Indianer und erste weiße Siedler *




Einwanderungsgeschichte in den USA, Kanada, Mittel- und Südamerika und allgemeine indianische Geschichte
USA, Canada, Central, and South America: Immigration history and general history of Native Americans

Moderatoren: Elk Woman, Bärbel

Re: Indianer und erste weiße Siedler

Beitragvon Bärbel » Mi 30. Mai 2012, 16:03

Kommen wir also zu Teil 5 (klingt an manchen Stellen komisch, weiss ich aber gerade nicht besser zu übersetzen. Ich hoffe, man versteht den Inhalt trotzdem)

Amerikanische Geschichts-Mythen entlarvt: Europäer brachten Kultur nach Nord Amerika
Und so kommen wir zu unserem vorletzten Blick auf Cracked.coms "6 lächerliche Lügen, die Du glaubst bezüglich der Gründung von Amerika", hier Mythos Nr. 5 "Indianische Kultur war nicht primitiv".

Der "Mythos", den Cracked.com versucht zu entlarven, ist zweiteilig. Zum einen, dass Indianer in völliger Harmonie mit der Natur lebten und ausschließlich Europäer die natürlichen Resourcen Nord Amerikas für ihre eigenen Zwecke nutzten, zum anderen, dass Indianer keine komplexen Städte erbaut hätten und im allgemeinen weniger "zivilisiert" und ihre Gemeinschaften weniger entwickelt gewesen wären als die der Europäer.

Zur Entlarvung des ersten Teils dieses zweiteiligen Mythoses zitiert Cracked.com einen Bericht herausgegeben von Umwelt-Wissenschaftlern von Stanford, die der Meinung sind, dass Indianer so viele Bäume gefällt haben, dass sie möglicherweise tatsächlich eine kleine Eiszeit ausgelöst haben könnten.

ScienceNews.com berichtete bezüglich der Untersuchung, in der der Geochemiker Richard Nevle der Universität Stanford auf dem Jahrestreffen der Geologischen Gesellschaft Amerikas vortrug, dass zum Ende des 15ten Jahrhunderts bei zwischen 40 Millionen und 100 Millionen damals in Amerika lebenden Menschen unermesslich viele Bäume gefällt wurden, um Flächen für für den Ackerbau zu schaffen. Einige 500 Jahre später wurden Indianer durch Pocken, Diphterie und andere europäische Krankheiten dezimiert - wobei mehr als 90 % der indigenen Bevölkerung ausradiert wurden, was wiederum eine massive Vermehrung der Bäume zur Folge hatte.

Nevle schätzt, dass dieses neue Wachstum 2 bis 17 Billionen Metriotonnen an Kohlendioxyd aus der Luft absorbiert haben könnten, was "die Wärmekapazität der Athmosphäre verringerte und das Klima abkühlte" berichten er und seine Kollegen.

Ja, indigene Völker von ganz Amerika fällten Bäume und nutzten die Energie der im Überfluss vorhandenen Wälder, um ihre Familien zu ernähren, bekleiden und Häuser für sie zu bauen, aber die Vorstellung, dass, wenn es keine von Europäern eingeführten Krankheiten gegeben hätte, die die Bevölkerung dezimiert hätten, es eine größere Umweltkatastrophe gegeben hätte bis zu einem Ausmaß wie etwa die industrielle Revolution, ist allenfalls zweifelhaft. Aber die Behauptungen sprechen dafür, dass die Natur sich dahingehend entwickelt hat, dass in geraumer Vorzeit Gemeinschaftsformen existierten in Nord- und Südamerika.

Bezüglich des zweiten Teils ihres Mythoses ist es bereits längst bekannt, dass Indianer hoch komplexe Städte errichtet haben, angefangen von Cahokia in Nord Amerika bis zu den Stadten der Mayas und Azteken wie z.B. Teotihuacan und Tenochtitlan.

Cracked.com zitiert die beliebte Halbwahrheit, dass auf Cahokias Peak 1250 eine Stadt existierte (im heutigen östlichen St. Louis gelegen), die größer war als London, und sie zitieren die Ansicht von Discover Magazine, dass die Stadt einige 20000 Einwohner hatte, die Monumente bauten "die den großen Pyramiden Ägyptens gleichkamen und dann wieder in Vergessenheit gerieten".

Es ist natürlich keine Überraschung, dass Indianer komplexe Gesellschaften, große Städte und massive Erdhügel errichteten, die vergleichbar sind mit jedem der großen Weltwunder, wie Discover Magazine aufzeigt, dass besonders Cahokia ein erstaunlicher Ort ist, ein 4000 acre großer Komplex, der als größte vorkoloniale Siedlung nördlich von Mexico gilt. Die Vorstellung wird unterstützt durch die Bemerkung, dass im 13. Jahrhundert, lange bevor Europäer die Küste erreichten, eine Stadt existierte, die von riesigen Mauern umgeben war, in den Flussauen des Mississippi wuchs und gedieh, einschließlich Vororten, reetgedeckten Häusern, zentralen Plätzen und Handelswegen im Gebiet zwischen den Großen Seen bis zum Golf von Mexico

Was das Ganze noch bemerkenswerter macht, ist, dass im Gegensatz zu vielen anderen Welt-Kulturerbe-Standorten die Archäologen immer noch keine Vorstellung davon haben, wie diese überwältigende, verlorengegangene Kultur anfing, endete und, um es mit der Worten von Discover auszudrücken, "was dazwischen geschah".

Cahokia war also der Ort, der laut WorldPyramides.com als "die Großen Pyramide der USA" angsehen wird, und das ist Monk Mound. Diese gigantische Erdarbeit liegt etwa eine Meile vom Mississippi, nördlich des östlichen St. Louis und ist ein Monument fachkundiger Planung und Konstruktion. Der Hügel ist 92 Fuß hoch, 951 Fuß lang und 836 Fuß breit. Er deckt eine Fläche von etwa 144 acre ab und besteht aus mahr als 2,16 Billionen Pound nicht ortsansässiger Erdtypen.

Ausserdem wurde Monk Mound errichtet aus Kalksteinplatten, und Pfosten aus Sumpfzypresse und Riesenlebensbaum. WorldPyramids.com erklärt, dass der Gebrauch von Kalksteinplatten "wichtig ist als chronologischer Marker, der die Errichtung im späten Archaic (3000 - 1000 v.Chr.) anzeigt)".

Die farbige Erde des Monk Mound wird bis heute untersucht. Die Erde, aus der Monk Mound besteht, wurde nicht in den den Hügel umgebenden angeschwemmten Flussauen gefunden, statt dessen wuden diese Erden wegen ihrer lebhaften Farben ausgewählt und wahrscheinlich auf Wasserfahrzeugen oder zu Fuß aus hunderten Meilen Entfernung antransportiert. Blaue, rote, weisse, schwarze, graue, braune und orange Erden wurden in verschiedenen Dicken über die gesamte Konstruktion des Hügels geschichtet. Historiker Rick Osmon schrieb über die Erden des Hügels auf WorldPyramids.com, "die blaue Erde ist sehr selten und bekannt dafür, aus Clay County in Indiana zu kommen, und die weisse Erde könnte Gipspulver sein, welches im nördlichen Indiana gefunden wird. Rot und orange Erden kommen aus dem südlichen Gebiet der Appalachen." Wissenschaftler versuchen immer noch nachzuvollziehen, welchen koordinierten Aufwand es erforderte, 43,1 Millionen Körbe voll Erde hunderte von Meilen oftmals zu Fuß zu transportieren. Cracked.com stellt dazu einen modernen Vergleich - um die Arbeit, die notwendig war, Monk Mound zu erbauen, nachzustellen, müssten alle der derzeit 13 Millionen Einwohner Illinois solche 50 Pound schweren Körbe voll Erde von mindestens so weit wie Indiana ranschleppen.

Cracked.com fährt, um ihren Standpunkt zu Ende zu führen, fort, indem sie die physikalischen Unterschiede zwischen Europäern und Indianern anführen. Zusammenfassend schreiben sie "Auf dem Gebiet der persönlichen Hygiene waren die Europäer Hippies gegenüber den Indianern, denn sie stanken schon faulig eine Meile gegen den Wind." (persönliche Anmerkung: an der Stelle finde ich die englische Formulierung einfach klasse: "the Europeans out-hippied the Indians by a foul smelling mile" :lol: ) Sie zitieren Charles C. Manns "1491: Neue Enthüllungen über die Amerikaner vor Columbus", in dem der Europäer Verrazzano einen Indianer, der sein Schiff betrat, so beschreibt: "Schöner als ich es beschreiben kann."

Originalartikel:
http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2012/05/23/american-myths-debunked-europeans-brought-culture-to-north-america-114481#ixzz1vterorCn
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von Anzeige » Mi 30. Mai 2012, 16:03

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Re: Indianer und erste weiße Siedler

Beitragvon Bärbel » Mi 30. Mai 2012, 20:01

Und zum guten Schluss auch noch Teil 6:

Amerikas Geschichts-Mythen entlarvt: Weisse Siedler meisselten Amerika nicht aus einer ungezähmten Wildnis
Wir haben die letzten sechs Tage damit verbracht, Cracked.coms Artikel "6 lächerliche Lügen, die Du glaubst bezüglich der Gründung Amerikas" durchzugehen, ließen jeden Mythos platzen, betrachteten ihre Quellen und fügten unsere eigenen hinzu. Der letzte Mythos, mit dem wir uns nun beschäftigen, ist Mythos Nr. 2 "Weisse Siedler meisselten Amerika nicht aus einer ungezähmten Wildnis", welcher besagt, dass "die Pilgerväter die ersten waren in einer Reihe von mutigen Siedlern, die die Zivilisation westwärts entlang der Grenze mit Stärke und Ausdauer vorantrieben."

Das ist allerdings nicht ganz das, was geschah. Die meisten der Informationen, die Cracked.com zitiert, stammen von dem Buch 1491: Neue Enthüllungen über Amerikaner vor Columbus vonCharles Mann und niedergeschriebenen Berichten aus frühen Kolonialzeiten, auch wenn sie keine wirklichen Zitate hierfür angeben.

Anstatt des dichten, ungebrochenen, monumentalen Gewirr an Bäumen gemäß der Vorstellung von Thoreau waren die großen östlichen Wälder ein ökologisches Kaleidoscop von Gartenflächen, Brombeerranken, Pinienstämmen und ausgedehnten Baubgruppen bestehend aus Kastanien, Hickories und Eichen. Die ersten Europäer in Ohio fanden Waldland, das aussah, wie englische Parks - sie konnten Wagen zwischen den Bäumen durchfahren" schrieb Mann in 1491.

"Unsere Schulbücher präsentieren die Geschichte der Pilgerväter als heroischen Mythos ... indem sie von ´der kleinen Gruppe´ in ihrem "kleinen sturmgebeutelten Schiff´ sprechen, schreibt James W. Loewen in einem Werk mit dem Titel "Die Wahrheit über das erste Thanksgiving". Er sagt "die Vorstellung ist glatt aus Star Trek: ´dahin zu gehen, wo sich vorher niemand hinwagte´". Ausser, dass wir bereits aufgedeckt haben, dass bereits viele vorher dort waren, als wir über den Mythos, Columbus hätte Amerika entdeckt, sprachen.

In Wahrheit wählten die Pilgerväter das Land bei Plymouth wegen der bereits gerodeten Felder, welche erst kürzlich, wie durch ein Wunder, mit Mais bepflanzt worden waren. Wie Loewen sagt, "war es ein hübscher Platz für eine Stadt. Wirklich, vor der Epidemie war es ja auch eine Stadt." Wenn Du mehr über die Epidemie lesen möchtest, geh zurück zu unserer Diskussion von Mythos Nr. 6. "Überall in Neu England eigneten sich Kolonisten Maisfelder der Indianer an, was erklärt, warum so viele Städtenamen - Marshfield, Springfield, Deerfield - auf "field" (= Feld) enden".

Und die Pilgerväter sind bestimmt nicht allein gewesen, das wäre unmöglich gewesen. Sie landeten im Winter und waren genäß Loewen nicht vorbereitet. Da die Dörfer verlassen waren wegen der Epidemie waren die Pilgerväter überhaupt erst in der Lage, aufzusammeln, was sie benötigten. Loewen übernimmt diesen Teil eines Kolonisten-Journals in seiner Arbeit über Thanksgiving:

Wir marschierten zu dem Platz, den wir Maisberg nannten, wo wir zuvor den Mais gefunden hatten. An einem anderen Ort, den wir vorher gesehen hatten, gruben wir und fanden mehr Mais, zwei oder drei Körbe voll und einen Beutel mit Bohnen ... Alles in allem hatten wir zehn Scheffel, was genug sein sollte für die Aussaat. Es war mit Gottes Hilfe, das wir diesen Mais gefunden haben, denn wie sonst hätten wir das bewerkstelligen sollen, ohne auf Indianer zu treffen, die uns eventuell hätten Probleme machen können ... Am nächsten Morgen fanden wir einen Platz, der aussah wie einem Grab. Wir entschieden uns, es zu öffnen. Wir fanden zuerst eine Matte und darunter einen schönen Bogen ... Wir fanden auch Schüsseln, Tabletts, Geschirr und ähnliche Dinge. Wir nahmen einige der schönsten Dinge, nahmen sie mit und begruben die Leiche wieder.

Einer der lebenden Indianer, die den Pilgervätern halfen, und dessen Geschichte in Geschichtsbüchern dazu neigt, falsch dargestellt zu sein, ist Squanto. Cracked.com beschreibt seine "heroische Reise" als eine, die Homers Odyssee vor Neid erblassen ließe, und sie könnten damit richtig liegen. Er war Mitglied der Patuxet, einer Untergruppe der Wampanoag, und einer von 20 Gefangenen des englischen Entdeckers Thomas Hunt im Jahre 1614. Und das war nicht das erste Mal, dass er entführt wurde. Gemäß Loewen wurden er und vier Penobscot von einem britischen Kapitän im Jahr 1605 nach England gebracht, wo Squanto neun Jahre verbrachte. Als er nach Massachussetts zurückkehrte, war er kaum ein Jahr dort, als er von Hunt gefangen genommen wurde.

Squanto wurde in die Sklaverei verkauft in Malaga, Spanien, entkam und hatte bis fdahin genug englisch gelernt, dass er mit einem Schiffskapitän sprechen konnte, damit dieser ihn 1619 zurück nach Cape Cod brachte. Aber leider, als er diesmal zurückkam, war ausser ihm keiner mehr da. Sein Stamm war von der Epidemie zwei Jahre vor seiner Rückkehr derart dezimiert worden. Deshalb entschloss er sich, als die Pilgerväter auftauchten, diesen zu helfen, in seiner Stadt zu leben.

Die weissen Siedler haben also nicht nur nichts angesiedelt, sie haben auch nichts aus irgendeiner ungezähmten Wildnis herausgemeisselt. Scheint so, als wären sie einfach nur zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort gewesen. Die Epidemie, die die Europäer mitbrachten, hat die meiste Arbeit für sie erledigt, indem sie die Anzahl der Indianer, die bereits hier lebten, drastisch reduziert hat, und die Europäer sind einfach nur in Städte eingezogen, die die Indianer bereits aufgebaut hatten.

Originalartikel:
http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2012/05/25/american-history-myths-debunked-white-settlers-did-not-carve-america-out-of-the-untamed-wilderness-114544#ixzz1vtfxM2ha
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Re: Indianer und erste weiße Siedler

Beitragvon Bärbel » Mi 30. Mai 2012, 20:06

So! und der Vollständigkeit halber: hier ist der Link zu dem Artikel von Cracked.com, um den es hier ja die ganze Zeit geht

http://www.cracked.com/article_19864_6-ridiculous-lies-you-believe-about-founding-america.html

Englisch, aber im Moment kann ich leo.org einfach nicht mehr sehen big_good night

Gruss
Bärbel
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Re: Indianer und erste weiße Siedler

Beitragvon Elk Woman » Do 31. Mai 2012, 14:30

Und noch ein Nachtrag dazu von mir:

"Auf einer Reise zu den Massachusett im November 1622 erkrankte Squanto an Fieber und starb.
Gouverneur William Bradford von der Plymouth Kolonie, sein bester Freund unter den Weißen, schrieb die folgenden Zeilen über seinen plötzlichen Tod:
An diesem Ort erkrankte Squanto an "Indianerfieber", hatte heftiges Nasenbluten und starb nach wenigen Tagen. "

(Quelle : Wickipedia)


Hier stolpert man dann doch über den Begriff "Indianerfieber"...

Also, gehen wir davon aus, dass Squanto nicht "nur Fieber" hatte,
denn dafür war den Indianern schon seit langem die heilende Wirkung von "Weidenrinde" bekannt:
Aspirin ist eine der heutigen Medikamente, welches aus den natuerlichen Heilmitteln der Indianer abstammt. Weiden, Pappeln und Wintergruen enthalten Acetylsalicylsaeure. Die Indianer benutzten diese Pflanzenmittel, um Fieber und Schmerzen zu vermindern. Das heutige Aspirin wird jedoch chemisch synthetisiert.

So ist das auch eine völlige Verkennung der Tatsache gewesen,
dass es sich bei den Erkrankungen der Indianer um sogenannte "Zivilisationskrankheiten",
die von den Weißen aus Europa mitgebracht wurden, handelte.
Die Ureinwohner von Nord-Amerika hatten keinerlei Abwehr gegen diese Krankheiten. Tuberkulose, Pocken, Cholera, Syphilis, Typhus und andere “Zivilisations-Krankheiten” waren hier zuvor unbekannt.


Nochmals von mir VIELEN DANK, liebe Bärbel für Deine große Mühe ! respekt_2

LG,
elk
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Re: Indianer und erste weiße Siedler

Beitragvon Hans » Do 31. Mai 2012, 16:22

Hallo elk und Bärbel,

auch von mir herzlichen Dank für eure Mühe !
Gut gemacht, nochdazu so, dass sogar ich es verstehe ! :D
Beste Grüße, Hans :)
Hans
 

Re: Indianer und erste weiße Siedler

Beitragvon Bärbel » Do 31. Mai 2012, 17:48

Danke!

und ja Elk, unter den Wampanoag erzählt man sich auch, dass Squanto an Tuberkulose und nicht irgendeinem "nur" Fieber gestorben ist. Allerdings erzählt man sich dort im Gegensatz zu den Berichten von Indian Country Today auch, dass Squanto gar nicht so gut auf die Weissen zu sprechen war, da er mit ihnen ja nicht gerade "nette Urlaubsreisen" verbracht hatte, sondern in Sklaverei leben musste. Deshalb heisst es dort, dass Squanto, der Massassoit (dem Häuptling der Wampanoag) wegen seiner Englischkenntnisse als Dolmetscher diente, nicht immer ganz neutral nur übersetzt habe, sondern durchaus im Zuge seiner "Übersetzungen" versucht hat, Massassoit und seine Gefolgsleute zum Kampf gegen die Weissen zu beeinflussen. Deshalb zweifel ich persönlich etwas an der Aussage, er habe den Weissen gezeigt, wie man im Indianerdorf lebt und überlebt. Das war wohl eher auf Massassoits Betreiben hin und nicht nur Squanto alleine sondern auch andere Wampanoag.

Wir hatten hier
http://cherokeewigwam.iphpbb3.com/forum/45302369nx28228/history-f12/indianische-danksagung-und-thanksgiving-t1029.html
ja auch schon mal über die Geschichte von Thanksgiving geschrieben, und da Du damals ja schon mit meiner Seite verlinkt hast, hier nochmal das, wie ich die Geschichte von den Pilgervätern kenne:
http://www.butzek.info/Indianer/Historisches/historisches.html

Gruss
Bärbel
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Re: Indianer und erste weiße Siedler *

Beitragvon Elk Woman » Di 1. Sep 2015, 12:31

- Roanoke Island -

Hinweise auf das Schicksal der Lost Colony

Hier wird ergänzend von Streitigkeiten zwischen den Indigenen Stämmen der Insel und den sie ´plündernden`...(?) Kolonisten erzählt,
was bisher nicht so überliefert wurde.- Aber auch von einem der Stämme, die ein gutes Verhältnis zu den Kolonisten hatte;
den "Croatoan" , die Bewohner der Insel die jetzt als Hatteras bekannt ist.
Und so kommen neue Mutmaßungen dazu : "Wurden sie von der Croatoan angegriffen...
- oder gingen sie um mit den Croatoan zu leben, d.h. sind sie zur
Croatoan Insel aufgebrochen und in den Stamm assimiliert ..?

(Das Rätsel um Roanoke Island wird wohl immer ein Rätsel bleiben,
weil eben Keiner mehr davon berichten kann..)


http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2015/08/31/clues-fate-lost-colony-161510

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2015/04/29/evidence-wonderful-brotherhood-between-croatan-tribe-and-lost-colonists-160188



siehe auch :

http://news.nationalgeographic.com/news/2013/12/131208-roanoke-lost-colony-discovery-history-raleigh/

https://de.wikipedia.org/wiki/Roanoke_%28Kolonie%29


Überlieferung :

„Die verlorene Kolonie von Roanoke Island“

"Am 8. Mai 1587 verließen eine Gruppe von 117 Männern, Frauen und Kindern England, um über den Atlantik zu segeln.
Diese Kolonisten, unter dem Kommando von John White, steuerte ein Ziel in der Chesapeake Bay an.

Aufgrund von Bedenken auf die kommende Sommer-Hurrikan-Saison, wurden die Kolonisten gezwungen ihre Reise früher zu beenden als geplant,
und auf einer Insel vor der Nordostküste des heutigen North Carolina zu siedeln, am südlichen Rand der Chesapeake Bay Wasserscheide.

Diese Kolonie auf Roanoke Island war die erste englische Siedlung in der Neuen Welt.
Im Jahre 1587, kurz nach der Ankunft der Kolonisten, wurde John White´s Tochter geboren, das erste Kindes der europäischen Eltern auf amerikanischem Boden.
Ihr Name war Virginia Dare.

Allerdings war das Leben nicht leicht für die frühen Siedler und am 27. August 1587, verließ John White - jetzt der neue Gouverneur der Kolonie - die Siedlung
und kehrte nach England zurück, um weitere Lieferungen zum Überleben zu erhalten.

Da England im Krieg mit Spanien war, gab es aber dafür keine Schiffe.
Drei Jahre wartete John White, um nach Roanoke Island mit den Lieferungen zurückkehren zu können.

Als er schließlich im Jahre 1590 zurück in die Kolonie kam, fand er die Insel verlassen vor.
Die einzige Spur von den Kolonisten war ein geheimnisvolles "cro" in einem Baum geschnitzt, und "Croatan 'in einem Zaunpfahl geschnitzt.

Was genau passiert ist, um die Kolonisten am Roanoke Island ist immer noch ein Rätsel..

Aber die Forschungen anhand der Baumrinden-Baumring-Entwicklungen an den Standorten zeigte, das sich große Dürreperioden ereignet haben mussten,
wo es also nicht einmal möglich war mit den dortigen Indianern Handle zu treiben, weil diese auch darunter litten.

Die Kolonisten auf Roanoke, ebenso wie die Siedler in Jamestown, waren also in einer der schlimmst-möglichst Zeit
in der `Neuen Welt` angelandet.“

http://www.serc.si.edu/education/resources/watershed/stories/roanoke.aspx
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Re: Indianer und erste weiße Siedler *

Beitragvon Elk Woman » Do 17. Mai 2018, 23:31

Die "Jamestown" - TV Serievon 2017 geht 2018 weiter :

https://indiancountrymedianetwork.com/culture/arts-entertainment/kalani-queypo-talks-portraying-chacrow-jamestown-speaking-pamunkey/

Dafür wurden Muttersprachler von 50 First Nations aus Nordamerika und Kanada eingeflogen,
um die Native-Darsteller zu portraitieren und die Pamunkey-Sprache im Film zu verwenden.

https://www.themoviedb.org/tv/71391-jamestown

Staffel 1 = 2017 (8 Folgen)
https://www.themoviedb.org/tv/71391-jamestown/season/1

Staffel 2 = 2018 (8 Folgen)
https://www.themoviedb.org/tv/71391-jamestown/season/2



Kurze Sequenz :

https://www.sky.com/watch/title/series/b50aa94e-da25-488e-a984-ee377f5b5ae3


Da wollen wir mal hoffen, das diese Produktion uns auch irgendwann einmal erreicht...


Anmerkung ;

Da es sich um eine britische Serie handelt, kann man sicher auf Grund ihres Handwerkes originalgetreue Kostüme und historische Genauigkeiten erwarten, wobei ich hoffe, dass den Indianern auch breiterer Raum zugebilligt wird !



siehe auch :

https://de.wikipedia.org/wiki/Jamestown_(Virginia)

https://en.wikipedia.org/wiki/Jamestown_(TV_series)


https://cherokeewigwam.iphpbb3.com/forum/45302369nx28228/history-f12/pocahontas--und-amp-captain-smith-die-kolonisierung-nordamerikas-t566.html
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Re: Indianer und erste weiße Siedler *

Beitragvon Elk Woman » Fr 18. Mai 2018, 23:46

History of Colonial America 1497 - 1763

https://www.youtube.com/watch?v=65Y1jsD3QHE


Die Geschichte der Kolonisierung Nord-Amerikas

https://www.youtube.com/watch?v=Do4Ryapg3eU


Expansion of the United States Map 1763 - Present

https://www.youtube.com/watch?v=rwGRheUQMY8

------------------------------------------------------------------------------

First european settlers in Canada

"Die europäische Kolonisierung des heutigen Kanadas begann bereits im 10.-11. Jahrhundert,
als westnorwegische Seeleute begrenzte Gebiete an den östlichen Ufern erforschten und kurzzeitig besiedelten.
Die Norweger, die Grönland und Island besiedelt hatten, kamen um das Jahr 1000 und bauten eine kleine Siedlung
in L'Anse aux Meadows, an der nördlichsten Spitze von Neufundland.

John Cabot war der erste Europäer, der nach der Wikingerzeit in Kanada gelandet war.
Gestützt auf den Vertrag von Tordesillas behauptete die spanische Krone,
dass sie in dem von John Cabot in den Jahren 1497 und 1498 besuchten Gebiet über territoriale Rechte verfügte.
Allerdings haben portugiesische Entdecker, wie João Fernandes Lavrador, weiterhin die Nordatlantikküste besucht,
was die Bezeichnung von "Labrador" auf topographischen Karten der Zeit zeigt.

Das französische Interesse an der ´Neuen Welt ´begann mit Franz I. von Frankreich,
der 1524 Giovanni da Verrazzano dazu verpflichtete, die Region zwischen Florida und Neufundland
zu durchqueren, in der Hoffnung eine Route zum Pazifischen Ozean zu finden.
1534 pflanzte Jacques Cartier auf der Halbinsel Gaspé ein Kreuz und beanspruchte das Land im Namen von Franz I.
Am 3. Juli 1608 gründete Samuel de Champlain das heutige Québec,
wahrscheinlich die früheste dauerhafte Siedlung im heutigen Kanada,
die zur Hauptstadt von Neu-Frankreich wurde."



https://www.youtube.com/watch?v=Rs1Cm5NKb8Y

------------------------------------------

Settler Cartoons and Comics : :wink:

https://www.cartoonstock.com/directory/s/settler.asp
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Re: Indianer und erste weiße Siedler *

Beitragvon Elk Woman » So 20. Mai 2018, 15:26

Hier was ganz interessantes gefunden :

Jamestown
(Themen-Sammelgebiet/Briefmarken)

von Dr. med. Wolf Heß
erschienen im :

Philatelie und Postgeschichte 388 /
Philatelie Heft 467 (Mai 2016)



Beispiel ; Seite 1 von 4 Seiten

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