Gelebte Geschichte - Thanks giving




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Gelebte Geschichte - Thanks giving

Beitragvon Elk Woman » Mo 22. Nov 2010, 23:54

Bald ist es wieder soweit :

"Thanks giving", das amerikanische .."Erntedankfest".., wird immer am vierten Donnerstag im November gefeiert.

Thanks giving - Eine neue Form der Zusammarbeit gegen Armut in Amerika


Thanksgiving symbolisiert die Großzügigkeit der Native und ihre Freundlichkeit

(Von Gale Courey Toensing)

Story Veröffentlicht: 22. November 2010

VERONA, NY - " Als die ersten Einwanderer aus Europa an der nordamerikanischen Küsten angekommen waren, wurden sie obdachlos und hungrig. Sie überlebten dank der Großzügigkeit und Freundlichkeit der einheimischen Völker, die ihnen durch den ersten brutalen nordöstlichen Winter geholfen haben und ihnen traditionelle Methoden der Landwirtschaft zeigten, die sie durch zukünftige Jahreszeiten zum leben brauchen würden.

Diese Tradition der Gastfreundschaft und Hilfe wird im gesamten Land der Indianer während der Thanksgiving-Saison, in verschiedenen Handlungen der Güte, von Stammes-Völker wiederholt.

In diesem Jahr hat die Oneida Indian Nation eine einzigartige Partnerschaft mit HELP USA, einer der landesweit führenden obdachlos Interessenvertretungen gebildet.

Die Partner haben sich verpflichtet, Menschen, die in Amerika in Angst vor dem Verlust ihrer Arbeitsplätze und Wohnungen leben , zu unterstützen, um kümftig auch zu verhindern das niemand hungert oder obdachlos wird.

Im Laufe der Jahre hat OIN zig Millionen von Dollar an gemeinnützige Organisationen durch die Oneida Indian Nation Foundation und andere gemeinnützigen Instrumente gespendet. Die neue Partnerschaft erstreckt sich auf diese Bemühungen, sagte Ray Halbritter, Oneida Indian Nation Vertreter und Geschäftsführer der Nation Enterprises.

"Durch die Partnerschaft mit HELP USA schaffen wir eine Chance für alle die in Amerika leben, wieder Kraft und Stolz zu bekommen. "

Maria Cuomo Cole, der Vorsitzende der HELP USA Board of Directors, sagte: "Wir sind begeistert mit der Oneida Indian Nation als Partner unseren Dank zurück geben zu können.

In einem ihrer ersten kombinierten Handlungen des Gebens, wird OIN / HELP USA Feed mit Unterstützung der indianischen Empowerment Fund, einer gemeinnützigen Organisation der Oneida Nation, Hunderte von obdachlosen New Yorkern für die Feiertage unterstützen und Zuschüsse an Hunderte von regional gegründeten karitative Organisationen weiterleiten.

Alles weitere dazu :
http://www.indiancountrytoday.com
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Re: Gelebte Geschichte - Thanks giving

Beitragvon many » Di 23. Nov 2010, 14:40

Hi Elk,

dieser Bericht über die Oneidas ist mal was anderes. In den letzten Jahren hatten die Berichte über Oneidas eher etwas Negatives, da andere Indianerstämme den Reichtum oder Wohlhaben der Oneidas eher mit kritischen Augen betrachteten, um es mal so auszudrücken.
Was mir gefällt ist, dass diese Foundation Bedürftigen hilft unabhängig der Hautfarbe,
Diese Foundation hilft regional und nicht ethnisch. Oder habe ich da was überlesen?
LG
many
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Re: Gelebte Geschichte - Thanks giving

Beitragvon Elk Woman » Di 23. Nov 2010, 18:07

Hi, many,

genau so hab ich das auch rausgelesen und sehe das als positive Wiederaufnahme der einstigen Thank giving Idee ( zwischen Indianern und weißen Siedlern). Ich hoffe das die indianer damit auch sich ihren tradotionellen Geundwerten nähern und nur damit können sie mit die geschichtl. Kluft überwinden und selber vorwärtsdenkend was für die eigenen Leute und für gegenseitiges Verständnis mit tun.

Lg,
elk
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Re: Gelebte Geschichte - Thanks giving

Beitragvon Hans » Di 23. Nov 2010, 21:33

Hallo elk und Many,
eine solche Hilfe halte ich auch für (sehr) gut !
Ohne auf die Hautfarbe zu schauen und einfach nur sich positiv darstellen.
Und wenn es nur im kleinen Kreis sein sollte, kann es schon etwas bewirken.
Also "Daumen hoch" ....; :D

Alles Gute, Hans.
Hans
 

Re: Gelebte Geschichte - Thanks giving

Beitragvon many » Di 23. Nov 2010, 21:57

Hi Hans,
ich halte es für sinnvoll, für Erdbebenopfer z. B. zu spenden. Aber diese Spende bezieht sich ja dann auf eine Region oder auch für eine bestimmte Nationalität.
Der Bericht, den Elk hier hereingesetzt hat, gibt mir zu denken, ob es richtig ist, nur für eine bestimmte Ethnie zu spenden. Z. B nur für Indianer, obwohl der Nicht-indianische Nachbar auch große Not leidet.
Wenn die Spende Bewohner eines bestimmten Reservats betrifft, so sehe ich es auc eher als eine Hilfe für die Region.
Aber wenn die Hilfe ausschließlich nur Indianern zugute kommen soll, also unabhängig von der Region, dann sieht es für mich etwas anders aus.
Mir ist auch nicht entgangen, dass Indianer zu den ärmsten Bewohnern von Amerika gehören, deshalb scheint es für uns selbstverständlich ausschließlich diese Gruppe zu unterstützen. Auch wenn Sprachprojekte gefördert werden sollen, scheint es für mich sinnvoll.
Aber frieren werden auch die Obdachlosen, in New York oder auch hier.
Grüße
many
many
 

Re: Gelebte Geschichte - Thanks giving

Beitragvon Elk Woman » Di 23. Nov 2010, 23:38

Hi,Many ( und Andere),

diese Überlegung ist mir auch schon oft gekommen, d.h. was ist primär am wichtigsten, wo zuerst helfen..( denn überall ist Not und man kann halt nicht überall mit einspringen).
Und wie kann Hilfe gebündelt für Menschen in Not gehen, damit nicht die Einen ( die vielleicht darum angefragt haben oder zu denen man, wie auch immer, eine persönliche Beziehung aufgebaut hat ) etwas von mehreren Leuten an Spenden bekommen und die Anderen ( die vielleicht in noch größerer Not sind , aber keine Beziehungen nach außen haben) vergessen sind.

Bei Katastophen und sonstigen läuft natürlich die Hilfe und Verteilung in der Regel über spezielle Hilfsorganisationen , die Spenden dafür sammeln ( da haperts dann oftmals im Organisatorischen vor Ort ) .
Aber wie ist das z.B. bei unserer uns doch so am Herzen liegenden Spendenhilfe für die Native american : Meist ist da einer / eine / mehrere , die vor Ort schon bestimmte Projekte betreuen und dafür werben, also spendet man dann ( natürlich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten, da bei uns auch zunehmend eigene finanzielle Sorgen zur Tagesordnung werden) für diese Projekte.
Manche hier haben auch laufende personengebundene Patenschaften übernommen; was ich sogar manchmal noch besser finde, da dadurch auch menschliche Kontakte entstehen und man dann selber einschätzen kann, ob die Zeit nicht vielleicht sogar gekommen ist sich anderen Bedürftigen eher zuzuwenden. (Vielleicht lebt gleich nebenan vom Patenkind etc. eine junge alleinstehende Mutter die keine Hilfe und Beziehungen hat und der das Wasser bis zum Hals steht, sich sogar mit "aufgeben" gedanklich befasst.. Oder ein alter Mensch, der nie um Hilfe bat, aber es gerade nun im Alter bitter nötig hätte.

Ein Beispiel habe ich jetzt dazu von C. ( Du kennst sie ja aus dem Nachbarforum, many ) mitbekommen, wo ich auch erst skeptisch war, das schon wieder ein Extra-Spendentopf aufgemacht wird.
Inzwischen weiß ich, das sie die gespendeten Gelder an einen Propangasfirma direkt überwies, zwecks Lieferung und Heizmaterialeinlagerung "für Elder " , damit sie nicht im kalten mittelamerikan. Winter erfrieren. Diese Elder sind ausschließlich traditionelle Heiler, die selber ihr ganzes Leben lang Anderen unendgeltlich halfen und selber nie um Hilfe bitten würden.
( Ich hatte C. schon angeboten hierzu mal in unserem Forum hier zu posten, werde nochmal bei ihr dazu nachhaken.)

Solche Soforthilfe ist etwas, was ich selber jetzt erst richtig nachempfinden kann, d.h. wie wichtig das ist. Vielleicht "erstmal" viel wichtiger als Sprachprojektunterstützungen oder Zuwendung zu Sonnentanzzeremonien. Sicher, alles ist wichtig ( und will ich nicht abwerten damit), aber zuerst müßte immer da Hilfe anrollen "wo Menschen unmittelbar in Lebensgefahr sind".
Und das sehe ich bei Obdachlosen für den voraussichtlich strengen und langen Winter genau so, egal welcher Rasse, in welchem Land und unter welchen Umständen es dazugekommen ist !
So etwas nennt man "solidarisch" - "von Mensch zu Mensch".
Was meint ihr dazu ?

LG,
elk
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Re: Gelebte Geschichte - Thanks giving

Beitragvon Hans » Mi 24. Nov 2010, 17:25

Hallo zusammen.
"Solidarisch" - "von Mensch zu Mensch" hört sich zwar gut an, aber man kann nicht die "ganze Welt" retten !
Also in meinem Fall sind mir da schon mal finanzielle Grenzen gesetzt !
Und da mich nun mal die Indianer am meisten interessieren, geht meine Hilfe auch an sie oder an ein indianisches Projekt wie z.B. Henry Red Cloud ´s Büffelzucht.
Natürlich gibt es auf der ganzen Welt Obdachlose, aber ich kann nur einen kleinen Teil dazu leisten, irgendwas Gutes zu tun.
Und wenn ich mir was von meiner Rente abzwacken möchte, dann eben für Indianer !
Das ist meine Ansicht.
Es gibt ja auch viele andere Hilfsorganisationen wie die GFBV (Gesellschaft für bedrohte Völker),
Misereror usw.;
Leider geht jedoch in Zeiten knapper Kassen auch die Spendenbereitschaft zurück.
So kommts mir jedenfalls vor.
Solidarische Grüße an euch alle,
Hans. big_applaus
Hans
 

Re: Gelebte Geschichte - Thanks giving

Beitragvon Elk Woman » Mi 24. Nov 2010, 23:52

Hi, Hans,

Du schreibst:
"Leider geht jedoch in Zeiten knapper Kassen auch die Spendenbereitschaft zurück.
So kommts mir jedenfalls vor."

Sicher wird da was drann sein ! Und man merkt es ja selber wieviel mehr an Versicherungen, Lebenshaltungskosten, Heizungs-, Stromkosten , etc., etc., plötzlich mehr anfallen, wie die Artikelpreise im Einkaufkorb des Supermarktes einen immer wieder an der Kasse zum Erschrecken bringen weil man es mit dem vergleicht was man dazumals in DM bezahlte und wie das Geld und die Kaufkraft abgewertet wurde.

Die Diskussionsentfachung zum spenden soll ja auch Jeden seinen persönlichen Freiraum lassen und keinen Eingriff bedeuten "an wen und was und überhaupt"...
Es war halt nur die Überlegung, ob unsere uns selber mühsam abgeknappsten Spendengelder wirklich die Allerbedürftigsten erreicht ?

Das Du an bestimmte Indianerprojekte spendest ist doch uneingenommen allein Deine Entscheidung ( wir tun das ja auch :mrgreen: ) und wir sitzen doch alle im gleichen Boot; ob mit schmaler Rente, mit schmalem Gehalt für seine Arbeitskraft, mit minimalster Grundabsicherung als Arbeitslose(r) oder von den Steuern gebeutelter Gewerbetreibender oder Selbstständiger . ...

Aber trotzdem, wenn ich so höre was für Spenden ob bei Kinderhilfe oder sozialen Projekten ( z.B. in speziellen TV Spendenmaratons ) noch eingehen, denke ich manchmal , Deutschland ist wohl immernoch Spendenweltmeister ( und nicht von denen , die nicht auf den Euro schauen müssen, sondern vor allem von denen die mit wenigem auskommen müssen und trotzdem noch solidarisch sich zeigen. )

Natürlich kann man nicht die ganze Welt retten, auch sollte man nicht spenden weil man denkt sonst ein schlechtes Gewissen zu bekommen, sondern da wo man sich selber innerlich solidarisiert.
(Ich habe das z.B. in monatliche kleinere Beträge aufgeteilt, für Slumkinder die sonst auf den Abfallhalden der Welt leben müßten, für einen internat. Tierschutzfonds, für Aktion Mensch und dann noch DRK . So komme ich auch auf ca. 30,- € pro Monat, was für mich auch eine Menge Geld ist. Aber gerade bei Ersterem bekomme ich ganz viel Freude zurück ; auch wenn ich bei den Einzelschicksalen manchmal denke das mein kleiner Beitrag viel zu wenig ist, kaum die Portokosten und Druckkosten - der Infosachen an mich zurück - trägt und so gerne mal so richtig dafür aus den Vollen spenden möchte..)


P.S:
Nun unterhalten wir uns schon zu viert mal wieder im Forum ( Hoffentlich müssen wir hier nicht wegen Überfüllung schließen :oops: ;) )

LG,
elk
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Re: Gelebte Geschichte - Thanks giving

Beitragvon Hans » Do 25. Nov 2010, 16:25

Hallo elk, hallo zusammen.

elk, dies waren nur mal meine Gedanken. Also so wie ich die Dinge sehe.
Und daß nicht alle einer Meinung sind, ist auch klar.
Hauptsache ist doch, daß wir wenigstens ein bißchen solidarisch denken und auch danach handeln.
In Deutschland werden Millionen gespendet, das finde ich auch gut.

Was immer du auf Erden verschenkst, es wird dich in den Himmel begleiten !
Arabisches Sprichwort.
Liebe Grüße,
Hans.
Hans
 

Re: Gelebte Geschichte - Thanks giving

Beitragvon many » Do 25. Nov 2010, 19:55

Hallo zusammen,
wer wo and was spendet, ist natürlich Privatsache. Das Spenden für Pine Ridge sehe ich eher als eine Spende für eine Region an. Ich meinte eher, dass es Spendenprojekte gibt, die andere Bedürftige ausgrenzen. Ich möchte aber jetzt an dieser Stelle keine Organisation nennen, da ich keinem hier zu nahe treten möchte, der eventuell für die entsprechende Organisation spendet.
Was mich an dem Oneida Fond gut finde ist, dass dieser Fond auch Nicht-Oneidas hilft, da Indianer sich selbst als die ärmste Bevölkerungsgruppe sehen(was wohl auch stimmt) und aufgrund der Geschichte und Ausgrenzung, die hier und da noch präsent ist, auch anders reagieren und das Geld ausschließlich den Besiegten spenden könnten.
Es ist eine Art Spende, wie es Elk beschrieben hat und selber tätigt. Geld wird für mehrere Personen aufgeteilt und nicht ein Batzen Geld für wenige Leute.

Für alle, die sich für eines der ärmsten Reservate und Projekte in den USA interessieren, hier ein link
http://friendsofpineridgereservation.org/
LG
many
many
 

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