagen".. :wink:

Aber manch amerikan. Girl heißt auch Dakota oder Cheyenne oder hat gar einen amerikanisierten
NA Namen...
Manch Rennpferd hat einen amerikanisierten Lakota Namen ; etc.

Also warum soll ein so süßer Welpe nicht einen klangvollen Namen führen,
was es heißt , weiß sowieso hier kaum einer wirklich. .., also kann man auch ruhig auf den Zusatz
"Indianisch " verzichten und selber kreativ werden.

(Ich meine, ob durch den Namen dann eine spirituelle Verbindung zustande kommt,
liegt halt immer ´im Auge des Betrachters´..)


LG,
elk
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Re: Aussprache eines Namens

Beitragvon Elk Woman » Mo 8. Jan 2018, 00:30

Nachtrag zu meinem vorherigem Posting :

Im übrigen schaue ich selber immer mal bei "Orin" vorbei:
http://www.bigorrin.org/

dessen Aussagen mir persönlich immer sehr einleuchten.

Er schreibt hier z.B. über „Indianisches… Namenssuchen..“ ( in dem Fall bei Babys) :

„Wöchentlich erhalten wir Post von einem Mädchen im Teenageralter (oder gelegentlich auch von einem Jungen),
die erklären, dass ihre Eltern ihnen einen indianischen Namen gegeben haben und sie wollen nun die Bedeutung des Namens bestätigen
oder herausfinden, aus welchem Stamm er stammt.

Das einzige Problem ist, dass der fragliche Name selten Native American ist, und fast nie die Bedeutung hat,
dass ihnen gesagt wurde.
Als ich dies weiter untersuchte, fand ich heraus, dass es Dutzende von "American Indian Baby Namenslisten" -Sites im Internet gibt,
die die gleiche Liste von 50-70 angeblich indianischen Mädchen- und Jungennamen wiederholen, von denen nur sehr wenige echt sind.

(Nein, Chenoa bedeutet in Cherokee nicht "weiße Taube", und Aiyana bedeutet nicht "Blüte" oder "ewige Blüte".
Kaya bedeutet nicht "kleine Schwester" in Hopi. Nadie bedeutet in Algonquin nicht "weise".
Diese und viele andere Übersetzungen sind völlig falsch und wir haben keine Ahnung woher sie kommen.)

Andere Namen auf diesen Listen stammen von amerikanischen Ureinwohnern, werden aber falsch übersetzt.
Zum Beispiel wird Kasa weithin als "in Pelzen gekleidet" in Hopi bezeichnet. Das Hopi-Wort kwasa bedeutet ein Kleid oder einen Rock,
aber es hat nichts mit Pelz zu tun, und es müssen also dutzende Hunde da draußen sein,
die versehentlich wegen dieser Fehlübersetzung "Rock" genannt werden...

Einige Namen werden fälschlicherweise als Indianisch… bezeichnet, obwohl sie tatsächlich aus dem Hebräischen , Griechischen
oder einer anderen nicht-amerikanischen Sprache stammen.
Andere sind nicht mehr zu erkennen und einfach unauffindbar. Sie sollen "Macht des Mondes" oder "Engel des Edelsteins"
in einer generischen "Ureinwohnersprache" bedeuten. ..

Denken Sie darüber nach : Wenn dies echte Namen der amerikanischen Ureinwohner wären,
warum hätte dann niemand eine Vorstellung davon, in welcher Sprache sie sein sollten?

Und dann gibt es noch andere Namen, die von weißen Schriftstellern aus alten Westerns, Liebesromanen, Fantasy-Adventure-Büchern
oder Rollenspielen über pseudo-amerikanische Barbaren in alternativen Universen erfunden wurden -
und doch irgendwie ihren Weg auf diese Indianerlisten für Babynamen finden.

Glauben Sie mir, wie die Nachrichten an Katet und Svaha im Unterstufenalter enttäuschten, als man ihnen mitteilen musste,
dass ihre Namen nicht aus der Stammestradition der indianischen Ureinwohner kommen, sondern aus Büchern von Stephen King und Charles de Lint .

Also, bitte, was auch immer du wählst, um dein neues Baby zu nennen, wähle NICHT einfach einen Namen zufällig aus einer Liste
von "Indianischen Babynamen" im Internet.
Sonst, in sechzehn Jahren, werden die so Genannten vielleicht mir die bittere Nachricht schicken,
dass ihre Namen aus Shadowrun stammen oder von skrupellosen Leuten erfunden wurden,
die versuchen, mehr Bücher zu verkaufen.

Aufgrund des hohen Grades an schlampiger Forschung und / oder bewusster Täuschung, die in der Babynamen-Industrie involviert sind,
kann ich nicht empfehlen, irgendein Baby-Namensbuch oder eine Website zu verwenden, um indianische Namen für ein Kind zu finden“.


http://www.native-languages.org/baby.htm

( Naja irgendwie doch einleuchtend, oder ?
Ich meine, selbst ein süßer kleiner Puppie möchte vielleicht doch nicht
„ Rock" , Kleid" o.ä. heißen.. :konfus-verwirrt_15432bd4dc2431281a2d379200238be1:

big_bye
e.

Ist doch mal eine interessante Betrachtung geworden,
also danke @ Andreas,
für den Anstoß dazu, auch wenn unsere Antworten
dann nicht die große Zufriedenheitsgarantie für dich waren.
Wir wünschen euch viel Freude mit dem Welpen.
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Übersetzung in eine indianer Sprache

Beitragvon Dejavu66 » Mo 6. Aug 2018, 22:45

Hallo,

Bin neu hier und suche dringend jemanden der sich mit den Sprachen der Indianer auskennt. Und zwar möchte ich gerne einen Spruch der auf Englisch ist in eine indianer Sprache übersetzt bekommen für ein tattoo. Habe bereits einen indianer und Adler als tattoo und möchte gerne folgenden Spruch passend dazu haben: An arrow can only be shot by pulling it backward.

Ich hoffe hier kann mir jemand schnell helfen diesen Satz zumindest sinngemäß zu übersetzen :)


Vielen Dank!!
Dejavu66
 
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Re: Übersetzung in eine indianer Sprache

Beitragvon Elk Woman » Mo 6. Aug 2018, 23:35

Hi @Dejavu66 ,

du bist zwar neu hier, wie du schreibst,
aber ich denke :
Du hast dich verlaufen !

Unabhängig davon,
dass wir für diese Art von Anfragen hier im Forum nicht zuständig sind,

will ich dir aber wegen deiner ansonsten höflichen Anfrage dann auch wenigstens höflich antworten,
zumal der Spruch wirklich für das eigene Leben doch bedeutsam ist;
auch wenn er ( unbekannter Autor) nicht unbedingt "indianisch" sein muss,
d.h. es gab/ gibt noch andere tiefgründige Menschen..
:wink: :

Nun zu deinem Anliegen :

"Es gibt ungefähr 296 gesprochene (oder früher gesprochene) indigene Sprachen nördlich von Mexiko, von denen 269 in 29 Familien gruppiert sind
(die restlichen 27 Sprachen sind entweder isoliert oder nicht klassifiziert.
Die Familien Na-Dené , Algic und Uto-Aztecan sind die größten, in Bezug auf die Anzahl der Sprachen.
Uto-Aztecan hat die meisten Sprecher (1,95 Millionen), wenn die Sprachen in Mexiko berücksichtigt werden (hauptsächlich aufgrund von 1,5 Millionen Sprechern von Nahuatl );
Na-Dené steht an zweiter Stelle mit ungefähr 200.000 Sprechern (fast 180.000 davon sind Sprecher von Navajo ),
und Algic an dritter Stelle mit ungefähr 180.000 Sprechern (hauptsächlich Cree und Ojibwe ).
Na-Dené und Algic haben die größte geografische Verteilung: Algic erstreckt sich derzeit vom Nordosten Kanadas über weite Teile des Kontinents
bis in den Nordosten Mexikos (aufgrund späterer Migrationen des Kickapoo ), mit zwei Ausreißern in Kalifornien ( Yurok und Wiyot );
Na-Dené erstreckt sich von Alaska und Westkanada über Washington , Oregon und Kalifornien bis in den Südwesten der USA und Nordmexiko (mit einem Ausreißer in den Ebenen).
Nordamerika ist bekannt für seine sprachliche Vielfalt, insbesondere in Kalifornien."


(Wickipedia)


Und du denkst wirklich "wir würden uns damit auskennen" ..??? :konfus-verwirrt_15432bd4dc2431281a2d379200238be1:

Unabhängig davon, dass ich persönlich kein großer Freund davon bin, dass man das Wertvollste wodurch der Körper atmet,
nicht abschätzbaren Folgen und Materialien aussetzt, würde ich persönlich dir auch strikt davon abraten,
´ irgendjemand´ mit solch einer Entscheidung "das Ergebnis dann wörtlich auf der Haut zu tragen" zu vertrauen..
Es sei denn, es ist dir egal, ob da der größte Quatsch oder verwechselte - bis dir abträgliche- Wörter etc. stehen...

Abgesehen von meiner persönlichen Ansicht, dass Tätowierungen keinesfalls Indianischen Ursprungs sind
und wenn bei Indigenen, dann oftmals symbolische Bedeutungen hatten, und dann nur bei den jeweiligen Völkern auftraten ( Neuseeland- Maori, etc.),
oder andere ´Hintergründe und Zielgruppen´ hatten/ haben,

siehe hier : https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%A4towierung

Machs gut!

elk
(Admin.)




Nur mal wieder als kleiner Hinweis :

Es wäre für alle besser, man würde sich mal vor solchen Anfragen und Anmeldungen hier,
nur ganz kurz mit einigen Themen hier beschäftigen," also was nachlesen/ querlesen",
dann wüsste man vorher, ob man hier mit seinen Ansinnen richtig ist.[/color]




NACHTRAG, am 08.08.2018

Der Beitrag wurde in den Gästebereich verschoben, da er inhaltlich
nicht zu den Forenthemen passte.
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Re: Übersetzung in eine indianer Sprache

Beitragvon Bärbel » Mi 8. Aug 2018, 10:11

Hallo Dejavue,

völlig unabhängig davon, wie man nun zu Tätowierungen überhaupt eingestellt ist, wie Elk bereits erläutert hat, ist allein die Anfrage nach "indianisch" schon alles andere als zielführend. Wenn überhaupt, müsstest du schon genau mitteilen, welche Sparache Du nun wünscht. Da Du ja nun schon "einen Indianer" und einen Adler tätowiert hast wäre mein Vorschlag also, eine Sprache zu wählen, die zu dem bereits tätowierten Indianer passt. Wen hast Du Dir denn da ausgesucht? Zu welcher Nation gehört er? Welche Sprache wird in dieser Nation gesprochen?

Die nächste Frage, die sich mir dann stellt ist: wie bekomme ich das gesprochene Wort dann in Buchstaben/Zeichen verpackt? Denn die wenigsten indianischen Nationen hatten eine passende Schrift. Dafür hatten sie aber sehr viele Laute, die man mit unserem westlichen Alphabet überhaupt nicht ausdrücken kann.

Viele Nationen haben eine Sprache, bei der während des Sprechens nicht nur aus, sondern auch eingeatmet wird (was es für Europäer dann gerne schwierig macht, diese Sprache akzentfrei zu erlernen). Allein durch die Atemtechnik ergeben sich dann aber unterschiedliche Töne, was dann nicht selten komplett andere Worte zur Folge hat. Eine Tätowierung, wie Du sie planst, endet also oft, wie ein Text, den man erst von Deutsch nach Englisch von Google übersetzen lässt und dann Bing benutzt, um wieder zurück nach Deutsch zu übersetzen ... Das Ergebnis hat selten noch Ähnlichkeit mit dem Ursprungstext ... und soetwas willst Du ernsthaft dauerhaft auf der Haut tragen???

Dazu kommt, dass ja nur noch ein geringer Teil der Indianer fließend die Sprache der eigenen Nation spricht. Wieso also nicht einfach - wenn es denn schon eine Tätowierung mit diesem Wortlaut sein soll - genau diesen Wortlaut nehmen (also Englisch)? So kannst Du auf jeden Fall sicher sein, dass da auch steht, was Du meinst und nicht jemand, der die dir unbekannte Sprache tatsächlich spricht, sich entweder beleidigt fühlt oder dich schlicht und ergreifend auslacht, weil das, was Du da tätowiert hast, einfach nur Blödsinn ist.

Tätowierungen sind keine Modeerscheinung, die man mal mitmacht, und sobald es wieder "out" ist, einfach ablegt. Deshalb sind bei Indianern traditionell - so wie von Elk bereits erläutert - nicht einfach ein bild, was dem Träger gefällt, es sind Zeichen mti bestimmter Bedeutung und bei Nationen, die diese Tradition pflegen, kann man nicht einfach zum nächsten tätowierer hingehen und sagen "mach mal", solche Tätowierungen muss man sich verdienen. Da wärden die ältesten befragt, ob die betreffende person eine solche Tätowierung haben DARF.

Natürlich gibt es auch heute Indianer, die nicht traditionell sondern mit anderen Bildern tätoweirt sind, unabhängig davon, ob Tätowierungen in ihrer Nation auch traditionell benutzt wurden. Aber das sind eben Modebilder, wie auch hier Tätowierungen dann Modebilder sind, somit also auch in jeder (Mode)Sprache tätowiert werden können. ERNSTHAFT tätowierte betonen allerdings immer wieder, wie wichtig es ist, sich vor der Tätowierung GENAU zu überlegen, was man da wirklich tätowiert haben möchte. Deswegen tätowieren seriöse Tätowierer auch nicht gleich beim ersten Mal, dass Du ihren Laden betreten hast, sie schicken dich wieder weg und nicht selten musst du auf einen Termin mindestens ein Jahr warten. Diese Tätowierer wollen nämlich ganz sicher sein, dass Du dieses Tatoo auch wirklich willst und nicht bloss "mal so". ... Und wenn Du
a) vielleicht gar nicht weisst, wer der bereits tätowierte Indianer ist, welcher Nation er angehörte und welche Sprache diese Nation spricht,
b) der Adler, den Du tätowiert hast, vielleicht auch schon gar nicht zu der Nation des tätowierten Indianers passt, weil er in völlig unterschiedlicher Landschaft lebt (nicht für jede Nation hat der Weisskopfseeadler hohe Bedeutung, nicht selten ist es viel mehr der Steinadler)
c) Du vielleicht nicht weisst, in welcher "indiansichen" Sprache Du den Spruch übersetzt haben möchtest
würde ICH davon ausgehen, dass Du noch nicht genug über die Tätowierung nachgedacht hast, bevor Du sie hast stechen lassen/stechen lassen möchtest

... nur mal so zum Nachdenken ...

Gruss
Bärbel
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