Abgrenzung und "die Mauer in den Köpfen"..




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Abgrenzung und "die Mauer in den Köpfen"..

Beitragvon Elk Woman » Fr 27. Jan 2017, 17:35

"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!"

Diesen Satz sagt DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 in einer Pressekonferenz.
Zwei Monate später ist die Berliner Mauer gebaut ...
(und sperrte das eigene Volk ein..)


Gegenüberstellung :

"Ich werde eine Mauer bauen lassen" ,
ordnete vor 2 Tagen der 145. US Präsident
Donald ...Trump an.


(Nein keine Geschichte aus Entenhausen, sondern der Versuch eines machtbesessenen US Präsidenten damit
Nachbarländer abzuriegeln und Menschen auszusperren.-
Oder, gar am Ende doch eine Mauer um sich selbst errichtet zu haben..?)


Erste Reaktionen derer, die das `mittragen sollen `..:


Tohono O'odham Nation wehrt sich gegen „Mauerbau“ (Grenzwall zu Mexiko) auf Reservatsland.

"Das Reservatsland im südlichen Arizona umfasst 75 Meilen von der US-Grenze mit Mexiko.
Stammesbürger leben auf beiden Seiten der Grenze und reisen hin und her für Zeremonien,
um Verwandte zu besuchen und für andere regelmäßige Aktivitäten.
.
Stämme in Arizona, Kalifornien, New Mexico und Texas teilen Bevölkerungen, Territorien und heilige Gebiete,
die die US-Mexiko Grenze überspannen.

Aber sie sind nicht im Trump-Auftrag enthalten, der alleinig nur Grenzstaaten als Partner behandelt."


http://www.indianz.com/News/2017/01/26/tohono-oodham-nation-reaffirms-oppositio.asp


dazu auch :

Präsident Trump ignoriert die Stämme bei der Ausführung einer Mauer zu -Mexiko


http://www.indianz.com/News/2017/01/25/president-trump-ignores-tribes-in-execut.asp


"Ein am Mittwoch unterzeichneter Exekutivauftrag behandelt Staaten als Partner,
wenn es um Grenzsicherheit und Einwanderungsdurchsetzung geht.

Aber Stämme, deren Territorien und Bürger direkt von einer Mauer betroffen sind,
wurden gar nicht erwähnt.

Aus diesem Grund sind Stämme in Arizona, Kalifornien, New Mexico und Texas gegen den Bau.
Die Führer der Tohono O'odham Nation haben bereits Trump gewarnt, falls sie ohne ihre Zustimmung
einen Zaun auf ihrem Land bauen wollten.

Indianisches Land wurde bereits von früheren Grenzsicherheitsmaßnahmen ausgeschlossen.

Während der Regierung des republikanischen Präsidenten George W. Bush
befreite der Kongress den Zaunbau aus dem Native American Graves Protection and Repatriation Act
und dem National Historic Preservation Act ".
(Gesetze, die sonst Bundesbehörden benötigen,
betreffs Stammesrecht über ihre Vorfahren, Grabstätten, wichtige Artefakte und Heiligen Stätten.)


e.
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Re: Abgrenzung und "die Mauer in den Köpfen"..

Beitragvon Elk Woman » Di 29. Aug 2017, 16:15

"Ohne Grenzen: Mexiko schickt Konvoi, um Hurrikan-Opfern in Houston zu helfen"

Veröffentlicht am 29. August 2017 /
Von Levi Rickert (Potawatomi Nation)


HOUSTON - Die mexikanische Regierung ist vielleicht nicht bereit, für Trump's Grenzwand zu bezahlen,
aber sie setzen ihr Geld für eine gute Verwendung in dieser Woche ein.

Und das, trotzdem Donald Trump sagte, als er seine Kandidatur für den Präsidenten gewann, dass Mexiko nur ihr schlimmstes sendet,
hat sich ein mexikanischer Marine Konvoi ´von guten Menschen´ auf den Weg zur Nachbarschafts-Hilfe gemacht.

http://nativenewsonline.net/currents/without-borders-mexico-sends-convoy-help-hurricane-victims-houston/



Mexiko rettete amerikanisches Leben nach Katrina.
- Wird Trump deren Hilfe nach Harvey akzeptieren?-

Mexikanische Soldaten begaben sich am 6. September 2005 schon einmal auf dem Weg zur US-Grenze.
Der Konvoi war mit Wasseraufbereitungsanlagen, Mobilküchen und Zubehör für die Opfer des Hurrikans Katrina unterwegs.

Kurz nachdem der derzeitige Präsident Trump wieder am Sonntag morgen twitterte, wie schlecht Mexiko ist und das die Mauer kommt..;
traf der Hurrikan Harvey die Millionenmetropole Houston in einem unvorstellbarem Ausmaß.

Mexiko reagierte genau so wie es nach dem Hurrikan Katrina und sagte als Antwort auf Trump`s Twitter:

"Die mexikanische Regierung nimmt diese Gelegenheit wahr, um ihre volle Solidarität mit den Menschen
und der Regierung der Vereinigten Staaten auszudrücken, für die Schäden, die durch den Hurrikan Harvey in Texas verursacht werden.
Wir haben der US-Regierung Unterstützung und Zusammenarbeit angeboten,
um mit den Auswirkungen dieser Naturkatastrophe umzugehen - wie gute Nachbarn immer in schwierigen Zeiten es tun sollten. "



https://www.washingtonpost.com/news/worldviews/wp/2017/08/27/mexican-troops-saved-american-lives-after-katrina-would-trump-let-them-do-it-again/?utm_term=.8f428005090b

und :

US Hilfsangebot an Mexiko -2005 :
http://www.dw.com/de/hurrikan-patricia-verliert-in-mexiko-an-kraft/a-18802965

_________________________________________________________________________________

Wenn Mexikaner unsere Grenze überschritten haben, um Amerikaner in der Not zu versorgen


"Katastrophen wie Hurrikan Katrina (2005) oder das jetzige (traurige ) `Schauspiel der US-Präsidentschaftspolitik`
zeigen oft die wahre Charakter der Spieler.
Die Mexikaner haben bewiesen, dass sie Nachbarn sind, auf die wir zählen können.
Man kann nur spekulieren, wie Trump die mexikanische (Hilfs-) `Invasion ´gehandhabt hätte,
wenn er Präsident gewesen wäre.
Hätte er die visafreie mexikanischen Soldaten als illegale Einwanderer betrachtet?
Würde er Raps-Kits in San Antonio-Krankenhäusern schicken?

Wir sollten diese Fragen bald beantworten.
Denn die Hurrikan-Saison kommt wieder auf uns zu.
Und du weißt nie, wann du einen freundlichen Nachbarn brauchst und eine heiße Mahlzeit. "



https://www.washingtonpost.com/opinions/when-mexicans-crossed-our-border-to-feed-our-hungry/2015/08/28/347342e4-4cee-11e5-84df-923b3ef1a64b_story.html?utm_term=.9edb135d314f
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Re: Abgrenzung und "die Mauer in den Köpfen"..

Beitragvon Bärbel » So 1. Okt 2017, 07:44

Normaler Weise übersetze ich ja gerne, damit auch die Menschen verstehen, worum es geht, die nicht so gut englisch verstehen. Ich fürchte aber, wenn ich das hier mache, verliert der Beitrag. Deshalb einfach nur so verlinkt:
https://www.usatoday.com/border-wall/story/tohono-oodham-nation-arizona-tribe/582487001/
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Re: Abgrenzung und "die Mauer in den Köpfen"..

Beitragvon Elk Woman » So 1. Okt 2017, 13:49

Danke, liebe Bärbel

das du mein Interesse auf diesen Beitrag lenktest.

Es hat mich tief berührt, insbesondere weil wir nicht den ganzen Umfang so von außen erkennen,
was solch eine undifferenzierte Machtdemonstration eines unberechenbaren Staatsoberhauptes
für die betroffenen Menschen mit sich bringt.

Du hast Recht, man kann das gelesene nicht nur zusammenfassend wiedergeben,
d.h. ich habe mich zwar ob des Umfanges auch Schritt für Schritt mittels Automat. Übersetzung
durchgearbeitet, aber dank meiner Erfahrungen zur Thematik habe ich es auch so verstehen können

man muss schon alles in sich aufnehmen.

Trotzdem wage ich mal 3 Sachen davon heraus zu picken,
bzw. zu zitieren :

"Föderal anerkannte Stämme haben bestimmte Eigentumsrechte unter US-Gesetzen und Verträgen.
Darüber hinaus hat eine weniger bekannte 2007 U.N.-Deklaration einen breiten Schutz der Rechte der indigenen Völker geschaffen.

"Sie reden über die Grenzprobleme", "zwei Dinge, die ich denke, sind eine Lösung:
Wahre Einwanderungsreform für Amerika, um seine Drogenprobleme zu bekämpfen."

Nur ein Stamm sich einer Mauer entgegensetzt, bedeutet das nicht, dass sie ihr Land nicht sichern.
In den vergangenen Jahren haben wir mehr als 3 Millionen Dollar jährlich von unserem eigenen Stammesfonds investiert,
um die Grenze der USA und Mexiko zu sichern und den Menschenhandel durch Drogenschmuggel in Partnerschaften mit der Border Patrol
und unserer Stammespolizei zu stören.

Trump's Wand ist eine schlechte Politik, eine Verschwendung von Steuerzahler Geld.
Kriminelle, werden immer einen Weg über oder unter der Mauer finden."

" Das ist nicht nur ein Tohono O'odham Problem, das ist nicht nur ein internationales Thema zwischen Mexiko und den USA,
das ist eine Weltfrage;
Die Chinesische Mauer, die Berliner Mauer und viele andere Mauern sind gebaut wurden um Menschen zu kontrollieren;
ich glaube in dieser Zeit werden die Leute sagen, dass wir uns nicht mehr von diesen Dinge bestimmen lassen."


“If there was a wall here, we would really feel that disconnection, just spiritually, even mentally.”

“I can’t even fathom the words for this because it is going to change our lives.
It is going to change who we are. The world will change, too.”


Was viele nicht-Stammes-Mitglieder nicht verstehen, ist, dass die Tohono O'odham Leute glauben,
dass ihre Verbindungen zu ihren Vorfahren auch die Zukunft ihres Volkes am Leben erhalten."

e.


big_beten
(Bitte lass den Trumple` das Geld zum Mauerbau nicht zusammenbekommen...)
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Re: Abgrenzung und "die Mauer in den Köpfen"..

Beitragvon Elk Woman » Fr 13. Apr 2018, 17:19

Nachtrag ; bisher hat "er" es noch nicht "zusammenbekommen" ;
dafür hab ich meinen Monats"etat " gerade überzogen,
weil ich ´ganz heiß bin´,

auf diese Neuerscheinung auf dem Büchermarkt ( bzw. E book) :wink: :

https://www.amazon.de/Gr%C3%B6%C3%9Fer-als-das-Amt-Ex-FBI-Direktor/dp/3426277778

big_ok
e.
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Re: Abgrenzung und "die Mauer in den Köpfen"..

Beitragvon Elk Woman » So 13. Mai 2018, 14:19

Sorry, an alle, die sich vielleicht daran gewöhnt haben hier fast " täglich" etwas an News nachzulesen,
wenn es mir z.Zt. etwas schwer fällt zu posten und dadurch die Abstände sicher größer werden,

d.h. angesichts des Irrsinns dieses momentanen US Präsidenten,
der die ohnehin aus den Fugen geratene Welt
"ohne ersichtliche Not" noch zusätzlich unsicher macht...!!!

(Ich hoffe es kommen wieder ruhigere Zeiten und dann kommt
meine Lust am schreiben hier auch zurück...! :wink:

Wünsche euch allen auf jeden Fall "alles, alles Gute " - und seit wachsam !")



"Make no mistake America, we are going to be on your back,”
Dennis Banks said as he was concluding his remarks to the water protectors.



elk
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