Heilpflanzen der Indianer




Indianische Medizin, Landwirtschaft, Jagd, Baukunst etc.
Native American medicine, farming, hunting, architecture, etc.

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Heilpflanzen der Indianer

Beitragvon Elk Woman » Sa 27. Dez 2008, 23:00

Hinweis: Alle hier mit einem "A (Archiv) + Verfassernamen" gekennzeichneten Beiträge sind Datenrückführungen aus dem vorherigem Forum !

( A / Elk)

Hi, Rob und Wasi,
danke, denn euer Thema zu den Nahrungsmitteln aus der "Neuen Welt" bzw. von den Indianern, brachte mich auf den Gedanken das noch in nachfolgendem Extrathema zu erweitern:


Heilpflanzen der Indianer

Mehr als zweihundert Heilmittel die von indianischen Stämmen benutzt wurden, sind im “United States Pharamacopeia“ (1820) und im „National Formulary“ seit dessen erster Ausgabe 1888 aufgeführt.

Etwa zwei Dutzend davon wurden zunächst
in Lateinamerika gefunden
(und später in die vereinigten Staaten eingeführt), z.B.:

Coca (Erythroxylon coca), das zur Herstellung von Kokain und Novokain benutzt wird, also als schmerzstillendes Mittel bei Zahnärzten etc.,
Chinin (Cinchona Pubescens), eine Rinde und bis 1940 das einzige Mittel gegen Malaria,
Jimson Kraut (Datura sp.) als schmerzstillendes Mittel, Jalap als Abführmittel,
Curare (Strychnos toxifera), benutzt man ( nicht nur als Pfeilgift....) sondern in der Chirurgie um das Atmen für den Augenblick zu unterbrechen, währenddessen eine Gummiröhre statt Luftröhre bei einem Patienten eingeführt wird, um zu verhindert, dass er unter Betäubung erstickt.

Auf dem Gebiet von Nordamerika scheinen folgende Heilpflanzen ursprünglich entdeckt worden zu sein:
Cascara (Rhamnus Pushiana) und
Mayappell (Podophyllum peltatum) als Abführmittel,

Pinkroot (Spigelia) gegen Würmer,
Dogwood (Cornus) gegen Fieber.
Virginischer Schlangenwurz (Aristolochia serpenteria) zur Anregung des Schwitzens,
Blue Cohosh oder Squawwurzel
(Caulophyllum thalictroides) als krampflösendes Mittel und zur Anregung der Menstruation.
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Diese Kräuter hatten oft tatsächlich eine heilende Wirkung.
- Die Dakota hatten mit den zerstoßenen Wurzeln des Stinkkohls ein Mittel gefunden, das Asthma linderte
- und die Kiowa bekämpften Schuppen mit Seifenkraut.
- Gegen Übelkeit tranken die Cheyenne einen Abguss von wilder Minze,
- während die Cree winzige Fichtenzapfen kauten, um Halsschmerzen zu lindern.
- Tollkirsche wurde bei den Comanche gegen Tbc eingesetzt,
- die Pawnee verwendeten die Indianerrüben bei Kopfschmerzen
- und die Ute gewannen aus der Garbe eine Salbe für Schnitte und Prellungen.

Das Parlament von Virginia belohnte 1738 Dr. John Trennent mit hundert Pfund,
- weil er die Klapperschlangen-Wurzel der Seneca zur Heilung von Brustfellentzündungen erfolgreich eingesetzt hatte.
- Die Seneca verkaufen bis heute Sassafras in den Strassen von Buffalo.
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Viele Arzneien der Indianer legten im 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts weite Vertriebswege zurück. Davon sind am berühmtesten die Heilmittel der Kickapoo."
(Quelle: http://www.indianer-shop.de)
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So, dass obere mit den Pflanzennamen war bissel zu speziell, aber auch nicht uninteressant. Und die Heilmittel der Kickapoo muß ich noch erforschen, haha ...
Wer sind nun wieder die Kickapoo ?
Hab`s gefunden : " Die Kickapoo sind Algonkin sprechende, mit den Sauk und Fox verwandte Indianer, die auf der Portage zwischen den Flüssen Fox River und Wisconsin River lebten, vermutlich im heutigen Columbia County, Wisconsin, als Europäer erstmalig von ihnen im späten siebzehnten Jahrhundert berichteten."

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kickapoo
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( A / Jana)

Bravo Elk, sehr schönes Thema. Ich bin selber ein Heilpflanzenfan und wende solche Pflanzen sowohl bei mir selbst als auch bei meinen Wellis an, und ich werde auch öfters von Freunden und Verwandten um Rat gefragt. Viele Wirkungsweisen der von dir beschriebenen Pflanzen sind auch bei uns seit langem bekannt, z.B. die Tollkirsche oder die Minze.
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(A / Wasicun win)

Dazu weiß ich auch was.. es gibt ein tollesBuch dazu..
"Die Apotheke des Manitu"

mit Zusammensetzung und Abbildungen der Pflanzen,
Anwendungsgebiete und Dossierungen..
Vieleicht kennts ja jemand.

Echinacea- Die Indianerpflanze

Die Echinacea stammt ursprünglich aus Nordamerika. Die Indianer nutzten sie als Allheilmittel und kannten auch ihre immunstimulierenden Wirkstoffe. Echinacea gilt heute als die Heilpflanze zur Unterstützung des körpereigenen Immunsystems und wird in Nordamerika wie Europa gerne als natürliches Heilmittel verwendet.

Wurzel aus Nordamerika
Die Echinacea ist nicht nur schön, sondern auch pflegeleicht. Sie könnte jeden Garten zieren, doch weil die Pflanze erst vor etwa 70 Jahren in Europa eingeführt wurde, ist sie noch relativ selten in unseren Gärten zu finden. Die Heilpflanze gehört zu der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und wird botanisch in drei Arten unterteilt: Schmalblättriger Sonnenhut (Echinacea angustifolia D.C) , der purpurne (rote) Sonnenhut (Echinacea purpurea (L.) MOENCH) und der blasse Sonnenhut (Echinacea pallida NUTT. ). Das Wissen um die Heilwirkung der Pflanze stammt von den nordamerikanischen Indianern, die den mittleren Westen (zentrales Tiefland von Illinois, Iowa, Missouri, Arkansas bis nach Texas) besiedelten. Die Indianer zerquetschten Pflanzenteile zwischen Steinen und nutzten den Pflanzenbrei zur äußeren Behandlung von Wunden, Verbrennungen, Lymphdrüsenschwellungen oder auch Mumps. Bei der inneren Anwendung wurden Wurzeln gekaut, um allgemeine Schmerzen, Zahn- oder Halsschmerzen zu bekämpfen. Auch bei Husten oder Erkältungen verwandten die Indianer die Wurzeln. Echinacea galt praktisch als Allheilmittel und wurde ebenso als Gegengift bei Schlangenbissen eingesetzt. 1871 erfuhr der in Nebraska lebende Arzt H.C.F. Meyer von der Wirkung der Pflanze und setzte sie zunächst als ‚Blutreinigungsmittel‘ ein. Später erweiterte der Arzt seine Echinacea-Anwendungen auf verschiedenste Erkrankungen wie beispielsweise Rheumatismus, Migräne, Dyspepsie, Syphilis oder Hämorriden. Das Wissen um die Heilwirkung der Pflanze verbreitete sich schnell unter der zugewanderten Bevölkerung vor allem durch die Entwicklung verschiedener Echinacea-Präparate. Diese fanden hauptsächlich zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten Verwendung. Etwa um 1930 gelangten die Echinacea-Arten nach Deutschland. Der bekannte Schweizer Naturarzt und Phytotherapeut Alfred Vogel sorgte 1950 für die Einführung und Kultivierung der Pflanze in seiner Heimat. Heute erfreut sich die Heilpflanze sowohl in Amerika wie auch in Europa einer großen Bekanntheit und Beliebtheit und wird vorwiegend wegen ihrer unspezifischen, immunstimulierenden Wirkung eingesetzt.
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Warum der Indianer keinen Schmerz kennt...
(Auszug aus: Die Apotheke des Manitou)

Aus der Echinacea angustifolia DC.; Purple Coneflower, Wild Niggerhead, Black Sampson, Kansas Niggerhead
Aus der geschnittenen Wurzel wurde ein Tee gewonnen, der die Schmerzempfindung reduzierte und die antiseptische Blutqualität verbesserte. Dosis: 1 Teelöffel granulierter Wurzel auf 1 Tasse kochendes Wasser. Eine halbe Stunde ziehen lassen, absieben, hiervon drei bis sechsmal täglich einen Esslöffel voll. Gleichzeitig wurde das getrocknete Wurzelpulver auf die Wunde gestreut und entfaltete dort eine hohe antiseptische und hygroskopische Wirkung.

Stammel Heinz J.: Die Apotheke Manitous. Das Heilwissen der Indianer. Rohwolt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbeck bei Hamburg, April 2000, S. 160.
ISBN-3-499-60925 8, € 9,90
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und nochwas...

Die Traubensilberkerze gehört zum Heilpflanzen-Schatz der nordamerikanischen Indianer. Von der Traubensilberkerze (engl. black cohosh) verwendeten die Indianer nur die Wurzeln, die in Scheiben geschnitten und ohne Sonneneinwirkung getrocknet wurden. Der Erntezeitpunkt der Wurzel war von Bedeutung:
Sie musste vor Sonnenaufgang geerntet werden, wenn sie gegen Menstruationsbeschwerden oder zur linderung von Geburtsschmerzen eingesetzt werden sollte.
Wurde sie als Arznei gegen Rheuma, Arthritis, Asthma, Schlangen - oder Insektenbisse gebraucht, musste zum Erntezeitpunkt die Sonne ihren Höchststand erreicht haben.

Entsprechend verfügten die Heilkundigen über verschiedene Behälter mit den zu unterschiedlich Zeiten geernteten Wurzeln. Auch die frische Wurzel fand Verwendung: Zu frischem Press-Saft verarbeitet, wurde dieser entweder mit Ahornsirup oder Honig vermischt und gegen Husten, Keuchhusten, Leber oder Nierenerkrankungen verabreicht. Über indianische Heiler gelangten die Traubensilberkerzen-Anwendungen zu den weissen Siedlerinnen. Sie setzten die Heilpflanze vor allem gegen Menstruationsbeschwerden und als Stärkungsmittel nach schweren Geburten ein. Amerikanische Ärzte hielten diese Indikationen erstmals 1801 schriftlich fest.

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wandten sich Ärzte auch den entzündungshemmenden Wirkstoffen bei Arthritis und Rheuma zu. Ein trauriges Kapitel schlugen die Weissen auf, als sie begannen, billigen Alkohol als Zahlungsmittel für Pelze oder Waffen einzusetzen: Da Indianer Alkohol nur schlecht verstoffwechseln können, erlitten sie beim Alkoholkonsum schwere Vergiftungen. Hier sollen indianische Heilkundige ihre Landsleute mit Auszügen von Wurzelpulver versorgt haben, dass in heissem Wasser aufgelöst, beruhigend und krampflösend wirkte.
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(A / Elk)

Hi, Wasi, super Deine Beiträge speziell zur Echinacea (Sonnenhut) und Traubensilberkerze. Echhinacea wird ja bei uns auch vorbeugend gegen Erkältung gern angewendet.
Man muß natürlich dabei sagen, dass es viele Pflanzen in der entsprechenden Dosierung wie in der Homöopathie bekannt nur angwendet werden dürfen und "nicht in der Selbstmedikation" !!!

Mein Großvater war auch so ein leidenschaftlicher Homöopath und ich hab davon auch eine Stange mitbekommen, so dass ich gern einmal harmlosere Mittelchen ( die mir selber schon als Kind halfen) an meiner Familie ausprobiere..(lach; aber "keinen" Stechapfel, Passionsblume oder Engelstrompete etc. o.ä....)

Mein Welli, liebe Jana, hatte Herzschwäche ( was ja bei den Piepsern bei Käfighaltung immer das Leiden ist) und dem hab ich ab und zu mal paar Tropfen handelsüblichen Weißdorntee eingeflößt (den ich auch selber ab und zu prophylaktisch gern trinke, besonders wenn ich mich zu sehr aufgeregt o.ä. habe; also denke, das Herz brauch bissel Stärkung)

Übrigens, der harmlos scheinende Tomatensaft wurden z.b. bei den Azteken gegen Keuchhusten und bei geschwollener Kehle angewandt und in der Karibik sogar gegen Hämorrhoiden und bei Hautentzümdungen.
Die auch bei uns bekannte und beliebte Schafgarbe (Achillea millefolium) hieß bei den Azteken: "Tlalquequetzal" und Vanille (Vanila planifolia) hieß "Tlilixochitl"(Schwarze Blüte) und geht auf die Maya, Tolteken und Azteken zurück, wo sie gegen sexuelle Erschöpfung eingesetzt wurde. ( Nicht das sich Jemand nun wundert, dass er vorwiegend Ostereier mit Vanillefüllung bekam..!)

Mein Buch heißt: "Indianische Heilkräuter" ( Tradition und Anwendung, Ein Pflanzenlexikon) von Christian Rätsch
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(A / Robert)

Hallo Mädels,
vielen Dank für eure Beiträge zu den Heilpflanzen, Wow.
Einiges was ich gar nicht so wußte. Bei den Indianern wurden Heiler/innen oft nach ihren Anwendungsgebieten bezeichnet, bei den Lenape wurden Personen welche mit Heilplanzen arbeiteten z.B. - nëntpikes / jemand der/die Kräuter benutzt-
genannt.Das Wissen um solche Heilpflanzen wurde teilweise bis heute überliefert. Finde ich gut das sowas nicht vergessen wird. Danke für eure Infos.
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( A / Elk)

Ja, das mit den Pflanzen ist wahnsinnig spannend ( und das sag ich nicht nur, weil ich von Berufswegen auch mit Pflanzen zu tun habe). Ich war vor paar Tagen in Hamburg in der Speicherstadt im "Gewürzmuseum" (da handelten ja früher fast jeder Zweite mit Gewürzen; heute sind es mehr Alis und Akis die dort Teppichlager haben), war auch wirklich äußerst spannend für mich.( Man hat ja Gewürze aus der ganzen neuen Welt damals mit Gold aufgewogen und der Seehandel und Reichtum der Handesstädte kam ja vorwiegend dadurch.- Und was wären unsere Speisen ohne diese...puhhh; wie fade.)

In meinem Buch las ich dazu, dass in Zeiten europäischen Mittelalters in Mittelamerika es nicht nur große Stadtstaaten u.a. mit großen Handfelswegen gab, sondern in umliegenden Gemeinden die Bauern schon Mischfelder mit Mais, Bohnen, Kürbissen,Tomaten, Chillischoten anbauten, es Baumwoll- und Kakaoplantagen gab und Truthähne gezüchtet wurden.
Die Sammler, Händler und Jäger, die Wüsten und Regenwälder durchstreiften, brachten neben bunten Federn, Muscheln, Fellen, auch Rindenbast und Heilpflanzen (und Salz) mit in die Zentren.

Dort entstanden ganze Apothekergassen ( Ah, jetzt versteh ich: Daher liegen heute bei uns auch eine Apotheke neben der anderen...und kann sich immer noch nicht über mangelnde Einnahmen beschweren.. ...hihi)

Moctezuma II (1502-20) hatte einen botanischen Garten mit über 4000 Pflanzen ( und einer unzähligen Anzahl pflanzenkundiger Gärtner und Kräuterkundiger, die vorwiegend Heilmittel daraus brauten.)

Und zur Zeit der spanischen Eroberung Südamerikas gab es schon bei den Inkas Berufe wie Apotheker und Arzt.
Da es dort auch in den Bergen und Kordilleren, in den Amazonasbecken, in küstennahen Wüsten und den südlichen Regenwäldern reiche Pflanzenausbeute gab, die als Heilkräuter oder Gewürzkräutern benutzt wurden.
Viele dieser Kräuterwege sind heute noch intakt.

P.S.: Das wäre mal was: Eine Expetition in die Regenwälder ; die Apotheke der Welt ! Ich würde mich gern mal in die Baumwipfel mit ihrem reichen Pflanzenbestand hochseilen lassen; allein die Bromelien...
Und mein Herz braucht gleich `ne Extraration an Crataegus/ Weißdorn, damit mein Herz nicht schnerzt bei der Vorstellung, dass soeben wieder paar Hektar Regenwald den Bodenspekulanten zum Opfer gefallen sind...Diese Verbrecher !
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( A / Robert)

Das sind interessante Daten die du uns hier über Südamerika erzählst, prima dieser Abstecher dorthin.
Es ist schon erstaunlich was dort alles vorzufinden war damals, bis die Spanier kamen und so vieles unwiederbringlich vernichteten.
Wenn ich bedenke was diese Menschen alles wußten und wir vermutlich heute noch von diesem Wissen lernen könnten.
Du hast recht, Elk, es ist eine Schande wie immer noch mit den Wäldern umgegangen wird. Obwohl es mittlerweile Holzfirmen gibt die umdenken bei der Holzernte, - aber es müssen noch vieel mehr werden welche schonend und nachhaltig wirtschaften mit den Wäldern.
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Robert
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von Anzeige » Sa 27. Dez 2008, 23:00

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Re: Heilpflanzen der Indianer

Beitragvon Elk Woman » Sa 27. Dez 2008, 23:25

( A / Wasicun-win)

Blühendes, Gewöhnliches Stiefmütterchen

Man nimmt an, daß der lateinische Name "Viola" eine Verkleinerungsform des Griechischen "ion" darstellt: Ionische Nymphen sollen diese Blumen dem Ion bei der Gründung Athens überreicht haben. Die Bezeichnung "tricolor" weist auf die Dreifarbigkeit der Blüte hin.

Im Altertum und Mittelalter wurde die Pflanze medizinisch genutzt, geriet aber später in Vergessenheit.

Verwendete Pflanzenteile:
Verwendet wird das Kraut Violae tricoloris herba, das sind die getrockneten oberirdischen Organe der wildwachsenden Pflanze. In den Monaten Mai bis Oktober wird das blühende Kraut gesammelt.

Die Droge wird hauptsächlich aus Frankreich, Deutschland, der Tschechoslowakei und den Balkanländern bezogen

Getrocknete Blüten und Blätter des Gewöhnlichen Stiefmütterchens:

Es handelt sich um eine 7 bis 30 cm hohe Pflanze mit aufrechtem Stengel, der auch aufsteige-n kann, kantig ist, entweder einfach oder auch verästelt auftritt, kahl oder kurzhaarig ist mit wechselständigen Blättern, von denen die unteren herzeiförmig, die oberen elliptisch-länglich oder auch lanzettlich sind. Die Nebenblätter sind eiförmig-fiederspaltig mit großen, gekerbten Endzipfeln. Die gelbe oder dreifarbige Blüte tritt in den Monaten April bis November auf, steht einzeln an einem langen Stiel, hat 5 lanzettliche, spitze, ungleiche Kelchblätter mit einem Anhängsel und 5 ungleiche Kronblätter, deren größtes gespornt ist. Die 5 Staubblätter haben an der Spitze ein Anhängsel. Es sind drei verwachsene, oberständige Fruchtknoten vorhanden.

Medizinische Verwendung:

besonders bei Milchschorf bei Säuglingen, sowie bei Hautausschlägen aller Art, Drüsenschwellungen, Rheumabeschwerden sowie Blasenschwäche.
Es gilt auch als Blutreiniger, heute noch..
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Rhabarber, Rheum officinale Baillon

Der Rhabarberwurzel wird ein günstiger Einfluss auf die gestörte Tätigkeit der Darmschleimhaut zugeordnet. Sie wirkt harmonisierend auf den Stuhlgang und die gesamte Verdauung, vernichtet schädliche Pilze und Bakterien im Darm.

Wald-Sauerklee,
Diese Pflanze, auch kleiner Sauerampfer genannt, hat einen günstigen Einfluss auf Leber, Galle, Darm und den gesamten Verdauungsprozess. Sie wirkt blutreinigend, fördert die Ausscheidung toxischer (giftiger) Stoffe und wird bevorzugt eingesetzt bei Leber-, Gallen- und Nierenerkrankungen.

Ulmenrinde
Die Rinde der in Nordamerika wachsenden Ulme wirkt entzündungshemmend, krampf- und schleimlösend. Sie findet deshalb Anwendung bei Bronchitis, Fieber, Erkältungen, Husten, Hämorrhoiden, Reizdarm, Darmentzündungen, Hautproblemen.
Rotklee, Trifolium pratense

Den Blüten des Rotklees wird eine große Wirkungsbreite zugesprochen: Verbesserung des Hautbildes, Verringerung der Krebsrate bei Brust-, Gebärmutter- und Prostatakrebs, Wachstums-Hemmung verschiedener Krebszellen, Minderung der Wechseljahresbeschwerden, Vorbeugung gegen Osteoporose und Verlangsamung verschiedener Alterungsprozesse.

Breitwegerich
Verwendung finden die frischen, jungen Blätter und der Samen. zusammenziehend und entzündungshemmend. Der Sud aus den Blättern wirkt bei Darmbeschwerden und Durchfall. In alter traditioneller Anwendung auch als Mittel gegen Würmer, Parasiten und Pilze gebraucht.
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( A / Elk)

Hi, Wasi,
die "Kräuterweibchen" sind unterwegs..( nur gut das wir nicht im tiefsten Mittelalter in Europa lebten..haha)


Zurück zu Amerika und dessen Pflanzenreichtum.

Die Agave:
Einst soll "gefiederte Schlange" ( Quetzalcoatl der sagenhafte König von Tollan) vom Unheil (seines ausschweifenden Lebens..) gestraft wurden sein und von einem Weisen den weinartigen Trank aus Agaven bekommen haben, der ihn zuerst heilte und dann trunken machte. Dieser weiße Wein wurde "octil", "metl" oder "Pulque" genannt ( und schmeckte wie Weizenbier; was nicht bedeutet, dass die Bayern von den Azteken abstammen...lach! Oh weih, jetzt bekomm ich Ärger ...Sorry, blöder Witz.)

Diese Azteken sollen schon vor den Europäern einfache Destillationsverfahren entwickelt haben, mit denen sie aus Pulque den Mescalschnaps brannten.
Naja, eigentlich war Pulque trinken ja einreligiöser Akt und wurde bei den Azteken dann aber auch hauptsächlich medizinisch genutzt ( Schnittwunden, mit Federn und Pinienharz vermischt auch als Gichtpflaster).
Die schon erwähnten Kickapoo Indianer benutzen Agavenspitzen zum Hautanritzen bei Schlangenbiss, die Wurzeln werden zum trinkbaren Sud bei "Blutklumpen" im Körper ( ich denke mal, dass ist um Blutverdickungen zu beheben) und der Blättersaft gilt als gutes Heil-und Linderungsmittel bei wunden Füßen und Fußpilz ( na das hab ich doch schon immer gesucht) und das Agavenherz soll mit Salz aufgekocht ein gutes Mittel bei Gelbsucht sein. Auch die Maya verwendeten den Blättersaft bei Schürfungen und Hautrissen zwischen Zehen und aller Art von Pilzerkrankungen.

Und um meine Ausführungen nicht noch weiterzutreiben,
noch mal zu dem aus Agavenwein destillierten Schnaps, den man unter "Mescal" oder "Tequila" kennt.
( Der eigentlich nur zur Verdauung sein soll, aber bei größeren Dosen gehts einen halt wie ano "Quetzalcoatl"; es erwischt einen irgendwie dann auch eine andere Art wie Montecuzumas Rache und man weiß warum das Teufelszeug auch gegen Schlangenbisse angewandt wurde...)

Auch heute gehört die Agave (Agave americana) noch zu den meistgenutzten Heilpflanzen in Mexiko.
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( A / Wasicun-win)

ups lach sorryy Elk stimmt,
o.k. hier noch was..

die Rinde des Fenchelholz-Baumes
hilft bei Koliken, Blähungen, Leber- und Nierenschmerzen.
Der Sud aus Blättern und Beeren sollte rheumatische Beschwerden und Geschlechtskrankheiten.
Frisch zerriebene Blätter dienten als Wundpflaster, das ausgekochte Wurzelmark als Narkotikum.
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Die Indianer kannten sogar Penicillin.

Zur Behandlung von Wundinfektionen und gegen Diphtherie kratzten sie Schimmelpilzkulturen von Baumstämmen ab und strichen sie auf die Wunde.
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Die bekannteste indianische Kulturpflanze ist der Tabak.
Sein Saft half gegen Zecken und desinfizierte Wunden.
Sein Rauch begleitete nicht nur Rituale und Kulte, er linderte auch Kopf- und Zahnschmerzen.
In der Regel rauchten die Indianer den Tabak vermischt mit anderen Heilpflanzen.
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Krätze und Wurmbefall wurden mit Lilienwurzeln behandelt.

Offenbar hatten die Indianer die Wurmkur beim Grizzlybären abgeschaut.
Während der Lachs-Saison nehmen die Bären mit dem Fisch reichlich Würmer zu sich. Um sie wieder loszuwerden, fressen die Tiere dann die stark abführenden Lilienwurzeln.
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die Schafgarbe war am beliebtesten.
Schafgarbentee wurde gegen fast alle Beschwerden eingesetzt, von Erkältung bis hin zu Fieber, Verstopfung und Hämorrhoiden.
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Zu den spektakulärsten Erfolgen der indianischen Medizin zählt die Behandlung von Skorbut,
zum Beispiel mit Elsbeeren und Feigenkakteen.
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Bewährtes Verhütungsmittel vieler indianischen Stämme war die Yamswurzel. Sie enthält das Hormon Progesteron, wichtigster Bestandteil der "Antibabypille".
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Die Dakota tranken Echinacea-Sud gegen Blutvergiftung. In unseren Apotheken wird die Substanz oft verlangt; sie stärkt die körperlichen Abwehrkräfte.
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Zur Zahnpflege und Atemerfrischung wurde aus dem Stamm einer großen Blattpflanze eine harzartige Substanz gewonnen. An Sonne und Luft getrocknet, duften die zähen Pflanzentränen erfrischend und angenehm. Die Creek kauten die gummiartigen Stücke stundenlang: Der Kaugummi war erfunden .
______________________

( A / Jana)

Hatten wir hier schon die gute, alte Weidenrinde ?
Die Cheyenne bereiteten daraus einen Tee, der fiebersenkend und schmerzstillend wirkte. Die Wirkungsweise wird durch eine Erweiterung der Blutgefäße erzielt. Als Acetylsalicylsäure ist der Bestandteil der Weidenrinde heute weltweit in Gebrauch, und zwar in Aspirin, wahrscheinlich dem meistverkauften Medikament weltweit. Natürlich wird der Bestandteil mittlerweile synthetisch hergestellt.
___________________

( A / Wasicun-win)

Gesund durch Indianer-Heilwissen

Ein Tee macht Geschichte:

Wenn Ihnen jemand von einem Kräutertee erzählt, der angeblich Tausende von Menschen geheilt hat, werden sie das sicherlich nicht so leicht glauben.
Jedoch, über 70 Jahre Erfahrung mit diesem Tee sind eine deutlicher Hinweis darauf, dass er eine heilkräftige Wirkung besitzt, die so manchen Arzt zum Staunen bringt.
Die Ergebnisse variieren von bessere Schlaf und mehr Energie bis hin zu - in der Tat - spektakulären Heilerfolgen bei Tumoren.
Diese Buch bietet eine Zusammenstellung aller Informationen, die bis heute über die Kräutermischung verfügbar sind.
Gesund durch Indianer-Heilwissen beschreibt die fesselnde Lebensgeschichte der Krankenschwester Rene Caisse und ihren Kampf um die Anerkennung des Kräutertees als Heilmittel gegen Krebs.
Die Autorin geht dabei auf die Heilkunst der Ojibwa-Indianer ein, von welchen das ursprüngliche Rezept stammt.
In diesem Buch werden alle acht Kräuter des Tees der Reihe nach vorgestellt: Ihre aktiven Bestandteile, Heileigenschaften, sowie die wichtigsten Anwendungsmöglichkeiten.
Das Werk vermittelt durch abgedruckte Briefe von Anwendern des Tees einen Eindruck von den aufsehenerregenden Resultaten, die damit erzielt worden sind.
Eigentlich sollte jeder, ob krank oder Gesund die Geschichte des Tees kennen.

Kostet 13,50 bei Seven Arrows
http://www.seven-arrows.de/catalog/prod%20...%20cts_id=218
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Re: Heilpflanzen der Indianer

Beitragvon Elk Woman » Sa 27. Dez 2008, 23:38

(A / Brigitte)

Kenne auch ein interessantes Buch von:
Maria Treben
"Heilkräuter aus dem Garten Gottes,
ca. 230 Seiten

Viele Kräuter werden vorgestellt
wie z.B.
Arnika, Bärlapp,Bärlauch, Beinwurz, Brennessel, Ehrenpreis, Frauenmantel, Goldrute, Hirtentäschel, Huflattich, Johnniskraut, Kalmus, Kamilie, Käsepappel, Labkraut, Löwenzahn, Mais, Mistel, Odermennig, Pestwurz, Ringelblume, Salbei, Schafgarbe, Schlüsselblume, Schöllkraut, Spitzwegerich, Taubnessel, Thymian, Vogelknöterich, Wegwarte, Weidenröschen, Weißdorn, Wiesenbärenklau, Wiesengeißbart, Zinnkraut ............wird alles beschrieben.
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alphabetisch ist alles geordnet - je nach Beschwerden was einem so plackt. Von Ärger,Ausschlag, Bienenstiche
bis hin zum Wundbehandlungen, Venenentzündung und vieles vieles mehr. Ein dickes Buch. Gut und ausführlich erklärt.
Sogar mit Farbabbildung der einzelnen Pflanzen.
Habe ich mir mal vor etlichen Jahren gekauft.
Hat sich gelohnt und kann das Buch nur jedem weiterempfehlen.
Sehr interessant und informativ. Mache mir lieber einen Tee
aus der "richtigen Kräutermischung" anstatt mir irgendwelche
Tabletten einzuwerfen.

Hier mal die Buchdaten:
Maria Treben
Heilkräuter aus dem Garten Gottes.
Ennsthaler Verlag STEYR
ISBN 978-3-85068-750-8
______________

( A / Wasicun-win)

8 - Kräuter Indianertee
Natürliche Kräutermischung

Es ist eine Mischung aus acht biologischen, naturbelassenen Kräutern, die einem Rezept der Ojibwa-Indianer nachempfunden ist und
nach traditioneller Überlieferung, genau wie diverse Nahrungsmittel, eine unterstützende Wirkung auf den gesamten Organismus hat.
Zusammensetzung (ergibt 4 x 1 Li. Kräutertee):
Klettenwurzel (Arctium lappa),
Ulmenrinde (Ulmus rubru),
Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella),
Brunnenkresse (Nasturtium officinale),
Benediktenkraut (Cnicus benedictus),
Braunalge (Laminaria digitata),
Rotkleeblüten (Trifolium pratense),
Rhabarberwurzel (Rheum palmatum).
--------------------

Indianische Heilpflanzen

673 indianische Heilkräuter hat die Schulmedizin inzwischen anerkannt und erfolgreich eingesetzt.
Die Native Americans unterscheiden ausgehend von den jeweiligen Eigenschaften weibliche und männliche Pflanzen, die außerdem in warme und kalte Kräuter unterteilt werden.
Salbei wird aufgrund seines geraden hohen Wuchses mit dem männlichen Prinzip assoziiert, während das biegsame Süßgras für das Weibliche steht.
Beide Kräuter werden bei Reinigungszeremonien eingesetzt.
Zu den kalten Pflanzen zählen beispielsweise Kürbis, Melone oder Aloe Vera, da sie kühlend und entzündungshemmend wirken. Warme Pflanzen wie Chili oder Cayennepfeffer regen die Durchblutung an und wirken wärmend.

Bei einem Sonnenstich wird zunächst eine wärmende Brühe aus Rosmarin und Chilischoten verabreicht, um für kurze Zeit die Temperatur zu erhöhen.
Danach werden wasserhaltige kalte Pflanzen wie Kürbis, Melone oder Gurke gegeben, um das Fieber langsam zu senken.
Für die Indianer sind Pflanzen ihre Brüder und Schwestern, die mit Respekt behandelt und die nicht verschwendet werden sollen.

Indianische Heilkräuter,
die auch hierzulande erhältlich sind:
Amerikanischer Ginseng - Regt die Durchblutung und den Zellstoffwechsel an, stabilisiert das Nervensystem, senkt den Blutzuckergehalt, bewirkt außerdem eine Verzögerung des Vitamin C-Abbaus im Blut
Aloe - Wirkt abführend, gegen Blähungen und Husten, äußerlich angewendet gegen Hautreizungen, Verbrennungen, trockene Haut oder rheumatische Erkrankungen
Echinacea - Heilt Wunden, Abszesse, Verbrennungen und Insektenstiche, wirkt reinigend auf Blut, Leber und Nieren, stärkt das Immunsystem
Cayenne - Fördert die Durchblutung, stärkt das Herz und unterstützt die Verdauung.
Eine Prise Cayenne in die Schuhe gestreut, hilft gegen kalte Füße.
Kamille - Wirkt beruhigend, lindert Magenbeschwerden, reinigt und beruhigt die Atemwege bei grippalen Infekten
Löwenzahn - Hilft bei Verstopfung und wirkt harntreibend
Mais Tee aus Maisblättern oder -griffeln wirkt bei Verstopfung und Durchfall, bei Nieren- und Blasenleiden, wirkt außerdem blutdrucksenkend und kräftigend auf das Herz
Nepata Cataria (Katzenminze) - Wirkt beruhigend und Schlaf fördernd.

Nachgelesen hier ------
http://www.enveda.de/Magazin/mag_350.c
__________________________

( A / Brigitte)

Also wenn ich krank bin, weis ich ja wohin ich mich wenden kann. Mit deinem ganzen Wissen über Kräuter bin ich bei Dir gut aufgehoben. oder? Kannst mich dann gesund pflegen.
Wie wärs ?? lol lol lol lol

_________________

( A / Elk )

Hi, Wasi,
danke für die Mühe mit der Fortsetzung des Themas Heilpflanzen der Indianer.

Besonders einleuchtend finde ich "Eine Prise Cayenne in die Schuhe gestreut, hilft gegen kalte Füße. " d.h. man hüpft dann ( besonders wenn man keine Socken und kleinere Wunden an den Füßen hat) so toll herum, dass man warme Füße bekommt . Lol !
___________________

( A / Wasicun-win)

Das möcht ich sehen Elk .. lach ..

@Brigitte klaro bekomm ich hin ,
ist doch selbstverständlich..


Aber es gibt auch ein sehr gutes Buch:

Der Autor G. Ulmer schreibt in seinem Buch

„Die Gesundheit finden mit Flor Essence“:

„In der Tat hat Flor Essence eine beruhigende und schmerzlindernde Wirkung auf den gesamten Organismus.
Sie baut Blut auf, hilft der Verdauung, wirkt sehr günstig auf die Darmflora und verhindert Verstopfung.
Sie regt das Immunsystem an und entgiftet den Körper.
Flor Essence stärkt das Immunsystem nicht nur im Kampf gegen Krebserkrankungen, sondern auch gegen Krankheiten wie Asthma, Allergien, Arthritis, Geschwüre, Geschwülste, Hämorrhoiden, Prostata- und Harnbeschwerden, Diabetes, Kreislaufprobleme, Schuppenflechte, Impotenz, Tumore und vieles andere mehr.
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Grosse Klette, Arctium lappa L.

In der traditionellen Volksheilkunde finden die getrockneten Wurzeln der großen Klette Anwendung.
Andere Klettenarten besitzen eine deutlich geringere Menge arzneilich wirksamer Inhaltsstoffe.
Besonders zu erwähnen sind Lignane, Arctiin, Inulin, Schleimstoffe und geringe Mengen an ätherischen Ölen.

Die europäische Volksheilkunde schreibt den Klettenwurzeln eine harntreibende, blutreinigende und entgiftende Wirkung zu. Sie findet deshalb Anwendung bei Gelenkrheuma, Geschwüren, Lebererkrankungen, Wechseljahresbeschwerden, Wundheilung, Hautleiden, Furunkeln, Abszessen, Ekzemen sowie Haarausfall und Kopfschuppen.
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und etwas für die <<<Damen<<

Rotklee, Trifolium pratense

Den Blüten des Rotklees wird eine große Wirkungsbreite zugesprochen: Verbesserung des Hautbildes, Verringerung der Krebsrate bei Brust-, Gebärmutter- und Prostatakrebs, Wachstums-Hemmung verschiedener Krebszellen, Minderung der Wechseljahresbeschwerden, Vorbeugung gegen Osteoporose und Verlangsamung verschiedener Alterungsprozesse.
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( A / Elk)

Hi, Wasi,
gut das wir nicht im Mittelalter leben....
Stell mir gerade Deine Kräutermedizinbag vor (oder Kräuterküche...Lol); nimmst du die Tinkturen alles selber ein, ich meine so bevor Du die Brigitte dann verarztest ?

Hurra, es ist Weekend und hab keine Lust auf ernsthafte Themen, zumal die Sonne "wieder" bei uns scheint !

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( A / Brigitte)
Oje - im Mittelalter ist man ganz schnell auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden, wenn man Kräuter gesammelt hat. Seid froh das wir nicht im Mittelalter leben.
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( A / Wasicun-win)

"Arnika"

Umschläge mit Arnikatinktur helfen bei Zerrungen von Muskeln und Sehnen, bei Faserrissen und Quetschungen.
Blutergüsse klingen mit Hilfe von Arnika-Umschlägen schneller ab, da die Resorption verbessert wird.
Diese Wirkung ist auf den Wirkstoff Helenalin zurückzuführen.
Bei zu hoher Konzentration von Arnika-Tinktur kann es allerdings zu Reizungen und
Schädigungen der Haut kommen, eine Einnahme kann sogar zu Atemlähmung und Herzstillstand führen.

Arnika enthält das giftige Helenalin (ist ein Entzündungshemmer),
deswegen sollte Arnika als Selbstmedikation nicht innerlich angewendet werden.
Das Laub kann aufgrund des Wirkstoffes Arnicin Hautreizungen hervorrufen.
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( A / Elk )

Hi, Wasi,
Arnika war unseren Vorfahren auch schon bekannt. Mein direkter Vorfahre in 2.Linie (Großvater) hat uns als Kinder immer schon bei jeder Verstauchung gesagt "nehmt Arnika" ( und ich verarzte meine Leute heute damit... )
________________

( A /Wasicun-win)

stimmt Elk auch ich kaufe noch heute Arnika -salben

hatten wir schon
Aloe?:

Aloepflanzen wurden durch Sklaven nach Amerika gebracht.
Die indianer verwendeten nicht nur den saft der blätter, sondern auch den der wurzeln und des wurzelstockes.
Es war ein Abführmittel und ein mittel zur Reinigung von Leber, Nieren, Blase und Dickdarm.

Seminolenfrauen benutzten den frischen Saft aus den Blattspitzen als menstruationsförderndes Mittel.
Die Creeks benutzten es als Mittel gegen schweren Sonnenbrand, Hautentzündungen und Geschwüren.
Mundpflege bei Schwellung des Zahnfleisches verwendet.
Als Augenspülung bei Bindehautentzündung wurde es ebenfalls genutzt.
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Alaunwurzel

Die Meskwakis und andere Stämme pulverisierten die große holzige Wurzel.
Dann streuten sie das Wurzelpuder auf blutende Wunden.
Es war eines der meisten benutzten Mittel.

Die Alaunwurzel ist eine Wildgeranienart, sie war weitestgehend nur den Indianern bekannt.
Sie kommt in Felsigen Gebieten vor, und ist harten Umweltbedingungen gewachsen
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ups noch etwas vergessen
zum "Bärlapp"

Das Sporen-Pulver wird äusserlich als Mittel gegen allerlei Hautkrankheiten eingesetzt.
Innerlich als Tee (Aufguss, nie kochen!) kann man Bärlapp-Sporen für Krankheiten des gesamten Harnapparates verwenden.
Durch die Steigerung der Urinausscheidung ist Bärlapp auch gut für den Stoffwechel und kann dadurch gegen Rheuma und Gicht benutzt werden.

In der Volksheilkunde wird auch das ganze Kraut für die Anwendung bei Problemen des Harnappartes verwendet.
Da das Kraut leicht giftig ist, sollte man mit dieser Art der Anwendung vorsichtig sein.
___________________
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Re: Heilpflanzen der Indianer

Beitragvon Jana » Di 15. Dez 2009, 21:20

Inka-Nuss: Samenkapseln enthalten wertvolle Vitamine und Fettsäuren
Ein vorweihnachtlicher Gesundheitstipp von Pluspunkt-Apotheker Klaus Krebs (Quelle)
Gefunden in der Zeitung “Stadt-Galerie Aktuell” vom 05.12.2009 (Quelle)

Anmerkung: Leider ist der Artikel nirgendwo online, deshalb hier die Niederschrift.

Bereits vor 500 Jahren kam mit der Kartoffel ein sehr wertvolles Nahrungsmittel nach Europa, dessen Ursprungsland angeblich Peru sein soll. Offenbar hat das Land in den Anden noch einen weiteren Schatz, der den Europäern bis vor wenigen Jahren gänzlich verborgen war: die Inka-Nuss

Die krautige Kletterpflanze, die in den Regenwäldern der Anden wächst, trägt dort den Namen Sacha Inchi (sprich Satscha Intschi).
Genaugenommen handelt es sich gar nicht um Nüsse, sondern um Samenkapseln. Diese enthalten ein sehr wertolles Öl, wie Untersuchungen ergeben haben.
Demnach enthält die Pflanze das Speiseöl mit dem höchsten Anteil an essentiellen Fettsäuren (Linolsäure und a-Linolensäure). Dieser liegt bei über 85 Prozent. Olivenöl hat im Vergleich dazu nur 11 Prozent, Sojaöl '63 Prozent und Maisöl 59 Prozent. Trotz des hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren ist das Öl recht oxidationsstabil, sollte aber trotzdem luftdicht verschlossen und dunkel gelagert werden. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe des Inka-Nuss-Öls sind Vitamin E und A sowie eine Reihe von Phytosterolen. Zudem ist der Eiweiß-Gehalt im Vergleich zu anderen Ölen sehr hoch und liegt bei 33 Prozent.
Von den Inkas und ihren Nachfahren wurde das Öl mit Mehl vermischt und äußerlich als Hautpflegemittel angewendet, auch bei Muskelkater und rhematischen Beschwerden kam es zum Einsatz. Wie weitreichend der Einsatz des Sacha-Inchi-Öls in der westlichen Welt sein könnte, ist noch nicht gänzlich klar. Neben seiner Verwendung als hochwertiges Lebensmittel könnte es auch in kosmetischen Produkten seine Wirkung entfalten.
Weitere Forschungen müssen über medizinische Anwendungsmöglichkeiten Aufschluss geben. Man erhofft sich eine blutdrucksenkende Wirkung, einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel und eine Unterstützung bei der Behandlung von Arthritis, Diabetes oder sogar Krebserkrankungen. Darauf bauen auch die Peruaner, für die die Entdeckung der Inka-Nuss durch die westliche Welt wie gerufen kommt.
2007 sollen auf dem Weltmarkt bereits 60.000 Liter Sacha Inchi-Öl verkauft worden sein, ein Jahr später schon das Doppelte. Wenn der Trend anhält, könnte die Inka-Nuss schon bald zu einem der wichtigsten Exportmittel des Anden-Staates werden.
Jana
 

Re: Heilpflanzen der Indianer

Beitragvon wasicun-win » Mi 16. Dez 2009, 08:59

Danke Jana ..
Dieses Öl kenn ich schon ,man kann es aber nur über seinen Hausarzt beziehen ,
da es ohne Verschreibung nicht frei in den Apotheken zu haben ist.

Die Samen der Kletterpflanze Sacha-Inchi liefern ein leichtes Öl mit hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren und Aminosäuren.

Anwendungsempfehlung:
täglich 1/2 - 1 Teelöffel des Öls einnehmen

Wirkstoffgehalt / Kapsel:
100 % Sacha-Inchi (Plukenetia volubilis linneo)-Öl (ca. 45 - 55 % Omega-3-Fettsäuren und ca. 35 - 40 % Omega-6-Fettsäuren)

Für Diabetiker geeignet:
Ja


Anwendungsgebiete:Anti-Aging, Blut/Gefäße/Herz, Frauen, Gehirnfunktionen, Haut/Bindegewebe, Nerven/Schlaf, Stoffwechsel

Auf einer anderen Seite fand ich dies noch dazu ..was ich sehr interessant noch fand..


Verwendung:
Interne Verwendung: Öl Sacha Inchi Extra Virgin verbraucht werden kann in der Höhe von 1 Esslöffel 2 mal pro Tag. Es kann auch verwendet werden, als Teil der täglichen Nahrung für die Vorbereitung einer Vielzahl von Speisen, sondern immer eine Überhitzung zu vermeiden.
Externe Anwendung: on-line Ausdruck, Falten und trockene Haut oder beschädigt werden. Gelten in der Form der Massage auf die Bereiche der möglichen Auftreten von Stress oder entspannenden Therapien. Für die Haare und Kopfhaut bei trockener oder beschädigt Haar.

Für seine Eigenschaften Sacha Inchi Öl kann in der:

Kosmetikindustrie Nahrungsergänzungsmittel Industrie Lebensmittelindustrie Pharmazeutische Industrie In der Kosmetikindustrie Sacha Inchi Öl wird als verbindlich und schäumend Agent für Seife.
Es hat auch Auswirkungen auf die Ernährung der Haut, und bietet eine weiche glänzende Blick in die Haare, wenn sie auf ihn.

Sacha Inchi Öl kann eine nette Überraschung, wenn spritzte auf Salate oder auf gekochtem Gemüse dank seiner angenehm leicht nussigen Geschmack. Darüber hinaus könnte es als Bestandteil für die Vorbereitung der verschiedenen Mischungen und Dressings.

In der Nahrungsergänzungsmittel Industrie für die hohe omegas, dieses Öl ist die perfekte Ergänzung für die Menschen, die keinen Fisch essen ( smile wie Wasi ... :mrgreen: )oder Omega - Gemüse reich genug.

Die pharmazeutische Industrie findet in diesem Öl einer unübertrefflichen Faktor Gesundheit zu erholen.
Es hilft, Cholesterin zu senken, hilft es, die Verringerung Krebs bedingte Krankheiten, es verbessert die Haut und hat viele andere positive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

Quelle: http://www.natureperu.com/product_info. ... anguage=de
wasicun-win
 

Re: Heilpflanzen der Indianer

Beitragvon Jana » Mi 16. Dez 2009, 17:57

Danke, liebe wasi!

Als ich das mit den Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren las, dachte ich auch sofort: Das ist ein guter Ersatz für Fisch. Ich denke auch ernsthaft darüber nach, keinen Hochseefisch mehr zu essen, denn laut neuester Greenpeace-Studie sind inzwischen sogar die bisher uneingeschränkt empfohlenen Fische Alaska-Seelachs und Hering (!) so überfischt, dass man sie guten Gewissens eigentlich gar nicht mehr essen kann. Und der allseits hoch gelobte "Ersatzfisch" Pangasius stammt z.T. aus Aquakulturen, für die Mangrovenwälder gerodet werden (die Kinderstube der Fische übrigens), die das Meer verschmutzen und in denen die Fische in tierquälerischer Massentierhaltung leben. Und leider sind die Süßwasserfische aus unseren heimischen Seen und Teichen nicht so reich an wichtigen Nährstoffen. Also ist das Öl eine echte Alternative. Und wenn es auch noch gut schmeckt, kann man es vielleicht sogar als Brotaufstrich verwenden und die industriell hergestellte Margerine, in der oft Palmöl drin ist, weglassen. Manche Leute nehmen ja Olivenöl als Brotaufstrich, aber das schmeckt mir nicht so. :mrgreen:

Ich wundere mich nur, dass das Öl verschreibungspflichtig sein soll, obwohl es doch eher ein Nahrungs(ergänzungs)mittel als eine Medizin ist und die Pharmaindustrie es doch eigentlich in medizinischer Hinsicht noch gar nicht richtig erforscht hat. Ich frage mal in meiner Apotheke nach (deren Inhaber rein zufällig diesen Artikel verfasst hat :mrgreen: ). Die haben mir schon oft geholfen, wenn ich für die Wellis spezielle Naturheilmittel (z.B. Augentrostkraut) oder eine perfekt abgewogene Mischung elektrolytischer Salze zur Herstellung einer Tyrode-Lösung zur unterstützenden Behandlung eines Nierenleidens brauchte.

LG Jana
Jana
 

Re: Heilpflanzen der Indianer

Beitragvon wasicun-win » Do 17. Dez 2009, 08:50

@ Jana

würde mich ja brennend auch interessieren Danke !!

l.g.

wasi
wasicun-win
 

Re: Heilpflanzen der Indianer

Beitragvon Elk Woman » Di 8. Feb 2011, 15:14

Die Yucca Wurzel

Die Yucca-Wurzel ist den Indianern im Südwesten Amerikas schon seit Jahrhunderten bekannt. Sie enthält eine Fülle von Vitalstoffen, insbesondere einen hohen Anteil an seifenähnlichen Wirkstoffen (Saponien).


Yucca-Wurzel: Baden Sie in ihr, seifen Sie sich ein, essen und trinken Sie sie
VON ICTMN, 7. Februar 2011

"Die Yuccawurzel, benutzt von unseren Vorfahren, um Hautwunden zu heilen und Schrammen zu verringern, Blut zu reinigen und gegen Arthritis. Deren Nutzen für die Gesundheit in allen seinen Formen , wird jetzt auch wie ein Hauptbestandteil in den Hygieneprodukten spezifisch für Krebspatienten empfohlen.

Eingeborene in der Regionen von Mexiko und im trockenen südwestlichen Teil der Vereinigten Staaten, verwendeten die Wurzel im allgemeinen für eine gesunde Seife. Deren desodorierende Substanz soll nun auch für Lymphkrankheiten im Achselhöhlenbereich gut verträglich sein, d.h. um nicht mit rauen Chemikalien überzu belasten, weil das Lymphsystem den Körper vor Infektion schützt.

Wegen des hohen Saponingehalts der Wurzeln entsteht eine seifige Beschaffenheit, für natürliche Seifen- und Shampooprodukte. Das so gewonnen Shampoo der Indianer durch die Yucca, verhindert Haarverlust , Schuppen und erzeugt weiche, glänzende Haare.

Unter seinem vielen geglaubten Nutzen wird Yuccawurzel angeblich auch eine Senkung des Cholesterins, durch Stoppen der Anhäufung der sauerstofffreien Radikalen, das Verhindern von Blutgefäßschäden und eine Milderung der Symptome nachgesagt die mit Arthritis, Bursitis und Gicht verbunden sind.

Die Wurzel enthält lt. Aussagen von Erzeugern Vitamin C, B und A, sowie Kalzium, Phosphor, Kalium und Eisen und soll auch in der Puderform der Wurzel vorhanden sein, die Protein enthält. Man könnte sie mit Wasser, Joghurt, Smoothies oder Saft mischen.
Die Saponine im Puder dienen als das entzündungshemmende Mittel und verringern Muskelkrämpfe, Schmerzen und die Symptome von Arthritis."
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