Indianer und erste weiße Siedler *




Einwanderungsgeschichte in den USA, Kanada, Mittel- und Südamerika und allgemeine indianische Geschichte
USA, Canada, Central, and South America: Immigration history and general history of Native Americans

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Indianer und erste weiße Siedler *

Beitragvon Elk Woman » Fr 25. Mai 2012, 16:01

Artikel zu "Mythen" um Columbus, zur Geschichte der Pilgrims und der Indianer des Ostens :


American History Myths Debunked: The Indians Weren’t Defeated by White Settlers

http://indiancountrytodaymedianetwork.c ... ers-113869


American History Myths Debunked: White Settlers Did Not Carve America Out of the Untamed Wilderness

http://indiancountrytodaymedianetwork.c ... ess-114544




e.
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Re: Indianer und erste weiße Siedler

Beitragvon Bärbel » Fr 25. Mai 2012, 16:17

Mist, jetzt warst Du mal wieder schneller als ich ....
Ich hatte diese "Serie" auf Indian Country Today auch verfolgt und gedacht, sie bei Gelegenheit zu posten. Aber ich gestehe, dann war das Wetter zu schön, so dass ich keine Lust auf Computerarbeit hatte :oops: .
... aber wirklich interessant, was sie dort schreiben
Gruss
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Re: Indianer und erste weiße Siedler

Beitragvon Bärbel » Fr 25. Mai 2012, 20:46

Nun, dann fange ich wenigstens mal für unsere Leser, die lieber deutsche Übersetzungen als englische Originalartikel lesen, an relativ frei zu übersetzen:

Amerikanische Geschichts-Mythen entlarvt: Kein Einfluss der Indianer auf die Gründungsväter

Als Cracked.com am 15.Mai einen Artikel veröffentlichte mit dem Titel "6 lächerliche Lügen, die Du glaubst betreffend der Gründung von Amerika" begann damit soetwas wie eine Mini-Sensation. Zehntausende Leute klickten auf "Gefällt mir" bei facebook und mehr als 1,4 Millionen Leute haben es bis dato auf der entsprechenden Webseite gesehen.

Also haben wir entschieden, uns ihr Aufdecken von Mythen mal anzusehen und unsere eigene Interpretation anzubieten. Wir werden während der nächsten Tage ihre "6 lächerlichen Lügen" durchgehen und nachgraben, wo sie ihre Informationen herhaben und wer ihnen zustimmt.

In Lüge Nr. 1 nimmt Cracked.com Anstoss an der falschen Vorstellung, dass Indianer keinen Einfluss auf das moderne Amerika gehabt hätten. Der Teil, den wir interessant fanden, war, dass sie den Mythos ausräumen wollten, dass die Verfassung der Vereinigten Staaten eine Erleuchtung sei, geschweißt aus Menschlichkeit und Genialität mit Ideen bezüglich der Staatsführung, die bis dahin unbekannt waren.

Sie nennen das einen Mythos und wir stimmen zu.
Cracked.com geht darauf ein, wie die Verfassung der Vereinigten Staaten viele der angeblich "neuen" Gedanken bezüglich einer demokratischen Regierung der Konföderation der Iroqois verdankt. Sie zitieren die Senatsresolution 331 vom 100sten Kongress in 1988 (mit Link als Nachweis), in dem der Senat einräumt "die Konföderation der ursprünglich dreizehn Kolonien zu einer Republik wurde beeinflusst ... von der Konföderation der Iroqois, nämlich durch viele der demokratischen Prinzipien, die in die Verfassung aufgenommen wurden."

In weiterer Analyse dieser Resolution finden wir, dass es die vom Senat angegebene Absicht war, "den Beitrag der Konföderation der Iroqois Nationen bei der Entwicklung der Verfassung der Vereinigten Staaten anzuerkennen und das fortwährende Verhältnis Regierung-zu-Regierung zwischen den Indianerstämmen und den Vereinigten Staaten, welches in der Verfassung begründet wurde, zu bestärken." Hört, hört.

Die Resolution wurde aufgestellt von Senator Daniel Inouye (D-HI), dem Asiatisch-Amerikanischen Politiker mit dem höchsten Rang in der Geschichte der Vereinigten Staaten, der wollte, dass seine Regierung die äußerst wichtige Verbindung zwischen den Regierungs-Prinzipien der Iroqois und der Geburt der Verfassung der Vereinigten Staaten anerkennt. Die Resulution benennt George Washington und Ben Franklin als zwei beachtenswerte Gestalter der Verfassung, welche "bekannt dafür waren, dass sie die Konzepte der Sechs Nationen der Konföderation der Iroqois sehr verehrten." Eines dieser Konzepte, Das Große Gesetz des Friedens, war besonders signifikant ind inspirierend für die Gründungsväter.

Cracked.com zitiert eine Konferenz von 1987 an der Cornell University bezüglich der Verbindung zwischen der Iroqois Regierung und der Verfassung der Vereinigten Staaten mit dem Titel "Das Große Gesetz des Friedens der Iroqois und die Verfassung der Vereinigten Staaten." Einberufen von dem American Indian Studies Program der Universität untersuchten etwa 200 Wissenschaftler wissenschaftliche und historische Beweise dafür, dass die älteste Demokratie der Welt nicht die der Vereinigten Staaten von Amerika sondern vielmehr die der Sechs Nationen der Konföderation der Iroqois ist.

Eine einfache Suche bringt viele Zeitungsartikel und wissenschaftliche Bücher zutage, die sich damit beschäftigen, was die U.S-Regierung von ihren Gründungsprinzipien der Vorlage der Konföderation zu verdanken hat. Das 200-jährige Jubiläum der Verfassung in 1987 sah einen Dorn in solchen Artikeln angefangen von dem der Washington Post, "Die Iroqois und die Verfassung", über den Artikel der New York Times "Die Verfassung der Iroqois, ein Vorläufer der demokratischen Prinzipien der Kolonisten" bis hin zu dem von National Geographics "Von einem souveränen Volk zu einem anderen".

Die Buchtitel aufzulisten, die sich mit diesem Thema beschäftigen, würde mehr Raum beanspruchen, als wir haben - einschließlich Bruce Johansens "Vergessene Gründer: Wie die Indianer halfen, die Demokratie zu formen", Nancy Dieter Egloffs ""Sechs Nationen Ignoranter Wilder: Benjamin Franklin und die Iroqois Liga der Nationen" und Kirke und Lynn Shelby Kickingbirds "Indianer und die Verfassung der Vereinigten Staaten: Eine vergessene Hinterlassenschaft".

Als die ersten Europäer in den Nordosten der Neuen Welt schwappten, weit ab davon, eine organisatorisch unbefleckte Seite zu finden, auf der man ein brandneues Regierungssystem installieren konnte, sollte es Teil des Lehrplans für Studenten in Amerika sein, zu verstehen, dass sie statt dessen auf eine hoch organisierte, sehr starke Allianz von fünf Nationen stiessen, die ein Territorium gigantischen Ausmasses kontrollierten vom St- Lawrence Strom südlich bin nach Pennsylvania und welstlich bis nach Illinois. Die Liga der Iroqois war und ist die älteste mitwirkende Demokratie der Erde.

Wer trotzdem den Originalartikel lesen möchte:
http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2012/05/18/american-history-myths-debunked-no-native-influence-on-founding-fathers-113702#ixzz1vtZBkaMR
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Re: Indianer und erste weiße Siedler

Beitragvon Elk Woman » Fr 25. Mai 2012, 23:06

Schon mal von mir ein großes Lob und "Dankeschön" an Bärbel für die Übersetzung !

e.
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Re: Indianer und erste weiße Siedler

Beitragvon Bärbel » Sa 26. Mai 2012, 14:52

Und hier Teil 2:

Amerikanische Geschichts-Mythen entlavt: Columbus entdeckte Amerika


Wenn wir uns weiter den viel gelesenen Artikel von Cracked.com, "6 lächerliche Lügen, die Du glaubst betreffend der Gründung von Amerika" angucken, betrachten wir nun Mythos Nr. 4: Columbus hat nicht Amerika entdeckt: Wikinger vs Indianer.
[...]
Okay, lasst uns das erste, uns anstrahlende Problem aus dem Weg räumen. Ja, es wird immer noch in den meisten amerikanischen Schulen gelehrt, dass Columbus Amerika "entdeckte", aber wir alle kennen die Absurdität dieses "Fakts" auf vielerlei Ebenen. Erstens konnte Columbus Amerika nicht "entdecken", da man nichts entdecken kann, was bereits existiert und bevölkert ist. Deshalb ignorieren wir den "Entdeckungs"-Teil dieses Mythoses und beschäftigen uns statt dessen mit der zweiten Komponente, die besagt, dass es ebenfalls absolut offensichtlich ist, dass Columbus weit davon entfernt war, der erste Europäer zu sein, der die "Neue Welt" erreichte (nochmal, etwas kann nicht "Neu" sein, wenn es in Wahrheit alt und bewohnt ist).

Der Mythos von Cracked.com: Amerika wurde 1492 entdeckt da Europäer dank der Renaissance und der Aufklärung anfingen, neugierig auf die Aussenwelt zu werden.
Ja, das ist ein Mythos. Die Aussage von Cracked.com ist, dass Columbus weit davon entfernt war der erste Europäer zu sein, der auch nur die Küste fand. Diese Ehre gebührt den Wikingern, den legendären altnordischen Kriegern und Entdeckern, die vom späten 8. Jahrhundert bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts große Teile der Welt ausraubten und besiedelten. Und so waren es die Wikinger und nicht Columbus, die den ersten Kontakt zu Indianern hatten. Und wahrscheinlich wünschten, sie hätten nicht.

Die Beweise scheinen zu zeigen, dass Wikinger bereits im 10. Jahrhundert Kontakt mit Indianern hatten, als sie die Nordostküste, welche sie Vineland (oder Vinland) nannten, erkundeten. A.M. Reeves, N.L. Beamish und R.B. Anderson gehen in ihrem 1906 veröffentlichten "Die Altnordische Entdeckung Amerikas" sehr detailliert auf die Begegnungen zwischen den wilden Wikingern und den eingeborenen Bewohnern Vinlands ein.

Vinland erhielt seinen Namen von einem Gefangenen Leif Erikson´s, der entkam, als eine Gruppe Wikinger im heutigen Bostoner Hafen landeten und diesen erkundeten. In Sorge, sein Gefangener Tyrker(den er mochte) könnte von Indianern, die die Wikinger zu respektieren (und mach einer mag sagen fürchetn) gelernt hatten, erschlagen worden sein, sendeten sie einen Suchtrupp nach ihm aus. Aber anstatt ihn tot zu finden, fanden sie ihn im Zustand aufgeregter Freude. Der Germane Tyyker war nicht weit vom Lager und trug einen ganzen Arm voll wilder Weintrauben (fast so, wie es sie in seinem Heimatland gab), welhalb Erikson und die Wikinger diese "neue" Welt Vinland nannten.

Auf Seite 319 sagen die Autoren von "Die Altnordische Entdeckung Amerikas" einfach und eindeutig, dass Columbus die "Entdeckung" Amerikas um etwa 500 Jahre verpasst hat: Die Sagen beinhalten sehr klare und interessante Angaben über die verschiedenen Produkte Vinlands und die Eingeborenen, mit denen unsere altnordischen Entdecker in Kontakt kamen. Was ich zu diesem Zeitpunkt betonen möchte, ist der Punkt, dass Leif Erikson der erste Europäer und der erste Christ war, der seinen Fuß auf amerikanischen Boden setzte und als solcher verdient er einen besonderen Platz in der Geschichte unseres Landes.

Die Sprache ist ein wenig schwülstig und bestimmt recht europabezogen, aber bedenkt, es wurde vor mehr als hundert Jahren geschrieben. Der Punkt ist, die Geschichte von Columbus, die so viele Millionen von Kindern lernen, ist ein Mythos.

Es gibt viele Bücher, die die These unterstützen, dass die Wikinger diejenigen waren, die die ersten Begegnungen mit Indianern hatten (mit den Basken als zweiten, beschrieben in dem sehr empfehlenswerten Buch "Cod: Eine Biografie des Fisches, der die Welt änderte" von Mark Kurlansky sowie in Annete Kolodnys "Auf der Suche nach dem ersten Kontakt: Die Wikinger von Vinland, die Menschen des Landes der Dämmerung" und der anglo-amerikanischen Angst der Entdeckung" (welche wir noch besprechen werden), Charles C. Manns "1491" und William F Fitzhugh und Elisabeth Wards "Wikinger: Die Nordatlantische Saga". Diese und viele andere Bücher tun viel dafür, die beeindruckenden Beweise für die Anwesenheit von Wikingern in Nord Amerika zu verbreiten, wobei manche Wissenschaftler die Wikinger so weit südlich plazieren wie das heutige North Carolina und so weit westlich wie Oklahoma.

Cracked.com sagt "Nach einigen Jahrzehnten des sich an die Küste von Vinland Anschleichens, um dort die ausgedehnten Wälder zu plündern, begannen die Wikinger 1005 Nord Amerikas zu besiedeln. Nachdem sie dort mit Vieh, Vorräten und 100 bis 300 Siedlern gelandet waren, errichteten sie die erste erfolgreiche Europäisch-Amerikanische Kolonie ... für die Dauer von zwei Jahren. Dann haben die Indianer ihnen einen Tritt verpass und sie aus dem Land geworfen, sie schossen dem obersten Wickinger einen Pfeil mitten ins Herz.

Wir glauben, Cracked.com spricht von der Geschichte von Leif Ericsons Bruder Thorwald, der mit einer Mannschaft von 30 Mann nach Neufundland segelte und den Winter in Leifs Lager verbrachte. Sowohl in dem bereits erwähnten "Die Altnordische Entdeckung Amerikas" als auch in Robert Wemicks "Die Wikinger", welches 1979 veröffentlicht wurde, wird die Geschichte von Thorwalds Ableben erzählt.

Thorwald griff neun Indianer Neufundlands an, die unter drei Kanus aus Leder schliefen, und schaffte es, alle ausser einen zu töten. Der eine, der entkommen war, kehrte mit Verstärkung zurück. Ein Kampf entbrannte und Thorwald wurde von einem Pfeil, der ihn ins Herz traf, getötet. Er wurde dort begraben, weshalb die Autoren von "Die Altnordische Entdeckung Amerikas" behaupten, dass dieses Grab das erste christliche Grab in der welstlichen Welt ist. Sie schreiben: "Sein Grab wurde mit einem Kreuz markiert, eins am Kopf und eins an den Füssen. Dann kehrte die kleine Gruppe altnordischer Männer, die ihren Anführer verloren hatten, zurück nach Grönland."

Der wirklich wichtige Aspekt, den Cracked.com aufzeigt, ist, dass sie nicht nur die Absurdität der "Entdeckung" Amerikas durch Columbus benennen, sondern dass die ersten europäischen "Siedler", die so oft geehrt werden für die Besiegung und Übernahme oder sonstige euphemistische Bezeichnungen für die Abschlachtung von Indianern, niemals so etwas hätten schaffen können, wenn die indianische Macht, gesund gewesen wäre. Wenn die Wikinger, die eine erfolgreiche Kolonie in Grönland errichten konnten, welche mehr als 500 Jahre überlebte, die als Krieger berühmt waren, Amerika nicht kolonisieren konnten, wie um alles in der Welt sollten ein paar erschöpfte, ungeübte Siedler dies vollbringen. Nun, wenn Du den nächsten Artikel "Amerikas Geschichts-Mythen entlavt: Die Indianer wurden nicht von weissen Siedlern besiegt" liest, der ins Detail über die Plagen geht, wirst Du es wissen.

Originalartikel:
http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2012/05/19/american-history-myths-debunked-columbus-discovered-america-113852#ixzz1vtbovjr0
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Re: Indianer und erste weiße Siedler

Beitragvon Bärbel » Mo 28. Mai 2012, 09:18

und nun Teil 3:

Amerikanische Geschichtsmythen entlarvt: Die Indianer wurden nicht vin weissen Siedlern besiegt
[...]
Mythos Nr. 6 sagt "Die Indianer wurden nicht von weissen Siedlern besiegt.", statt dessen wird gesagt, dass die Indianer von einer Epidemie ausgerottet wurden.

Diese Epidemie waren die Pocken, etwas, dass die Indianer nicht kannten, da es durch ein enges Zusammenleben mit Vieh verursacht wird, so wie es die Bauern in Europa schon seit tausenden von Jahren taten.

Cracked.com stützt sich auf dei PBS-Serie "Schusswaffen, Krankheitserreger und Stahl", welche auf dem Buch von Jared Diamond basiert und aufschlüsselt, wie die Europäer diese und andre Krankheiten, wie z.B. die Grippe uns Masern, mitbrachten und dadurch etwa 90 Prozent der indianischen Bevölkerung in der Zeit zwischen dem Auftauchen von Columbus und der Landung der Mayflower töteten.

"Es wurden mehr Opfer der Kolonisation durch europäische Krankheitserreger getötet als durch Schusswaffen oder Schwerter, was die Krankheitserreger zu dem Tödlichsten der Eroberung überhaupt macht." sagt PBS.org.

Und es gibt zahlreiche Berichte über Briten, die demnach biologische Kriegsführungs betrieben, um daraus einen Vorteil zu ziehen in den späteren Kämpfen mit den Indianern. Eines der wohl bekanntesten Beispiele hierfür betrifft Lord Jeffrey Amherst, kommandierender General der Britischen Streitmacht in Nord Amerika während der letzten Kämpfe des French & Indian War (1754 - 1763). Die Stadt Amherst, Massachussetts, wurde später ebenso nach ihm benannt wie das Amherst College.

Geschichtliche Erzählungen zeigen, dass Lord Amherst in Auftrag gab, mit Pocken infizierte Decken zu den Indianern geschickt würden, wie z.B. in Carl Waldmans Atlas der Indianer Nord Amerikas über eine Belagerung von Fort Pitt durch die Streitkräfte von Chief Pontiac während der Kapitulation von1763: "Captain Simeon Ecuyer schindete Zeit, indem er pockeninfizierte Decken und Taschentücher zu den das Fort umlagernden Indianern schickte - ein frühes Beispiel biologischer Kriegsführung - was eine Epidemie unter ihnen auslöste. Amherst persönlich hatte diese Taktik in einem Brief an Ecuyer empfohlen."

Um ihre These zu unterstützen, zitiert Cracked.com das Buch 1491: Neue Enhüllungen über die Amerikaner vor Columbus von Charles C. Mann, in welchem Giovanni de Verrazzano, ein italienischer Seemann, beschreibt, das erste Mal die Ostküste Nord Amerikas in 1523 zu sehen. "Er beobachtete, dass die Küste überall ´dicht besiedelt´war, verqualmt von Lagerfeuern der Indianer, er konnte manchmal diese Brände aus hunderten Meilen Entfernung riechen."

Die Aussagen von Cracked.com sagen, es gab zwischen 20 Millionen und 100 Millionen Menschen hier vor der Epidemie, und die gesamte Bevölkerung von Europa betrug 70 Millionen, also ganz ehrlich, die Siedler hätten ohne die Krankheiten, die sie mitbrachten, niemals diese Indianer besiegen können, besonders, da die Wikinger vor ihnen dies nicht geschafft hatten.

Originalartikel:
http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2012/05/20/american-history-myths-debunked-the-indians-werent-defeated-by-white-settlers-113869#ixzz1vtcae2aC
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Re: Indianer und erste weiße Siedler

Beitragvon Elk Woman » Di 29. Mai 2012, 13:49

Anhang zu Teil 2:

Wo Leif Erikson amerikanischen Boden betrat /
L´ Ànse aux Meadows


http://www.wissen.de/thema/historischer-nationalpark-wikingersiedlung-lanse-aux-meadows?keyword=Wiki
(Untermenü 2: Wo Leif Erikson amerikan. Boden betrat) :

In "L´ Ànse aux Meadows National Historic Site" in Ost-Kanada siedelten um das
Jahr 1000 n. Chr. die ersten Europäer in Nordamerika; sie segelten unter der Führung
von Leif Erikson von Grönland aus in den unbekannten Westen und traten in dieser Zeit
erstmals mit indianischen Stämmen in Kontakt.

http://de.wikipedia.org/wiki/L%E2%80%99Anse_aux_Meadows
http://www.pc.gc.ca/eng/lhn-nhs/nl/meadows/index.aspx

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_First_Nations
(Kapitel: Europäischer Einfluss)

Wirklich erfrischend nettes Video auf youtube :
http://www.youtube.com/watch?v=5dDEdPmcvZs


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Re: Indianer und erste weiße Siedler

Beitragvon Bärbel » Di 29. Mai 2012, 16:06

Hihi, den Schluss vom Video fand ich gut: "Ab und zu kommt der Wikinger in uns durch. Dann richten wir ein bisschen Chaos an." :mrgreen:
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Re: Indianer und erste weiße Siedler

Beitragvon Bärbel » Di 29. Mai 2012, 21:11

dann kommen wir mal zu Teil 4

Amerikanische Geschichtsmythen entlarvt: Columbus könnte Jude gewesen sein - und andere unbekannte Fakten
"1492 besegelte Columbus den blauen Ozean", das ist das Sprichwort, welches jedes Kind in der Grundschule lernt. Aber wen interessierts schon, dass er nicht der erste war. Dies ist der Mythos Nr. 3, den Cracked.coms bekannter Artikel "6 lächerliche Lügen, die Du glaubst bezüglich der Gründung Amerikas" anging, oder genauer, dass "Alles, was Du über Columbus weisst ist eine wohl kalkulierte Lüge".

Wir haben uns jeden ihrer Mythen angeschaut, gesehen, wo sie ihre Informationen her hatten und unsere eigene Sichtweise angegeben bezüglich dessen, was wirklich während der Gründungsjahre dieses Landes geschah. Crackeds Mythos bezüglich Columbus besagt zum Teil, dass er "Amerika entdeckte dank einer waghalsigen Reise über den Atlantischen Ozean. Seine Mannschaft kurz davor war, ihn über Bord zu werfen, als Land in Sicht war. Selbst nach der Landung in Amerika hat Columbus nicht bemerkt, dass er einen ganzen Kontinent entdeckt hat, da die damaligen Karten von Amerika bei weitem nicht zu zuverlässig waren. In einer der größten Tragödien der Geschichte stabr Columbus arm und immer noch der Meinung, beinahe Indien entdeckt zu haben."

Also was ist die Wahrheit? Wir haben bereits aufgezeigt, dass Columbus weder etwas "Neues" entdeckt hat noch der erste jenseits des Atlantiks war. Selbst die Wikinger, die wir bereits erwähnten, als wir Mythos Nr. 4 untersuchten, waren nicht die ersten - Indianer selbst überquerten den Atlantik bereits vor Columbus.

"Zwei Indianer erlitten Schiffbruch in Holland etwa um 60 v Ch und wurden zu großen Kuriositäten in Europa" schrieb James Loewen in Lügen, die meine Lehrer mir erzählten: Alles, was Dein Geschichtsbuch über Amerika falsch wiedergibt.

Und in seinem ersten Buch 1421: Das Jahr, in dem China die Welt entdeckte argumentiert Gavin Menzies, dass eine riesige chinesische Flotte die Welt umsegelte längst bevor Europäer überhaupt an Entdeckungen dachten.

So dass nun, wo wir 100 Prozent sicher sind, dass Columbus nichts "entdeckt" hat und dass er auf keiner signifikanten Reise war, da dies schon so viele vor ihm getan hatten, was ist mit dem Teil, wo die Geschichtsbücher sagen, er sei arm gestorben? Recherchiere im Internet nach "Columbus starb ohne einen Pfennig", so wie es Cracked.com tat, und Du wirst diesen Mythos ebenfalls sehen. Columbus starb als wohlhabender Mann im Jahr 1506 und hatte sogar eine gute Vorstellung davon, was er gefunden hatte, als er in der "Neuen Welt" landete. In dem Logbuch zu seiner dritten Reise in 1498 schrieb er "Ich glaube langsam, dass dies ein Kontinent ist, der bislang unbekannt war."

Eine Geschichte, die von CNN.com am 20.Mai, dem 508ten Jubiläum von Columbus Tod, veröffentlicht wurde, vermutet, dass Columbus ein noch größeres Geheimnis gehabt haben mag als alles, was wir bisher erwähnten. Charles Garcia, Geschäftsführer von Garcia Trujillo, einem Unternehmen des Hispanic Marktes, und die Autoren von Führungsseminare der Leute im Weissen Haus, schrieben, dass ihrer Meinung nach neue Beweise darauf hindeuten, dass Columbus möglicherweise ein "Marrano" war oder eine Person, die die Konvertierung zum Katholizismus nur vorheuchelte, während er im Verborgenen weiterhin das Judentum praktizierte.

"In letzter Zeit sind einige spanische Wissenschaftler zu dem Schluss gekommen, dass Columbus ein Marrano war, dessen Überleben im Angesicht der brutalen, und systematischen ethnischen Säuberung davon abhing, jegliche Beweise seines jüdischen Hintergrundes zu verstecken." Garcia schrieb für CNN: Wenn er solche Verfolgung am eigenen Leib erfahren musste, warum verfolgte er dann die Indianer derart heftig?

Columbus musste auf jeden Fall seinen Investoren Gewinn einbringen und fing mit der Sklaverei an, als einfach reiche nicht weiterkamen.

Cracked.com zitiert Wie Amerikas erste Siedler die persönliche Sklaverei erfanden: Entmenschlichung der Indianer und Afrikaner mit Hilfe von Sprache, Gesetz, Schusswaffen und Religion von David K. O´Rourke. Bereits nach seiner ersten Reise stellte er sich vor, wie er die Indianer, die er getroffen hatte, versklaven konnte:: "Sie würden gute Diener abgeben ... wenn es dem Herrn gefällt, werde ich deshalb zum Zeitpunkt meiner Abreise sechs Indianer mitnehmen für eure Hoheit." schrieb er in sein Logbuch am 11. Oktober 1492, welches erwähnt ist in Nach Amerika und rund um die Welt: Die Logbücger von Christopher Columbus und Ferdinant Magellan von Adolph Caso.

Und warum springen die Geschichtsbücher von Columbus in 1492 zur Ankunft der Pilgerväter in 1620? Cracked.com sagt, das ist, weil Geschichtsbücher und Filme "keine großen Fans sind von dem, was Weisse in der Zeit zwischen 1492 und 1620 in Amerika gemacht haben - nach Gold graben und sich gegenseitig aufessen."

Loewen erwähnt dies in Lügen, die mir meine Lehrer auftischten, wenn sie darüber sprachen, warum wir Jamestown ignorieren, was tatsächlich vorher errichtet wurde "Historiker konnten kaum für Virgina werben ... Das Verhältnis der Bewohner Virginias und Indianer war größtenteils abstoßend ... die frühen Bewohner Virginias zankten, waren faul und sogar kanibalistisch. Sie verbrachten ihre frühen Tage damit, Löcher in den Boden zu graben, vergeblich nach Gold suchend anstatt Feldfrüchte zu pflanzen. Bald hungerten sie und gruben vergammelte Feldfrüchte der Indianer aus, um sie zu essen, oder verdingten sich bei indianischen Familien als Diener ." schrieb er.

Er schrieb ebenfalls darüber, dass es die Epidemie, bzw. die Pocken, waren, die die Indianer besiegten. Wir schrieben darüber in "Amerikanische Geschichtsmythen entlarvt:: Die Indianer wurden nicht von weissen Siedlern besiegt." Sogar John Winthrop, Gouverneur von der Kolonie Massachussetts Bay,nannte die Epidemie "wundersam" schreibt Loewen in seinem Buch. "1634 schrieb er an einen Freund in England: Aber Gott hat die Indianer dieser Gegend heimgesucht, denn im Umkreis von 300 Meilen ist der größte Teil von ihnen von den Pocken dahingerafft worden, welche immernoch unter ihnen wüten."

Die letzte Aussage, die Mythos Nr. 3 von Cracked.com erwähnt, ist das "Mysterium", welches den Verlust der Kolonie Roanoke umgibt und wie auch dies unter den Teppich gekehrt wurde. Die gesamte Gruppe verschwand von der Bildfläche und hinterließ eingeritzt in einenPfosten das Wort "Croatoan" - der Name einer nahegelegenen Insel, die von Indianern bewohnt war. Cracked.com zitiert Die verlorenen Felsen von David La Vere, wo von Lohn Lawson die Rede ist, ein Landvermesser, der 1701 notierte "Indianer mit bestimmten europäischen Charakteristiken und Gewohnheiten" als er die Gegend besuchte.

Vier Mythen zerplatzt, zwei fehlen noch. Lies demnächst, wie indianische Kultur alles andere als primitiv war.

Originalartikel:
http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2012/05/21/american-history-myths-debunked-columbus-might-have-been-jewish-and-other-unknown-facts-114104#ixzz1vtdzNaLI
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Re: Indianer und erste weiße Siedler

Beitragvon Elk Woman » Di 29. Mai 2012, 22:33

Ergänzung zu :

Die letzte Aussage, die Mythos Nr. 3 von Cracked.com erwähnt, ist das "Mysterium", welches den Verlust der Kolonie Roanoke umgibt und wie auch dies unter den Teppich gekehrt wurde. Die gesamte Gruppe verschwand von der Bildfläche und hinterließ eingeritzt in einenPfosten das Wort "Croatoan" - der Name einer nahegelegenen Insel, die von Indianern bewohnt war.


http://de.wikipedia.org/wiki/Roanoke_(Kolonie)

Dem Geheimnis um Roanoke Island ist man bis heute auf der Spur:
Das Schicksal dieser “Lost Colony” ist bis heute ungeklärt.

Im Laufe der Zeit haben sich viele Mythen und Legenden um diese Kolonie gebildet.

Was das Wort “Croatoan” angeht, so glauben einige, es handelt sich um den Namen eines Indianerdorfes,
wieder Andere sagen, es ist der Name einer Nachbarinsel.

Wo genau diese Siedlung gestanden hat, lässt sich nicht mehr genau rekonstruieren.

http://wortman.wordpress.com/tag/roanoke-island/

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