Crafts and Arts & Crafts




(Indianische) Kunsthandwerker/-innen und ihre Arbeit
(Native American) artisans & their work

Moderatoren: Elk Woman, Bärbel

Crafts and Arts & Crafts

Beitragvon Elk Woman » Mo 21. Mär 2011, 15:44

Hi,

angeregt durch unseren Neuzugang am Wigwamfeuer und die Bemerkung in der persönlichen Vorstellung "handwerklich tätig" zu sein, wollte ich unbedingt mal wieder mich mit dem Begriff HANDWERK und KUNSTHANDWERK beschäftigen.

Ich selber hab es nie zu einem erwähnenswerten Können gebracht, obgleich ich mich in etlichen Techniken versucht habe, daher fehlt mir persönlich bestimmt etliches an handwerklich praktischen Fähigkeiten, aber es ist durchaus immer ein interessantes und vielseitiges Thema.


Also, schauen wir uns erst einmal den groben Unterschied an :

Handwerk: "Als Handwerk werden zahlreiche gewerbliche Tätigkeiten bezeichnet, die Produkte meist auf Bestellung fertigen oder Dienstleistungen auf Nachfrage erbringen. Der Begriff bezeichnet auch den gesamten Berufsstand. Die handwerkliche Tätigkeit steht der industriellen Massenproduktion gegenüber."
http://de.wikipedia.org/wiki/Handwerk

"Der Begriff Kunsthandwerk steht für jedes Handwerk, für dessen Ausübung künstlerische Fähigkeiten maßgebend und erforderlich sind. Die Produkte des Kunsthandwerks sind in eigenständiger, handwerklicher Arbeit und nach eigenen Entwürfen gefertigte Unikate (Autorenprodukte).
Das Kunsthandwerk wird, wie das verwandte Kunstgewerbe, der Angewandten Kunst zugeordnet. Es ist jedoch mit dem Kunstgewerbe, das Gebrauchsgegenstände auch in Serie, maschinell und nach fremden Entwürfen reproduziert erzeugt, nicht gleichzusetzen."
http://de.wikipedia.org/wiki/Kunsthandwerk

Und nun nachfolgend zu einem der zahlreichen Kunsthandwerke, die uns immer wieder ob ihrer kreativen Fülle und Einzigartigkeit begeistern !

-------------------------

Beadwork


Stickereien / Allgemein :

"Sticken ist eine textile Technik, bei der ein Trägermaterial (Stoff, Leder, Papier) mittels Durchziehen oder Aufnähen von Fäden verziert wird. Es gibt eine Vielzahl von Sticktechniken.
Von den Chinesen von alters her gepflegt, war die Stickerei auch den alten Indern und Ägyptern bekannt. Diese gingen in ihren verzierenden Zeichnungen noch nicht über geometrische Figuren hinaus, wogegen die Assyrer zuerst Tier- und Menschengestalten auf ihren glatt anschließenden Kleidern und Vorhängen zur Darstellung brachten. Von ihnen lernten die Griechen und von diesen die Römer, welche die Stickerei phrygische Arbeit nannten. Im Mittelalter wurde sie in den Klöstern im Dienste des Kultus für geistliche Gewänder und Altarbekleidung (Paramente) gepflegt.
Ihre Arbeiten wurden vom 11. Jahrhundert an von arabischen Kunstanstalten übertroffen. Seltene Beispiele, wie ein deutscher Kaiserkrönungsmantel, zeugen noch heute von der Höhe der damaligen Stickereikunst. Mit der geistigen Bildung kam auch die Kunst des Stickens in weltliche Hände. Erst in England, später aber in Burgund erreichte sie im 14. Jahrhundert die höchste Ausbildung und ist seitdem langsam bis auf unsre Zeit ganz in Verfall geraten, wo auch sie an der allgemeinen Hebung des Kunstgewerbes ihren Anteil erhielt und jetzt eine verständnisvolle Pflege, zum Teil durch größere Ateliers (Bessert-Nettelbeck in Berlin), findet.
Die Stickerei verziert nicht nur, sondern sie bedeckt oft den ihr zu Grunde gelegten Stoff ganz; man könnte danach Weiß- und Buntstickerei unterscheiden, wenngleich auch bei der letzteren zuweilen der Grund frei stehen bleibt.

Die Art der im Mittelalter hochberühmten Goldstickerei, die so wunderbare Wirkung hervorbrachte, wie man sie noch an den in Wien aufbewahrten so genannten burgundischen Gewändern (Kaseln) aus dem 15. Jahrhundert sieht, ist technisch sehr von der unsrigen verschieden. Während jetzt die Goldfäden wie andre Fäden behandelt werden, legte man sie früher parallel nebeneinander und nähte sie mit Überfangstichen fest. Auf den so erst gebildeten Grund wurde nun mit Plattstich die eigentliche Stickerei gesetzt, durch welche das Gold hindurchschimmerte (Reliefstickerei). Die heutige Gold- und Silber-Kannetillestickerei nähert sich schon der Perlenstickerei. Dieses reihenweise Aufnähen billiger Glasperlen hat dadurch, dass es den Grundstoff schwer und unbiegsam macht, viel zum Verfall der Kunst beigetragen."
http://de.wikipedia.org/wiki/Sticken

Perlenstickereien:
http://books.google.de/books?id=u25a-gLu4yAC&pg=PA166&lpg=PA166&dq=geschichte+der+perlenstickereien&source=bl&ots=5UbsBDfybc&sig=lY7Kls3UvnurpazDk6-ou8ZF6y8&hl=de#v=onepage&q&f=false
(Beispiel europ. Stickereien in Verbindung mit Perlen vor 1847)


Beispiel in Deutschland

"Mömbris und seine Perlen".

"Anfang dieses Jahrhunderts entstand im Mömbriser Raum ein Zentrum der Perlenstickerei sowie der Zigarrenindustrie. In beiden Industriezweigen waren vor allem Frauen, die „wahrhaften Perlen", beschäftigt. Der Bedarf an Verdienstmöglichkeiten der Kahlgrundbevölkerung wurde von ortsfremden Unternehmern genutzt und so siedelten sie verstärkt ihre Werkstätten aufgrund der günstigen Arbeitskräfte im Kahlgrund an. Noch bis 1903 mussten auch kleine Kinder und alte Frauen die Perlen und Flitter auffädeln. Den Kleinen nahm es die Kindheit, den Alten das Augenlicht. Die Perlenstickerei ging in den dreißiger Jahren immer mehr zurück, weil das Arbeitsangebot in der Zigarrenindustrie etwas lohnender erschien."
http://www.moembris.de/main_gemeindeleben_gemeindeportrait_historisches.html

Zur Geschichte der Perlarbeit in Nordamerika

http://www.glasperlenarbeiten.de/geschichte.html

"Die Blütezeit der Perlenarbeiten was zweifellos im 19. Jahrhundert. Sie setzte mit der enormen Verbreitung europäischer Glasperlen ein. Sie gewannen als Tauschware immer größere Beliebtheit. Im Laufe des 18. Jahrhunderts gelangten sie bis in Gebiete der Rocky Mountains. Ab etwas 1770 wuchsen die Einfuhren bunter Glasperlen aus Venedig und Böhmen in Nordamerika.
Nach 1800 verdrängten Perlenstickereien zunehmend die alten Borstenarbeiten ( Quill) auch in den Plainsgebieten.

Dabei wird häufig vergessen, dass Perlenarbeiten lange vor der Einfuhr und der Verbreitung der europäischen Glasperlen unter Indianern üblich waren. Perlen wurden aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt, auf Fäden gezogen und zur Ornamentik benutzt.
Benutzt wurde dafür mineralisches Material ebenso wie pflanzliches Material oder tierische Substanzen. Das Auswahlkriterium war eine farbig auffallende, möglichst glänzende Oberfläche. Unter den mineralischen Materialien waren Halbedelsteine wie Türkis ebenso wie Quarz, Schiefer, Seifenstein, Ton, Kupfer, Silber und andere Metalle in unterschiedlichen Größen und Formen.
Benutzt wurden Saatkörner ebenso wie Nüsse, besonders bei den Stämmen des Südostens aber auch des Südwestens.

Die weitaus meisten Perlen der frühen Zeit wurden aus tierischen Substanzen gefertigt. Grundlagen waren Knochen, Horn, Zähne, Klauen und Elfenbein, die in die gewünschte Form und Größe geschnitzt und geschliffen und dann durchbohrt wurden. Natürlich fanden auch echte Perlen aus Muscheln Verwendung, aber eine der ältesten Methoden war die Fertigung von Perlen in Form von Scheiben, Tuben oder Spindeln aus Muschelschalen oder Schneckengehäusen. "
http://home.arcor.de/highhawk/beadwork.htm

So, das war erst der Versuch eines Einstiegs in das Thema, an Hand verschiedener Quellen und auch der "Versuch" hier Interesse an einem Wissensaustausch zu wecken.

LG,
elk
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Re: Crafts and Arts & Crafts

Beitragvon Hetane » Di 22. Mär 2011, 20:25

Hallo >Elk Woman<

für einen "Einstiegs - Versuch" in dieses Thema ist dieser Eröffnungsbeitrag schon recht informativ und sicherlich nicht in ein paar Minuten vorbereitet, meine Anerkennung dazu.

Diese Thematik ist natürlich sehr umfangreich und bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Für mich selbst wäre dieses
Thema ziemliches Neuland, ein Thema, mit welchem ich mich bislang nur oberflächlich beschäftigt habe. Meine eigenen handwerklichen Fähigkeiten beschränken sich leider auf meinen Beruf im Bauhandwerksgewerbe.

Bezüglich der Indianer sind mir zwei historische Künstlerinnen bekannt, welche in den Bereichen Töpferei und Korbflechterei großartiges zu Stande gebracht haben, wäre aber mehr etwas im Bereich der Thematik Biografien.

Grüße

Hetane
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Re: Crafts and Arts & Crafts

Beitragvon Elk Woman » Di 22. Mär 2011, 23:02

Hi, Hetane,

auch "vom Bau", wie schöön ! :P ( d.h. mein berufliches Interesse liegt ja auch dort "irgendwie"; ist das spannenste Berufsumfeld was ich mir denken kann, d.h. "im nächsten Leben" bestimmt wieder in die Richtung :mrgreen: )

Warum nicht über Töpferei und Korbflechterei, also immer her damit, falls Du was auf Lager hast , ob historisch oder Gegenwart, alles kann hier gesammelt werden und ist sicher für manch Anderen auch noch mal wieder interessant.
Außerdem wählte ich bewußt ja Handwerk und Kunsthandwerk", denn ich hab mit vorgenommen
( wenn ich mir die Zeit dafür dann mal nehme) zu alten Jagdtechniken und dto. Material zusammenstellen, da ich auch eher der recherchierende - und geschichtlich interessierte Typus bin, als der mit hoher Feinmotorik. Lol !
Und was ich bemerkenswert finde ist dabei immer, dass es ähnliche Entwicklungen und Fertigkeiten in mehreren Völkern gab, da den Bogen dann zu indianischen Kulturen zu versuchen, ist eine wahre Fundgrube und macht die Sache besonders spannend.

LG,
elk
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Re: Crafts and Arts & Crafts

Beitragvon Elk Woman » Sa 26. Mär 2011, 13:26

Keramik ( Pottery)

Die Geschichte der Keramik

"Keramik wurde bereits in frühester europäischer Zeit hergestellt. Die ersten Keramikfunde - gebrannte Tonfiguren - stammen aus dem Jungpaläolithikum (Erdzeitalter). In Amerika wurden erst ab 6.900 v. Chr. keramische Gegenstände gefertigt.

Die ersten Erzeugnisse von Menschenhand, die man als "Keramik" bezeichnen kann, treten in der ersten Hälfte der Mittleren Steinzeit - etwa 6000 bis 7000 Jahre vor unserer Zeitrechnung auf.
Die frühesten Gefäße besaßen mannigfaltige Funktionen, so wie als Trink- oder Eßgefäß, als Vorratsbehälter oder auch als Urne, in denen die Asche der Toten bewahrt wurde, oder auch als Grabbeigabe. Tonfiguren waren als menschliche Gebilde geformt und waren Kunstgegenstand oder dienten religiösen Zwecken.

Von einfacher gebrannter, bemalter oder ornamentierter Keramik bis zu höchster Kunstfertigkeit begleitet sie alle Kulturen der Menschheit. Anhand ihrer Einfachheit oder Vollendung lässt sich der Stand der Kultur feststellen."(1)
---------------
"Die nomadisierende Lebensweise der Menschen mit der Ernährung durch Jagd und Sammeln von Früchten, wandelt sich um diese Zeit auch zur Sesshaftigkeit. Es entstanden Ackerbau und Viehzucht. Pflanzliche und tierische Produkte, wie Fruchtschalen und Häute, konnten den zunehmenden Bedarf an Gefäßen zum Transport und zur Vorratshaltung sowie zur Nahrungsbereitung durch Kochen und Braten, nicht mehr erfüllen.

Es ist sicher nicht abwegig anzunehmen, dass mit Ton abgedichtete Reisigkörbe zuerst dem Wassertransport gedient haben. Beim Unglück eines Hüttenbrandes blieb dann in der Asche die Tonabdichtung als selbständiges Gefäß übrig. Mit Gewissheit wurden später geflochtene Körbe als Formen verwendet. Die Menschen hatten erkannt, dass aus dem recht häufig vorkommenden - gut formbaren - Ton, nachdem er dem Feuer ausgesetzt worden war, ein neuer Stoff entstand, mit Eigenschaften, wie sie für Gefäße der verschiedensten Art kaum besser zu wünschen waren. Die ersten Gefäße, oft von Frauen gefertigt, dienten dem Eigenbedarf. Die Geschicklichkeit einzelner hat zweifellos dazu geführt, dass sie sich zu speziellen Töpfe-Machern, also zum Töpfer entwickelten. Die Voraussetzungen zur Befriedigung des neuen Bedarfs waren denkbar günstig, denn geeignete Tone fanden sich vielerorts. Auch das erforderliche Brennmaterial, in den Anfängen Stroh und Holz, war meist in bequemer Nähe zu finden.

Die älteste Keramische Produktgruppe ist das Irdengut (Erdengut), gekennzeichnet durch einen porösen, mehr oder weniger wasserdurchlässigen, farbigen - also nicht weißen - Scherben. Über viele Jahrhunderte hinweg gehören alle hergestellten Keramikprodukte zu dieser Gruppe. Die für manche Gebrauchszwecke störende Wasserdurchlässigkeit wurde in ältesten Zeiten durch Tränken der Scherben mit Ölen oder auch durch Beschichten mit Pech gemildert. Oft ist die Porosität aber auch erwünscht, da die Verdunstung von Wasser an der Gefäßoberfläche den Inhalt kühl hält.

Die beste Abdichtung für poröse Scherben sind die "Glasuren". Fast tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung sind in Mesopotamien und Ägypten diese glänzenden Überzüge schon bekannt gewesen."(2)
----------------

"In Nordamerika existierten im Einzugsgebiet des Mississippi und des Ohio (Adena-Kultur, Mississippi-Kultur) komplexe Gemeinwesen (Templemound-Kulturen), die jedoch kurz vor Ankunft der ersten Europäer untergegangen sind.
Sie strahlten bis weit in den Norden und Westen aus. Im Südwesten der USA entstanden Lehmbausiedlungen mit bis zu 500 Räumen, die so genannten Pueblos.

In der Periode von Pueblo I wird der sogenannte wellenförmige Tongefäßhals eingeführt.
Um 900 n. Chr.(so konnte anhand der Keramik der Beginn der Pueblo-II-Periode festgelegt werden), werden schwarze geometrische Motive auf weißen Untergrund gemalt. Erste Tonkrüge erhalten einen Henkel. Mehrere Keramiktypen verbreiten sich, was den Schluss zulässt, dass die Menschen jener Zeit trotz der immer größeren Entfernungen miteinander kommunizierten.
Ebenso wie der Anfang der Pueblo-II-Periode anhand der Keramik festgestellt wurde, so kennzeichnen auch entsprechende Keramikformen das Ende dieser Periode.

In der Pueblo-III-Phase entsteht die erste mehrfarbige - sogenannte polychrome - Keramik. Besonders kunstvolle Formen entstehen bei der Keramik in der Mimbres-Kultur (http://www.indianerwww.de/indian/keramik_mimbres.htm)

Bei den Mogollon reichen die Wurzeln ihrer Entwicklung bis 6000 v. Chr. zurück und vielleicht bis in die heutige Zeit hinein. Auch sie beschäftigten sich schon mit der Töpferei.

Die Hohokam, die zwischen 300 v. Chr. bis 1500 n. Chr. lebten, bemalten ihre Keramik mit roter Farbe auf lederfarbenen Untergrund.

In der Cliff Dwelling-Siedlung Cliff Palace mit über 217 Räumen und 23 Kivas, die von Richard Wetherill und seinem Schwager Charlie Mason in der Mesa Verde 1888 zufällig gefunden wurde, hatten sie auch Tongeschirr, Schalen und Krüge entdeckt.

Im Pueblo Aztec - einen Außenposten des Chaco Canyon, welches ab 1110 n. Chr. erbaut wurde, fand man unterschiedliche Stilformen in Farbe und Ornament an den Keramik-Gegenständen."(1)

Quellen:
(1) http://www.indianerwww.de/indian/keramik.htm
und
(2) http://www.ishkeramik.de/gesch.html

siehe auch : http://home.vrweb.de/herbysmusic/technik.html
und : http://www.indianer-welt.de/nord/suedwest/mogol-mimbres.htm

Kleiner Abstecher nach:
- Süd- und Mittelamerika-
http://www.goldgrubenkeramik.de/cmsimpl ... telamerika


und zur :
- Keltischen Keramik-
http://www.goldgrubenkeramik.de/cmsimpl ... hsgeschirr
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Pottery

Beitragvon Hetane » Sa 26. Mär 2011, 17:19

Hallo "Elk Woman"

wiederum ein interessanter Beitrag zum Thema Keramik, der u. a. aufzeigt, wie umfangreich dieses Gesamtthema Kunst und Kunsthandwerk gefächert ist. Zum Thema Pottery habe ich mich in zurückliegender Zeit mit dem Lebenswerk einer indianischen Künstlerin beschäftigt, werde es zeitnahe unter Biografien einstellen.

Grüße

Hetane
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Re: Crafts and Arts & Crafts

Beitragvon Elk Woman » Mi 4. Dez 2013, 16:47

Basket


Wundervolle Native Korbflechtarbeiten :

An Activist's Baskets: The Unique Art of Shan Goshorn [16 Photos]

Shan Goshorn gehört zur Eastern Band of Cherokee

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2013/12/03/activists-baskets-unique-art-shan-goshorn-16-photos-152549

http://www.youtube.com/watch?v=tfP_91W8ngM

http://www.shangoshorn.com/

https://www.facebook.com/shan.goshorn

-----------------------------

Geschichte der Korbflechterei :

http://www.korbwerkstatt.de/html/historie.html


Korbflechterei :

"In den Tälern entlang der vielen kleinen Flüsschen wachsen die Weiden ... und sie wachsen und wachsen! Während der ersten Monate des Jahres schneiden die Bauern zusammen mit ihren Familien die Weidenruten, die anschließend geschält und gebündelt werden.

Um diese Ruten für die Weiterverarbeitung besonders geschmeidig zu machen, werden sie in großen, rechteckigen Trögen stundenlang gekocht. Danach beginnt die zeitraubende Arbeit des Flechtens. Es ist eine Freude, den versierten Flechtern dabei zuzuschauen, wie sich die einfachen Weidenruten in schöne, kunstvolle Gegenstände, wie Möbelstücke, Körbe, Tierfiguren und vieles mehr verwandeln. Die Kreativität der Flechter kennt dabei keine Grenzen."
(Quelle : Madeira Weberei)
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Re: Crafts and Arts & Crafts

Beitragvon Elk Woman » Mo 13. Jan 2014, 00:18

Besonders schöne Stücke von Beadwork der Native americans:


http://news.nativeamericanencyclopedia.com/post/73035771244/beautiful-beadwork-beadwork-nativeamerican


rbntset-300x288.jpg
rbntset-300x288.jpg (37.85 KiB) 609-mal betrachtet
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Re: Crafts and Arts & Crafts

Beitragvon Elk Woman » Mo 13. Jan 2014, 18:03

Indianische Sculpuren

"Seit prähistorischen Zeiten haben Indianer schon Skulpturen angefertigt.
Die früheste Form waren Schnitzereien, wie Fetische von Tieren, die oft in religiösen Zeremonien verwendet wurden ( bei den Zuni = Ahlashiwe).

Heute arbeiten die Künstler unter den Native Americans /First Nation mit Kalkstein / Speckstein, Alabaster, und anderen natürlichen Materialien, um Steinmetzarbeiten herzustellen.
Das ist eine künstlerische Darstellung und dient nicht zu zeremoniellen Zwecken. Die Native American Skulpturen stellen oft alltägliches oder traditionell typisches, in einer sehr realistischen Art und Weise, dar. Die auch sehr bekannten amerikanischen Ureinwohner Skulpturen Büsten sind oftmals aus Bronze oder Holz gefertigt."


Wen faszinieren nicht die Sculpturen von Indianern..?

Zuerst faszinierte mich persönlich die Sculpture „End oft he Trail“ von James Earle Fraser (im National Cowboy & Western Heritage Museum in Oklahoma City stehend):

"Die Darstellung eines American Indians, der zusammengesackt auf dem Pferd sitzt und so das Schicksal der Ureinwohner während der Expansion in Richtung Westen symbolisiert , geschaffen vom Bildhauer James Earle Fraser (1876-1953)."

Nun suche ich verzweifelt( nach Erscheinen eines Artikels in der indiancountrytodaymedianetwork zum Casino ) den Erschaffer der Statue „Apachen Krieger mit Stick und Reifen“
(vor dem Apachen Gold Casino in AZ stehend ) - und bin noch nicht fündig geworden… ( Wer weiß was :?: - Eventuell auch eine Sculpure von Allan Houser ???)


Das veranlasst mich aber mal generell ein paar Links (auch von Nicht-Indianern gefertigte Indianer-Sculpturen)
hier zu hinterlegen :

http://www.estellaloretto.com/bio.html

http://www.judhartmanngallery.com/

http://www.snowwowl.com/naartsculpt.html

http://barryeisenach.com/

http://www.cigarstoreindianstatue.com/

http://home.fotocommunity.de/Iffcountry/index.php?id=530551&d=23351456


http://www.martinkessler-art.ch/nordamerika/kanada/CDN%20-%20Quebec%20%20Indianerskulpturen.pdf
(leider kein anderes Bild, als in dem Artikel, von der beeindruckenden Plastikgruppe gefunden)


- und das hatten wir schon besprochen (Events):
http://www.skd.museum/de/sonderausstellungen/tecumseh-keokuk-black-hawk/


- und nicht vergessend Allan Houser :

http://www.indianart.us/

http://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Houser

http://www.iwanowski.de/blog/2013-12-27/allgemein/usa-texasmittlerer-westen-allan-houser-ein-apache-erobert-die-kunstwelt.html
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Re: Crafts and Arts & Crafts

Beitragvon Elk Woman » Di 14. Jan 2014, 13:24

Noch ein wenig "Wisssen" zu den Indianischen Sculpturen :

"Wie in vielerlei indianischer Kunst, gab es ursprünglich viele verschiedene native Skulptur-Traditionen in Nordamerika.

Im Südwesten schnitzten indianische Bildhauer kleinen Steinfiguren in tierischen, menschlichen und übernatürlichen Formen, in der Regel als "Geschichtenerzähler" oder die bekannten "Fetische". Einige, wie Zuni Fetische, waren Totems mit eingelegten Augen und Herz-Linien, andere, wie die Navajo Märchenerzähler, wurden zusammen in 'Fetisch-Halsketten " aufgereiht.
Man fand geschnitzte und in Töpferöfen gebrannten Figuren aus Ton, der Pueblo Künstler und die aus Vollpappelwurzeln aufwendig geschnitzten Hopi Kachina Puppen.

Im Nordwesten waren indianische Holzschnitzer besonders bekannt für ihre eindrucksvollen Totempfähle und komplizierten Bentwood Boxes.

Die Ojibwa und anderen nördlichen Plains-Indianer für ihre geschnitzten Pfeifen und zeremonielle Gegenstände aus Catlinit Ton (auch als Pipestone bekannt).
Die Irokesen-Stämme und ihre entfernten Verwandte, die Cherokee, waren für ihre kunstvollen Holzmasken bekannt, und die Algonkin-Völker des Ostens für ihre geschnitzte Stäbe und Schalen vor allem aus Baumwurzeln.

Weiter im Norden, die Inuit, schnitzten zeremonielle Tanzmasken aus Holz und Figuren aus Elfenbein und Speckstein.

Natürlich, gab es schon rege Handels- Routen zwischen den Ureinwohnern in Nordamerika, so dass die Kunstwerke sich weiter in andere Kulturkreise verbreiteten.

Nach der Kolonisierung und Vertreibung aus ihren Heimatländern wurde es schwer für indianische Bildhauer ihre traditionellen Materialien zu finden.
Heute verwenden viele zeitgenössische indianische Bildhauer auch westlichen Materialien und Techniken, um damit die Ureinwohner, ihre Erfahrungen und Themen darzustellen."


Nachtrag :
„Wenn Sie vorhaben, Skulpturen, Figuren, Schnitzereien, die tatsächlich von den Indianern hergestellt wurden, zu kaufen, ( entweder, weil es Ihnen wichtig ist, authentische Sachen zu haben oder weil Sie die Ureinwohner mit Ihrem Kauf unterstützen wollen), dann ist nachfolgend eine Liste der indianischen Bildhauer, deren Schnitzereien online verfügbar sind. Wenn Sie eine Website der indianischen Skulptur zu dieser Liste hinzufügen, lassen Sie es uns wissen . Wir werben gerne für jeden einzelnen einheimischen Native-Künstler hier kostenlos, sofern alle Schnitzereien vom Stamm als von American Indian, von Inuit oder First Nations Künstlern anerkannt wurde.
Vielen Dank für Ihr Interesse an der amerikanischen Ureinwohner-Kunst! „

Quelle:

http://www.native-languages.org/sculpture.htm
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Re: Crafts and Arts & Crafts

Beitragvon Elk Woman » Di 25. Feb 2014, 00:54

Nachtrag zu Allan Houser :

11 Little-Seen Drawings by Modernist Apache Sculptor Allan Houser


Allan Houser, or Haozous (1914-1994), an enrolled member of the Fort Sill Apache Tribe, is known as one of the preeminent American artists of the 20 th century. His sculptures are exhibited all over the world alongside those of other modernists -- yet both of his parents were still considered Chiricahua Apache prisoners of war until shortly before Allan's birth.

Allan Houser, oder Haozous (1914-1994), ist ein eingeschriebenes Mitglied im Fort Sill Apache Stamm und gilt als einer der herausragenden amerikanischen Künstlern des 20. Jahrhunderts.
Seine Skulpturen sind in der ganzen Welt neben denen anderer Modernisten ausgestellt - doch seine beiden Eltern waren noch Chiricahua Apache Kriegsgefangene, bis kurz vor Allan´s Geburt.

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/gallery/photo/11-little-seen-drawings-modernist-apache-sculptor-allan-houser-153525

Hier könnt ihr 11 seiner "Apachenmotive" bewundern !
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