Gelebte Geschichte - Thanks giving




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Re: Indianische Danksagung und Thanksgiving

Beitragvon Bärbel » Fr 25. Nov 2011, 06:57

Hallo Elk,

ja ... und glücklicherweise sind die Oneida nicht die einzigen. Es gibt an durchaus vielen mehr oder weniger großen Orten "Aktionen", wo Indianer versuchen, die übrige Bevölkerung über das ursprüngliche Thanksgiving jenseits der altbekannten "Geschichts"buchgeschichten aufzuklären ... oder sie zumindest endlich mal zum Nachdenken zu bewegen.

Mit meinem "eher ein Volkstrauertag" meinte ich auch nicht, dass jetzt alle bedröppelt da sitzen. Natürlich gibt es auch zum Teil sogar SEHR ausgelassene Feierstimmung ... aber eben nicht, wegen der Folgen des Überlebens der Pilgerväter, sondern sie feiern sich selbst.

Gruss
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von Anzeige » Fr 25. Nov 2011, 06:57

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Re: Indianische Danksagung und Thanksgiving

Beitragvon Bärbel » Fr 25. Nov 2011, 07:01

... ach ja, und natürlich gibt es auch Indianer, die ganz "normal" Thanksgiving feiern. Aber tun das hierzulande nicht auch ganz viele Leute ähnlich an Weihnachten? Wer feiert hier denn noch Weihnachten im wirklich ursprünglichen Sinn? ... und so ähnlich sehe ich halt auch Thanksgiving

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Re: Indianische Danksagung und Thanksgiving

Beitragvon Elk Woman » Fr 25. Nov 2011, 11:25

Hi, Bärbel,

soweit kennt man sich schon, also ich wußte doch, wir meinten am Ende eigentlich das selbe. :P
Das mit dem "sich selbst feiern" hast Du gut gesagt !! !

Ja auch mit dem "ganz normal" feiern hast Du Recht, aber für die Menschheit wäre es wichtig das diese ursprünglichen Bedeutungen
( da meine ich auch Weihnachten) nicht völlig überlagert werden...

LG,

elk
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Die wahre Gechichte von Thanks giving

Beitragvon Elk Woman » Fr 29. Nov 2013, 00:25

Heute wird in Amerika "Thanks Giving" gefeiert
und die Frage bleibt, wie jedes Jahr :

Feiern die Amerikaner sich nicht nur selber und haben gar kein Interesse die ganze Geschichte um dieses Thanks giving zu erfahren,
bzw. wie letztlich die Überlebenshilfe der Indianer denen in den nachfolgenden Zeiten vergolten wurde...


Es ist inzwischen also höchste Zeit mit den schööönen Geschicht`chen von der "friedlichen Party der Wampanoag- Indianer mit den Pilgrimms" abzugehen
und sich der wahren Geschichte von Thank giving zuzuwenden.


Hier ist ein sehr interessanter Artikel ( den ich mir aber erspare, angesichts der heute fortgeschrittenen Stunde, aufzuarbeiten) :

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2013/11/28/6-thanksgiving-myths-share-them-someone-you-know-152475


Wie sagt Linda Coombs, Aquinnah Wampanoag Historikerin, Wissenschaftlerin, Pädagoge und Künstlerin :

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2013/11/28/wampanoag-historian-talks-thanksgiving-and-upcoming-400th-anniversary-152455

„Wahrscheinlich wird es so wahrgenommen, dass wir sie willkommen hießen.

Ja, in der Art, wir standen nur da und wartet auf sie und begrüßen sie und ein Kerl gab ihnen einen Truthahn und ein anderer Kerl reichte ein Tranchiermesser
und sie alle gingen zum Abendessen, es ist einfach lächerlich!

Was wirklich passiert war,. Es gab es keinen Kontakt mit ihnen für sechs Monate. Aber wir waren da und beobachten sie um zu sehen was sie taten.“

und :

„Es gibt Menschen, die ähnlich denken wie ich .
Für mich ist das gesamte Konzept von Thanksgiving, wie es allgemein gesehen wird, oder in diesem Land praktiziert wird,
eine Art wie eine oberflächliche Schicht über das, was wirklich den Boden ausmacht.“


Nun denn Amerika ; Happy Thankgiving ! :oops:


e.
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Re: Gelebte Geschichte - Thanks giving

Beitragvon Elk Woman » Sa 30. Nov 2013, 14:29

New York im Ausnahmestand am “Thanksgivings-Day” und das falsch verstandene Bemühen der Indianischen Nationen den wahren Geist des „Erntedanks“ zu vermitteln

An sich ist die Macys Thanksgiving Day Parade“ ein typisch amerikanisches Mickey Maus Spektakel mit Effekthascherei.
http://www.dailymail.co.uk/news/article-2514994/Ready-lift-Millions-line-streets-New-York-annual-Macys-Thanksgiving-Day-Parade.html

Aber es gibt dort seit 5 Jahren durch die Teilnahme der Oneida Nation an der Parade auch eine löbliche Ausnahme und

Zitat :

"2013 wird die Thanksgiving Day Parade auch mit als das Jahr der Native Pride in Erinnerung bleiben, denn gleich drei verschiedene indianische Gruppen nahmen diesmal daran teil.

Die Oneida Indian Nation, die zum 5. Mal an der Parade teilnimmt, wurden unterstützt von den weltbekannten Native Pride Tänzer aus Saint Paul, Minnesota, und dem Cherokee Jugendchor aus Telliquah, Oklahoma). Die Native Gruppen sind durch ihre Teilnahme an der Parade bestrebt an den wahren Geist des Thanksgiving" zu erinnern."

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2013/11/29/native-pride-celebrated-87th-macys-thanksgiving-day-parade-152483



Anmerkung:

Wenn man o.g. Link zu den Fotostrecke folgt, wird man aber bald merken, dass die Botschaft wohl sehr zähflüssig ankommt
und man eben an der Falschinterpretation des „Erntedankfestes mit den Pilgrims“ festhält…; siehe Fotounterschrift beim Bild der Oneida Nation :

„An American holiday: Members of the Oneida Nation of New York march in the parade. The American tradition of Thanksgiving
dates back to the harvest feast between Pilgrims and Native Americans in 1621”…..


:cry:
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Re: Gelebte Geschichte - Thanks giving

Beitragvon Elk Woman » Sa 30. Nov 2013, 14:53

The True Story of Thanksgivings


of the Indians:

“For many Native people, Thanksgiving is a day of protest. Thousands of Native people attended a sunrise ceremony on Alcatraz Island in San Francisco Bay area and many of the Wampanoags on Cape Cod fast in remembrance of their ancestors who first met the pilgrims.”

“There is definitely much history and evidence of the tragic circumstances that happened to Indian people after the first Thanksgiving. But, I do think it is a good thing when we take a certain time of the year to give thanks for our blessings. We are reminded there is a future in front of us, and that future belongs to our children. Giving thanks is part of our tradition and the foundation of Indian people from harvest ceremonies. Giving thanks will always be a vital part of Indian Country.”

------------------------

of the americans

The first Thanksgiving was created by Abraham Lincoln in 1864. He was not thinking about the Pilgrims or Wampanoags; he was thinking about his country, which was divided by the Civil War. He designated the last Thursday in November for giving thanks.

--------------------------------------

(frei übersetzt )


Die Wahrheit über Thanks Giving

Aus der Sicht der Ureinwohner :

"Für viele Ureinwohner, ist Thanksgiving ein Tag des Protestes. Tausende von Menschen nehmen an einer Sonnenaufgangs Zeremonie auf Alcatraz Island in der San Francisco Bay teil und viele der Wampanoags erinnern bei Cape Cod an ihre Vorfahren, welche die ersten Pilger trafen.

"Es gibt auf jeden Fall viele Geschichten und Beweise für die tragischen Umstände, was dem indianischen Völkern nach dem ersten Erntedank passierte.
Aber, ich denke, es ist eine gute Sache, wenn wir eine bestimmte Zeit des Jahres zur Danksagung für unsere Segnungen nehmen. Wir werden daran erinnert, dass es eine Zukunft vor uns gibt, und diese Zukunft gehört unseren Kindern. Danken ist Teil unserer Tradition und der Ernte Zeremonien der indianischen Bevölkerung.
Danken wird immer ein wichtiger Teil der indianischen Landes sein.“
--------------------------------

Der amerikanische Ursprung :

„Der erste Erntedank wurde von Abraham Lincoln im Jahr 1864 ausgerufen.
Er dachte nicht an die Pilger oder Wampanoags, er dachte dabei an das Land was durch den Bürgerkrieg geteilt war .
Er bestimmte den letzten Donnerstag im November für die Danksagungen.“
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Re: Gelebte Geschichte - Thanks giving

Beitragvon Elk Woman » Di 3. Dez 2013, 01:27

Der bessere Weg im Umgang mit "Thanks giving" :


What do we owe Native Americans?

by Menachem Wecker


"Gratitude shouldn’t be quarantined to a single day on the annual calendar, but with Thanksgiving arriving this week, many people are giving pause to some of the things they are most grateful for in life, whether it is family, friends, professional opportunities, health, or a variety of other blessings and causes for celebration and acknowledgement.

But between mouthfuls of turkey—or other holiday food for vegetarians—stuffing, and cranberry sauce, it’s not always clear whom to acknowledge on Thanksgiving. Or better put, many Americans might not be thinking beyond in a peripheral way about the legacy of some of the most important participants in the Thanksgiving narrative, and the complicated relationship those people have with modern America."


"The National Mall in Washington, D.C., is home to the National Museum of the American Indian, and Native American history has taken its rightful place in American history curricula across the nation. The Museum of Fine Arts, Boston, which opened a new wing for its Art of the Americas collection in 2010, is one of many American museums that now exhibit Native American art in sections that historically housed only the art of the colonists.

But this Thanksgiving it’s worth pondering whether there’s more room to be thankful for Native American culture and spirituality (although that term may apply in a way other than the Judeo-Christian sense)—perhaps in the way that Australia acknowledges its Aboriginal culture."


http://www.washingtonpost.com/blogs/on-faith/wp/2013/11/27/what-do-we-owe-native-americans/

Menachem Wecker is a freelance writer in Chicago and the former education reporter at U.S. News & World Report.
He was able to travel to Australia due to the support of Sydney’s tourism office
.
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Re: Gelebte Geschichte - Thanks giving

Beitragvon Elk Woman » Do 27. Nov 2014, 23:59

Na dann, heute ist es wiedermal soweit ..
("Arme Turkey" ;) ):


„Thanksgiving findet 2014 am 27. November statt.
Das in den USA und in Kanada gefeierte Thanksgiving (engl. für "Danksagung") ist eine Form des Erntedankfestes,
weicht aber stark von den Bräuchen des europäischen Festes ab.“


http://www.kleiner-kalender.de/event/thanksgiving/13858.html



The Haudenosaunee Thanksgiving Address:
Worth Reading Today, and Every Day


Die Frage "Wie Indianer Erntedank feiern" ist nicht einfach zu beantworten !

Indianer sind kein monolithischer Menschen, sondern eine Sammlung von vielen Kulturen und Individuen.
Innerhalb ihrer Kulturen werden sie auf jeden Fall verschiedene Gefühle über den Tag, auf der Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen und Erziehung haben.

"Nein, ich glaube nicht das sie eine Danksagung an dem Tag feiern“ , schrieb Dennis Zotigh in einem Essay 2011.
"Aber ich weiß um die Vorteile der Ferien-und Beisammensein mit Familie und Freunden, um gemeinsam eine große Mahlzeit einzunehmen,
ohne dabei einmal im Jahr an den Erntedank 1621 zu denken. Ich denke, es ist ähnlich in vielen Ureinwohner- Haushalten."


http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2014/11/27/haudenosaunee-thanksgiving-address-worth-reading-today-and-every-day-158046
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Re: Gelebte Geschichte - Thanks giving

Beitragvon Elk Woman » Mo 1. Dez 2014, 00:20

Und hier die offizielle
“ Danksagung” der Haudenosaunee:
“Greetings to the Natural World “


http://www.americanindian.si.edu/environment/pdf/01_02_Thanksgiving_Address.pdf
https://www.youtube.com/watch?v=sWKac3o7isk

we-give-thanks.png
we-give-thanks.png (95.38 KiB) 157-mal betrachtet



"WIR sagen Danke !" ;) :idea:
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Re: Gelebte Geschichte - Thanks giving

Beitragvon Elk Woman » Di 3. Nov 2015, 00:29

...und wieder einmal ist es soweit : :wink:

Thanksgiving wird in den USA am Donnerstag, dem 26. November 2015 gefeiert.
In den Vereinigten Staaten, ist Erntedankfest immer am vierten Donnerstag im November.

Hier aus cdem Anlass noch einmal die Geschichte und auch die `Legende´ von “ Thanksgiving “ :

http://www.history.com/topics/thanksgiving/history-of-thanksgiving/videos/history-of-the-thanksgiving-holiday

http://www.history.com/images/media/pdf/Thanksgiving_Guide.pdf


Und das ist „The Real Story of Thanksgiving “ :

„Das Erntedankfest, das Millionen von Amerikanern mit einem ´Turkey mit Füllung´ feiern, ist ein Mythos.
Die wahre Geschichte ist längst vergessen, und auch die meisten der Geschichts- Bücher haben es falsch dargestellt.

Die Pilger landeten im Jahre 1620 und gründeten die Kolonie von New Plymouth im heutigen Massachusetts.
Sie hatten einen schwierigen ersten Winter, aber überlebt mit Hilfe der Indianer.

Die übliche Geschichte die nun dazu in den Geschichtsbüchern erzählt wird, ist, dass im Herbst 1621 die dankbaren Pilger
ihren ersten Thanksgiving Day begingen und dafür die Indianer zu einem großen Erntedank -Festessen mit Truthahn und Kürbissen einluden....

Es war in der Tat ein großes Fest im Jahre 1621, aber es war kein Erntedankfest.
Dieses dreitägige Fest wurde in einem Schreiben des Kolonisten Edward Winslow beschrieben.
Es war eine Jagdgesellschaft mit den Indianern, aber es war weder eine Erntedankfest- Verkündigung,
noch irgendeine Erwähnung einer Danksagung für irgendeinen historischen Moment…“

http://www.foldvary.net/works/thanksgi.html
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