Uran-, Bergbau, Folgen und Altlasten




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Uran-, Bergbau, Folgen und Altlasten

Beitragvon Elk Woman » Do 19. Jan 2012, 00:40

"Die Kuh ist noch nicht vom Eis"

So sagt man wohl bei uns, wenn sich immer noch etwas ändern kann. ..
In dem Fall zum Negativen für die leidgeprüfte Navajo Nation und ein grandioses Naturwunder, den Grand Canyon.
Nämlich dann, wenn sich das Blatt zugunsten einer künftigen Republikanischen Regierung in USA wandeln sollte...


"Diné Politiker applaudieren in dieser Woche Innenminister Ken Salazar für die jüngste Entscheidung einer 2 Jahresstudie, d.h. die vorübergehende Rücknahme einer Million Hektar Bundesland in der Nähe des Grand Canyon von neuen Uran-Bergbau-Projekten.

Diese Entscheidung steht aber im Konflikt mit dem republikanische Gouverneur von Arizona, Jan Brewer, der den Verlust von Arbeitsplätzen und einem geschätzten $ 10000000000 Schlag gegen Arizona Wirtschaft darin sieht.

Präsident Ben Shelly und Kandidat der Kongresswahlen Wenona Benally Baldenegro sagten, die Navajo Menschen haben die Hauptlast der Gesundheitsbelastung durch den Uran-Bergbau zu tragen und wollen diese "strahlenden Neuzugänge" nirgendwo in der Nähe ihrer Siedlungen.
Arizonas State Senator Jack C. Jackson, D-Window Rock , nennt den Grand Canyon "ein Vermächtnis , das für künftige Generationen geschützt werden muss".
"Wir haben Lebensqualität für viele unserer Navajo Menschen, die in den Minen arbeiten, einschließlich für ihre Familien und betroffenen Gemeinden verloren", sagte er.
"Secretary Salazar's decision protects the water and land, but most importantly, the health of the people. In addition to protecting the health of the people, the ban is "responsible stewardship of our public lands . Arizona is known worldwide as the Grand Canyon State "
( Außerdem ist der Colorado River davon betroffen, eine sensible Wasserader und Wassereinzugsgebiet von 703.132 km² , wovon besonders auch Landwirtschaft und Trinkwasser abhängig sind.)

Baldenegro sagt, dass die Hauptnutznießer des Uran-Bergbau "ausländische Unternehmen" sind, einschließlich Rosatom, der staatlichen russischen Atomenergie Corporation. "Ich habe ein ernstes Problem mit ausländischen Unternehmen die nach Arizona kommen, unsere Ressourcen abbauen und unsere Luft und unser Wasser in dem Prozess verschmutzen."

Menschen aus mehr als 90 Nationen folgten dem Aufruf ( siehe 1. Link innerhalb unseres Forums - unten)
"den Grand Canyon nicht nur als nationalen Schatz anzusehen, sondern unter internationalen Schutz stehend zu betrachten".

Die neue Zusicherung von Ken Salazar verbietet neue Uranminen in einem Bereich auf beiden Rändern des Grand Canyon in den nächsten 20 Jahren. ( Betrifft aber nicht die schon genehmigten Minen).
Obwohl das Verbot nun für die nächsten 20 Jahren ausgesprochen wurde, könnte es durch ein "künftiges.. Innenministerium" auch wieder geändert werden.

http://navajopeople.org/navajo-news.htm

siehe auch:
viewtopic.php?nxu=45302369nx28228&f=14&t=913
45302369nx28228/news-aus-nordamerika-usa-und-kanada-north-american-news-f22/uranium-mining-near-grand-canyon-uranabbau-beginnt-t657.html
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von Anzeige » Do 19. Jan 2012, 00:40

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Re: Uran, Bergbau, Folgen und Altlasten

Beitragvon Elk Woman » Fr 1. Feb 2013, 00:38

"Augenwischerei "


"Spätestens seit Ende des 2. Weltkrieges gewann Uran immer mehr an Bedeutung.
Neben der militärischen Nutzung entdeckte man im Laufe der Zeit auch den zivilen Vorteil, vor allem bei der Energiegewinnung.
Auf dem Colorado Plateau begann die Suche nach geeigneten Fundorten zu Beginn der 80er Jahre durch die in Denver beheimatete Firma »Energy Fuels Nuclear« (EFN).
Bald waren mehr als 50.000 (!) sogenannter »Claims« angemeldet.
Diese Ansprüche auf staatliches Land zum Abbau von Bodenschätzen erstreckten sich beiderseits des Grand Canyon."

Quelle :
http://www.anti-atom-aktuell.de/archiv/198/198uranabbau.html


"Einen Boom erlebte der Uranbergbau bereits in den 1950er und 1960er Jahren im Gebiet der Navajo
und Pueblo-Indianer im Südwesten der USA. Gefördert wurde dort auf Land der Navajo- und der Pueblo-Indianer.
Auf die in diesem Halbwüstengebiet ohnehin empfindliche Umwelt wurde wenig Rücksicht genommen.
Bei Unfällen wurden 1973der Rio Paguate, der die Laguna-Indianer mit Wasser versorgt, und 1979 der Rio Puerco,
wichtige Trinkwasserquelle für 1700 an seinen Ufern lebenden Navajos, verseucht.
Die Navajo-Bergleute der Shiprock-Uranmine in New Mexiko wurden schlechter bezahlt, als andere Uran-Bergarbeiter.
Zudem waren die Schächte der Mine schlecht belüftet und daher hochgradig strahlenbelastet.
Der Kerr-McGee-Konzern, der hier von 1952 bis 1970 Uran förderte, ließ eine riesige ungesicherte Abraumhalde zurück.
Doch weder die Bergleute, die an Atemwegserkrankungen oder Lungenkrebs litten, noch die Familien mit missgebildeten Kindern erhielten Entschädigungsleistungen oder Renten. Denn der Kausalzusammenhang zwischen Erkrankung und Radioaktivität wird bestritten."

Quelle :
http://www.gfbv.de/inhaltsDok.php?id=1182

-------------------

Wen wundert es, dass nun nachdem die Uranmienen zum Teil nur eben "geschlossen",
aber Altlasten nicht beseitigt sind, das sie immer noch "strahlen"...:

"Agencies cite progress, work still remaining on Navajo uranium cleanup -
Agencies to work toward clean, affordable power, sustainable water supplies
and minimizing negative impacts"


http://www.navajohopiobserver.com/main.asp?SectionID=1&SubSectionID=1&ArticleID=15191

zum Inhalt:

Umweltexperten stellen erhöhte Strahlungswerte auf dem Gebiet der Navajo Nation fest.
Zwar sagt der Bericht , dass in den letzten fünf Jahren die Agenturen viel gelernt haben
"über den Umfang des Problems und es klar ist, dass zusätzliche Arbeiten erforderlich sein werden."
Und dass sie neun verlassenen Uranminen aufgeräumt haben und kontaminierten Bodens an 18 Standorten austauschten..

Aber es handelt sich um 520 verlassene Minen, 240 Wasser-Quellen (Brunnen) und 800 betroffene Häuser
und öffentlichen Strukturen !

Kritiker sagen, die Regierung hat gerade erst begonnen an der Oberfläche des Problems zu kratzen.
Man geht von weiteren 50 Jahren zur Bereinigung der Altlasten aus.


e.
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Re: Uran, Bergbau, Folgen und Altlasten

Beitragvon Elk Woman » So 23. Feb 2014, 14:53

In Anlehnung an die Frage von William R. Wilson (Dine ')
„Was ist hier schief gelaufen ?“ :

http://www.iaia.edu/wp-content/uploads/2011/02/wwAIR-2800.jpg

und

„Bad Water- Schlechtes Wasser“ :

http://ndnnews.com/2009/05/navajo-epa-hears-complaints-from-elderly-who-must-drink-contaminated-water/


hier ein neuer Beitrag zum :

Ausmaß der Uranabbaufolgen im Navajo Gebiet

„Die ehrwürdige Zeitung `The New York Times` ist in die Fußstapfen des kürzlich erschienenen Artikels in der NIH Zeitschrift- Environmental Health Perspectives getreten und hat die Leiden der Navajo Menschen in einem abgelegenen Dorf aufgezeigt, die zum x-ten Mal gezwungen sind ihr Land zu verlassen, während das verunreinigte Erdreich abtransportiert wird. Dieses Mal jedoch werden sie nicht in der Lage sein dahin wieder zu kommen.

"Das Uran Verschmutzung ist so groß, dass es langfristig gefährlich für die Menschen ist die hier leben, sagen die Umwelt Beamten.
" Die New York Times berichtete in einem Artikel am 19. Februar. "Obwohl die Uranminen schon vor Jahrzehnten geschlossen wurden, die einst die Berghänge übersät haben, sind immer noch oben auf dem Schmutz Berge von Giftmüll aufgetürmt mit radioaktiver Staub und Grundwassergefährdung.“
( Persönliche Frage:
„Was heiß oben….; strahlender Giftmüll..? Langfrististig .. (auf einmal ...?) zu gefährlich..; seit wann leben die Leute denn dort ? = Man fast es kaum !!!!)


„Das meiste davon ist nichts Neues für Indianerland, aber die Times umreißt das Problem sowohl prägnanter und tiefgründiger.
Allerdings erschien schon einmal ein Artikel 2012 in der Zeitung, worauf sich nicht viel geändert zu haben scheint,
obgleich man sich damals auch schon mit dem Problem der Uran-Kontamination auf der Reservation befasste.“

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2014/02/21/new-york-times-profiles-plight-uranium-plagued-navajo-reservation-residents-153698

Hier ist der Artikel in der The New York Times :
Inmitten Giftmüll, Könnte ein Navajo-Dorf Seine Land verlieren
http://www.nytimes.com/2014/02/20/us/nestled-amid-toxic-waste-a-navajo-village-faces-losing-its-land-forever.html
(Eine Version dieses Artikels erschien in gedruckter Form am 20. Februar 2014, auf Seite A10 der New York-Ausgabe)

Und das war der vorherige Artikel zum gleichen Problem im Jahre 2012 :
http://www.nytimes.com/2012/04/01/us/uranium-mines-dot-navajo-land-neglected-and-still-perilous.html?_r=0
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Uran-, Bergbau, Folgen und Altlasten

Beitragvon Elk Woman » Mi 26. Feb 2014, 00:00

Damit hier aber nicht schwarz-weiß Malerei über manch ähnlich gelagertes Thema in IndianCountry (hier speziell im Land der Navajo) betrieben wird,
d.h. auch um zu zeigen, dass es auch da eben unterschiedliche Strömungen gibt und gerade das es dies ist, was es uns hier so schwer macht " alles wirklich so zu durchschauen,
so das wir es beurteilen könnten... " ;)
( Natürlich außerhalb von unserem persönlichen Empfinden "was gut ist " und "was schlecht ist"...!),

hier als Ergänzung:

Navajo Nation Finalizes Sale of BHP Billiton Mine
ICTMN Staff,
31.12.2013

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2013/12/31/navajo-nation-finalizes-sale-bhp-billiton-mine-152935


Navajo Nation Is Coal Country as Mine Sale Finalized
Anne Minard,
06.01.2014

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2014/02/06/navajo-mine-viable-option-growing-opposition-doesnt-think-so-153407


und das :

Feds Release $9 Million for Cleanup of Abandoned Coal Mines on Tribal Lands
ICTMN Staff,
25.02.2014

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2014/02/25/feds-release-9-million-cleanup-abandoned-coal-mines-tribal-lands-153736
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Re: Uran-, Bergbau, Folgen und Altlasten

Beitragvon Elk Woman » Mo 12. Sep 2016, 22:21

EPA gibt bekannt , mit der nächsten Phase der "Navajo Uranmine Cleanup " zu beginnen

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2016/09/12/epa-announces-plans-begin-next-phase-navajo-uranium-mine-cleanup-165750

Bundesbeamte haben erste Schritte in dieser Woche zu einer geplanten 1 Billion Dollar
Bereinigung von verlassenen Uranminen in und um die Navajo Nation angekündigt,
in Form von Bewertungen und Projektplanungen.

Die Environmental Protection Agency wird 85 Mio. $ verwenden, für eine Teilplanung eines fast $ 1 Milliarden Vorhabens
mit der Kerr-McGee Corp. (https://de.wikipedia.org/wiki/Kerr-McGee)
Nachfolger ; Tronox Inc. : https://www.epa.gov/navajo-nation-urani ... nium-mines
der Minenbetreiber in Arizona und New Mexico.

"Das ist nur ein Element eines viel größeren Projekts seit 2008", sagte Clancy Tenley, EPA Beamter, der die Bereinigungsprogramme in der Navajo Nation leitet.
"EPA und fünf andere Agenturen haben mehr als $ 100 Millionen bisher investiert in die Reinigung der verlassenen Minen auf dem Reservatsland der Navajo-Nation."

Lt. EPA beginnt mit der Ausschreibung der Kerr-McGee Minen Planung am Mittwoch eine der Sanierungen von etwa 50 ehemaligen Minen,
als der entscheidende Schritt in jahrelangen Bemühungen von Stammes- und Bundesbeamte die mehr als 500 verlassenen Minen in der Region zu bereinigen.

Diese Gebiete im Nordosten von Arizona und Teile von New Mexico und Utah sind mit verlassenen Minen gespickt, sowie mit Bergbauabfällen gefüllt,
einige mit potentiell gefährlichen Mengen an Gammastrahlung.

"Obwohl es 523 Minen sind die wir im Laufe der letzten Jahre zusammen mit der Navajo Nation ausgewertet haben, ging es primär dabei die schlimmsten herauszufinden",
sagte Tenley. "Diese haben nun Vorrang."

Das ergab eine Liste von 46 Minen, wo Häusern in der Nähe sind und ein hohes Maß an Strahlung erfolgt oder nahe an Wasserquellen liegen.
Neun dieser Standorte wurden bereits gereinigt, sagte Tenley.

Die EPA hat Verträge mit 30 Unternehmedie für den Bergbau zuständig sind, und das Justizministerium fördert die Beurteilung und die Bereinigung
des zusätzlichen 16, sagte Tenley.

Das sind nur ein Bruchteil der mehr als 15.000 Minen bekannten "Uran Vorkommen" , die wir in den 14 westlichen Staaten haben.
Etwa 75 Prozent der Menschen sind dabei auf Bundes- und Stammesgebiete, laut Aussage der EPA.“



Siehe auch

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/tags/uranium-mines

https://www.epa.gov/navajo-nation-uranium-cleanup

http://mediad.publicbroadcasting.net/p/kunm/files/styles/x_large/public/201501/Uranium_mines_EPA_0.png

https://beastrabban.files.wordpress.com/2016/02/navajo-water.jpg

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5a/World_Uranium_Mining_Production_2012.png
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Re: Uran-, Bergbau, Folgen und Altlasten

Beitragvon Elk Woman » So 26. Nov 2017, 15:22

Aufgegebene Uranminen aufräumen

Es gibt über 500 verlassene Uranminen in der Navajo Nation. :!: :!:

„Von 1944 bis 1986 wurden fast 30 Millionen Tonnen Uranerz aus Navajo-Ländern unter Pachtverträgen mit der Navajo Nation gewonnen.
Viele Navajo-Leute arbeiteten in den Minen, oft lebten und züchteten sie Familien in der Nähe der Minen und Mühlen.
Heute sind die Minen geschlossen, aber ein Erbe von Uran-Kontamination bleibt übrig, darunter über 500 verlassene Uranminen (AUMs)
sowie Häuser und Trinkwasserquellen mit erhöhter Strahlung.
Mögliche gesundheitliche Auswirkungen sind Lungenkrebs durch Inhalation von radioaktiven Partikeln sowie Knochenkrebs
und Nierenfunktionsstörungen durch Exposition gegenüber Radionukliden im Trinkwasser.“

https://www.epa.gov/navajo-nation-uranium-cleanup/cleaning-abandoned-uranium-mines


NEWS :

“EPA s work on Navajo Nation uranium sites under review”

Die Bemühungen der US-Umweltschutzbehörde zur Aufräumung verlassener Uranvorkommen
in der Navajo-Nation sollen überprüft werden.


(Die EPA erhielt 2015 eine Finanzierung von einer 1-Milliarde - Dollar zur Bewältigung von 50 Standorten
im Nordosten von Arizona. Die Standorte wurden von Kerr McGee Corp. betrieben,
die später von Anadarko Petroleum Corp. übernommen wurde.)



https://navajotimes.com/

http://www.america.easybranches.com/arizona/EPA-s-work-on-Navajo-Nation-uranium-sites-under-review-368177
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Re: Uran-, Bergbau, Folgen und Altlasten

Beitragvon Elk Woman » Di 20. Mär 2018, 16:50

Stillgelegte Uranmine im Navajo Land soll wieder aktiviert werden...


Die Umweltschützer ´Multikulturelle Allianz für eine sichere Umwelt´ und ´Amigos Bravos ´versuchen,
eine stillgelegte Uranmine im westlichen New Mexico nicht wieder aktiv werden zu lassen.

Sie bitten die New Mexico Mining Commission, eine kürzliche Entscheidung des Leiters der Bergbau- und Mineraldivision,
Fernando Martinez, zu überprüfen, damit die Mine „ Mount Taylor“ nicht in den "aktiven" oder operativen Status zurückkehren kann.

Die Gruppen sagen, dass es keine realistische Wahrscheinlichkeit gibt, dass der Abbau auf absehbare Zeit stattfinden wird.

Deren Aufräumarbeiten hatten sich verzögert... und Eric Jantz, Anwalt des New Mexico Environmental Law Centers,
der die Gruppen vertritt, meint: "Der Direktor hat einseitig eine völlig neue Kategorie von Minentätigkeiten geschaffen :" - Zombieminen- ",
denen neues Leben gegeben wurde, um eine Säuberung zu vermeiden."
( "Die Entscheidung des Direktors widerspricht direkt der klaren Sprache des New Mexico Mining Act,
die" betriebliche "Minen auf diejenigen beschränkt, die Mineralien produzieren")


Die Mount Taylor Mine ist seit über 20 Jahren im Standby-Modus
. Sein Eigentümer, Rio Grande Resources, kündigte 2014 an, dass er vorhabe, die Regulierungsbehörden aufzufordern,
den Status in "Aktiv" zu ändern.
(Der New Mexico Mining Act von 1993 erlaubt Minen, im Standby-Status für maximal 20 Jahre inaktiv zu bleiben,
bevor eine Reklamation erforderlich sein muss
. )

Die Navajo-Nation leidet immer noch unter den Jahrzehnten,
in denen die Bundesregierung den Uranbergbau in und um das Reservat erlaubte.

Zwischen Ende der 1940er und Mitte der 1980er Jahre wurden etwa 4 Millionen Tonnen (3,6 Millionen Tonnen) Uran
aus der unmittelbaren Lage der Navajo-Nation gewonnen.
( Zu dieser Zeit wurde Uran zur Herstellung von Atomwaffen für den Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg abgebaut.
Und das Erz wurde mittels konventionellem Untertagebau abgebaut, was es erlaubte, dass Uran in das Land und Wasser
in der Umgebung sickerte
.)


https://navajotimes.com/wires-wp/index.php?id=1781339522&kid=SnZnK29wL70ufNoA

http://www.riograndesierraclub.org/new-uranium-mine-threat-to-mount-taylor/

https://earthworks.org/stories/mount_taylor/



siehe dazu auch:

https://cherokeewigwam.iphpbb3.com/forum/45302369nx28228/news-aus-nordamerika-usa-und-kanada-north-american-news-f22/uranium-mining-near-grand-canyon-uranabbau-beginnt-t657.html

https://cherokeewigwam.iphpbb3.com/forum/viewtopic.php?nxu=45302369nx28228&f=22&t=359&p=1905&hilit=uran#p1905
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Re: Uran-, Bergbau, Folgen und Altlasten

Beitragvon Elk Woman » Mo 8. Okt 2018, 16:38

Das 20-jährige Verbot neuer Uranminen um den Grand Canyon ,
was 2012 als ein Moratorium der Obama-Ära für rund 1 Million Acre beinhaltete,
ist vor ein paar Tagen vom Obersten Gerichtshof gefestigt worden.


Zuvor hatten Bergbaugruppen eine Aufhebung des Verbotes gefordert,
und es vor allem mit nationalen Wirtschaftsinteressen, um künftig Importe zu umgehen, begründet.

Das 20-jährige Verbot neuer Minen wurde 2012 vom damaligen Innenminister Ken Salazar verhängt,
um die Luft und das Wasser rund um den Canyon zu schützen.

Aber die Gegner beriefen sich auf die Übergriffe der Regierungsbürokraten,
die dem Veto des Kongresses hätten unterliegen müssen.
Die unteren Gerichte waren anderer Meinung, und die Weigerung des Obersten Gerichtshofs, den Fall zu gegenteilig zu betrachten,
bedeutet, dass diese Entscheidungen Bestand haben.

"Es ist die beste Nachricht, die wir seit einiger Zeit gehört haben", sagte Sandy Bahr, Direktorin des Grand Canyon-Kapitels des Sierra Clubs,
eine der Gruppen, die mit dem Havasupai-Stamm interveniert hatten.
"Wir haben jetzt drei Gerichte, die sagen, dies sei eine gute Entscheidung, Stammesvölker sagen, dies sei eine gute Entscheidung,
Umweltgruppen, Jäger und Angler und viele, viele andere, die den Schutz dieses Gebiets unterstützen", sagte Bahr.

Aber die Industrievertreter bezeichneten das Urteil als Rückschlag und sagten, es werde die Abhängigkeit der USA von ausländischen Uranlieferanten nur verstärken.

Wir sind natürlich enttäuscht ", sagte Conor Bernstein von der National Mining Association, einer von zwei Gruppen, die den Obersten Gerichtshof gedrängt hatten,
das Moratorium aufzuheben.

In dieser Petition wurde behauptet, dass das Bundesland-Politik- und Verwaltungsgesetz von 1976,
das dem Innenministerium die Befugnis zum Entzug von Bundesland aus der Mineralentwicklung übertragen hatte,
auch die Vetomacht des Kongresses für diese Entzugsbehörde beinhaltete.
Aber die Gerichte haben dieses Vetorechtsprache für verfassungswidrig erklärt.


Das Moratorium könnte von Innenministerium aufgehoben werden,
aber der amtierende Minister Ryan Zinke sagte im Juni, dass er "keine Absicht habe,
den Uranbergbau in und um den Grand Canyon wieder zu entwickeln",
und eine Sprecherin der Abteilung sagte am Montag, dass die Juni-Position noch besteht.

»Wir nehmen Zinke bei seinem Wort.
Wenn er die Angelegenheit nicht wiedereröffnen wird, dann ist das eine geklärte Angelegenheit ",
sagte Taylor McKinnon, von der öffentlichen Kampagne in Flagstaff für das Center for Biological Diversity, eine der Parteien des Falles.

"Wenn er versucht, diese Schutzmaßnahmen zurückzunehmen, wird er einen erbitterten Kampf erleben."

Während die Gerichtsverhandlung ein Sieg für Umweltgruppen ist, ist es kein kompletter Sieg:
Salazars Moratorium deckt nur neue Mietverträge in der Region ab, bestehende Minen wurden bedient. Keine davon wird derzeit entfernt.

Aber der Abgeordnete Tom O'Halleran, D-Sedona, nannte die heutige Gerichtsverhandlung einen "großen Sieg" für die Menschen in Arizona.
"Der Uranbergbau in ganz Nord-Arizona und insbesondere in der Nähe des Grand Canyon hat eine toxische Welle von Kontaminationen
und Gesundheitsproblemen hinterlassen, mit denen ländliche und indigene Gemeinschaften konfrontiert waren", sagte O'Halleran in einer E-Mail-Erklärung.

Er forderte den Kongress außerdem auf, "die Sanierung von verlassenen Uranabbau- und Frässtandorten zu finanzieren und sicherzustellen,
dass Gemeinden in der gesamten Region über die Ressourcen verfügen, die sie brauchen, um die gesundheitlichen Auswirkungen
dieser schlecht erhaltenen Standorte zu bekämpfen und unsere wertvollen Wasserquellen zu schützen."
McKinnon sieht auch Wasser als eine zentrale - und überparteiliche - Sorge.

"Die Hauptbedrohung bei diesen Minen ist die Verschmutzung von Grundwasservorkommen, auf die die Gemeinden angewiesen sind,
um ihr Brunnenwasser und die Quellen im Grand Canyon, einschließlich der Havasu-Quelle, die durch Havasupai fließt, zu erreichen", sagte er.

"Der Schutz des Grand Canyon vor Uranabbau ist in Arizona eine allgemein verbreitete Idee.
Es gewinnt parteiübergreifende Gunst, gewinnt geografische Gunst.

"Die meisten Menschen in Arizona unterstützen dieses Verbot,
so dass die heutige Entscheidung des Obersten Gerichtshofs den Wünschen der Wähler in diesem Staat entspricht", sagte er.


https://newsmaven.io/indiancountrytoday/news/supreme-court-lets-stand-ban-on-new-uranium-mines-around-grand-canyon-iV_HgIjLoUa0WRoPcaRzAQ/
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