Private Initiativen




Initiativen und Investitionen in IndianCountry

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Mobiler Lebensmittelladen in San Felipe Pueblo *

Beitragvon Bärbel » Di 26. Jun 2012, 07:17

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2012/06/25/the-nb3-foundation-brings-a-grocery-store-on-wheels-to-the-san-felipe-pueblo-120311?utm_medium=social&utm_content=the-nb3-foundation-brings-a-grocery-store-on-wheels-to-the-san-felipe-pueblo-120311%3F&utm_campaign=fb-posts

frei übersetzt:
NB3 Stiftung bringt mobilen Lebensmittelladen nach San Felipe Pueblo
Der mobile Lebensmittelladen, MoGro, öffnete am 19.6. zum ersten Mal in San Felipe Pueblo, wo er 100 Ortsansässige begrüßte, die gekommen waren, diese Eröffnung zu unterstützen und eine Auswahl gesunder und bezahlbarer Produkte zu kaufen.

MoGro ist ein Partner der zunächst für zwei Jahre geplanten Initiative der Notah Begay III (NB3) Stiftung in Zusammenarbeit mit San Felipe Pueblo und dem John Hopkins Center for American Indian Health in San Felipe Pueblo zur Bekämpfung der Fettleibigkeit und der Diabetis Typ 2 bei Kindern. Zusätzlich möchte NB2 Schulungen zu Ernährung, sportlicher Aktivität und Möglichkeiten für Führungspositionen für Jugendliche anbieten, um gegen die Gesundheitskrise anzuarbeiten, die vor allem indianische Kinder ernsthaft betrifft.

"Indianische Kinder von gerade mal 4 Jahren werden schon mit Diabetis Typ 2 diagnostiziert", sagt Crystal Echo Hawk, Geschäftsführerin der NB3 Stiftung, die 2005 durch den 4fachen PGA-TOUR-Gewinner Notah Begay III gegründet wurde. "Wenn wir jetzt nicht eingreifen, werden wir der Realität ins Auge blicken, die dann so aussieht, dass dies die erste Generation sein wird, die ihre Eltern nicht überlebt."

Das Ziel der NB3 Stiftung für dieses Projekt ist es, die Gesungheit der Kinder und Familien von San Felipe nachhaltig zu verbessern und damit den Startschuss für die Entwicklung weiterer Modell-Programme auch an anderen Orten in Indian Country zu setzen. Die Stiftung mit Hauptsitz in Santa Ana Pueblo in New Mexico hilft mehr als 10.000 indianischen Jugendlichen in 11 Staaten durch Sport-, Gesundheits- und Jugendprogramme und Initiativen. Das NB3 Stiftungs-Projekt in San Felipe Pueblo wird unterstützt von der W.K.Kellogg Stiftung und anderen staatlichen und nationalen Spendern und Partnern.

"Die NB3 Stiftung und deren Gründer Notah Begay III investieren in innovative und nachhaltige Initiativen, die Strategien und Wege aufzeigen, die Ausbreitung von Fettleibigkeit und Diabetis Typ 2 unter indianischen Kindern zu reduzieren" erklärt Echo Hawk.

MoGro will nicht nur San Felipe zweimal pro Woche bedienen sondern auch Santo Domingo, Cochiti und Jemez Pueblo.

MoGro ist die Idee von Rick Schneiders, Vorsitzender in Ruhestand und CEO des Nahrungsmittelvertriebes Sysco Corp, und seiner Frau Beth. Das Paar startete diesen mobilen Lebensmittelservice 2010, nachdem die John Hopkins Pilot-Studie ein großes Problem darin aufzeigte, dass die Indianer ihre traditionelle Lebensmittelgrundlage verloren haben und gesunde Lebensmittel schwer bis gar nicht zu bekommen sind. Und so starteten die Schneiders ihre Mission, stark zuckerhaltige Nahrungsmittel dadurch zu verdrängen, dass sie gesunde, bezahlbare und nachhaltige Lebensmittel zu den Pueblos brachten, von denen viele 80 km vom nächsten Lebensmittelladen entfernt leben.

"Es ist ein zeichensetzender und historischer Tag in unserer Partnerschaft zwischen dem San Felipe Pueblo, MoGro und John Hopkins mit dem Ziel, die Gesundheit und die Leben der Kinder und Familien von San Felipe Pueblo zu verändern." sagt Echo Hawk in einer Erklärung.

Der mobile Lebensmittellladen wurde gerne angenommen, was sich darin zeigt, dass so viele aus den unterschiedlichsten Generationen gekommen waren, und das schon, bevor MoGro überhaupt die Türen öffnete in der Stadt San Felipe. MoGros erste Kundin, Veronica Esquibel, ein Stammesmitglied, brachte ihre Dankbarkeit bezüglich der Auswahl und Preise zum Ausdruck "Es erspart mir eine 45-Minuten Fahrt nach Albuquerque" sagte sie in der NB3-Presseerklärung. Das ist sehr günstig für die Gemeinschaft, da es näher am Dorf ist und zu Fuß erreicht werden kann."

Eine andere Anwohnerin, Christine Tenorio, lobte die Nahrungsmöglichkeiten für Kinder "Es ist gut für Eltern, dies ihren Kindern zu bringen, damit sie nicht nur schlechte Lebensmittel sondern auch aus guten auswählen können." sagte Tenorio.

Der Gouverneur der San Felipe Pueblo, Anthony Ortiz, war ebenfalls bei der Eröffnung am 19.6. anwesend. "MoGro sensibilisierte die Aufmerksamkeit unserer Gemeindemitglieder für Gesundheitsbelange." sagte der Gouverneur nach einem Rundgang bei dem er seiner Frau geholfen hatte, ein paar Lebensmittel auszuwählen. Der Gouverneur drückte seine Freude über die Verbesserung durch MoGro aus, da viele Gemeindemitglieder Schwierigkeiten haben, einen 45 km langen Weg zum Lebensmittelgeschäft in Bernadillo zu bewältigen. "MoGro ist ein gutes Projekt, um gesunde Lebensmittel zu bringen, die unsere Gemeindemitglieder verdienen... wir hofften, dieser Tag würde einer Tages kommen und nun ist er da, es ist tatsächlich Wirklichkeit geworden. Ich hoffe, es wird sehr erfolgreich sein."
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von Anzeige » Di 26. Jun 2012, 07:17

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Re: Mobiler Lebensmittelladen in San Felipe Pueblo

Beitragvon Elk Woman » Di 26. Jun 2012, 12:42

Ganz wichtige und sicher dringliche Sache, gut das es da Zusammenschlüsse gibt.
Danke Bärbel !

Hier die offiziellen Seiten der 3 Organisationen:

http://www.facebook.com/notahbegayfoundation
http://www.nb3foundation.org/
http://www.mogro.net/
http://www.jhsph.edu/research/centers-and-institutes/center-for-american-indian-health/

Persönliche Anmerkung:
Manchmal frage ich mich bei solchen Meldungen allerdings, was für Schwierigkeiten wohl vorliegen müssen, wenn man nicht in ländlich nahen Gebieten ( wo nur- bzw. wenn überhaupt, dann nur ein Läd`chen vorhanden und man ansonsten km -weiten Aufwand betreiben muss um an gesunde Lebensmittel zu kommen, so etwas nicht in den Gemeinden selber bzw. in marktähnlichen Strukturen oder in der Art eines genossenschaftlichen Zusammenschluss organisiert werden kann..?

Hier stoße ich aber wieder an die bekannte Grenze: „Zu kompliziert oder zu komplex, um es von außen begreifen- oder beurteilen zu können.“

Was im allgemeinen ja sowieso eine schlechte Ausgangslage in vielen Themen für so ein Forum hier ist, d.h. wenn man nicht wenigstens einen/ eine „Korrespondent(in)“ VOR ORT hat..!!!
Und sicher auch ein Grund mit ist für die offensichtlich mangelnden Beteiligungen bei solchen speziellen Themen.


e.
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Beitragvon Elk Woman » Di 2. Feb 2016, 15:09

Privater Einzelhandel in Native Besitz

Martin Pilcher, Lakota aus Pine Ridge
hat im Dezember das Lebensmittelgeschäft ´Arrowhead Foods ´
in Whiteclay gekauft.


Der größte Teil der Aufmerksamkeit der Medien um die kleine Stadt Whiteclay,
hat sich auf Alkoholismus und Abhängigkeitsprobleme konzentriert,
vermerkte einen Artikel im Rapid City Journal zum Kauf von Arrowhead Foods.

http://rapidcityjournal.com/news/local/grocery-becomes-first-native-owned-business-in-whiteclay/article_355d0a3e-baa9-501d-aea8-3df71c1b4540.html

bzw:

viewtopic.php?nxu=45302369nx28228&f=22&t=1282&p=5924&hilit=Whiteclay#p5924

Tatsächlich, Whiteclay ist berüchtigt für seinen hohen Alkoholverkauf an die Nachbar- Bewohner im Pine Ridge Reservat.

"In der Vergangenheit ist alles über Bierabsatzes und die Leute auf der Straße das einzige Bild gewesen,
was die Welt über Whiteclay zu sehen bekam.
Sie wissen nichts über die guten Dinge die in Whiteclay passiert sind.
Es ist nicht alles Bier und Betrunkene " , sagte Martin Pilcher dem Rapid City Journal.

Und jetzt könnte Whiteclay auch für gebratene Hähnchen und Guacamole für die Oglala stehen.
"Wir verkaufen im Minimum 200 Bestellungen von Huhn pro Tag.
Die Kunden sowie die acht Mitarbeiter von Arrowhead Foods sind alle Ureinwohner", sagt M. Pilcher.

Arrowhead verkauft Lebensmittel und keinen Alkohol, bzw. M. Pilcher hat auch keine Pläne dies zu tun.
"Das ist ein Lebensmittelgeschäft; Wir sind Familienorientiert", sagte er.

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2016/02/01/native-owned-grocer-draws-crowds-whiteclay-chicken-not-booze-163260

https://www.facebook.com/Arrowhead-Foods-743624525667679/?rf=128394237206788
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Re: Private Initiativen

Beitragvon Elk Woman » Di 2. Feb 2016, 15:34

und noch aus 2012 / 2013 nachgeschoben :

Dibe Biccino – Eine Unternehmensgründung Junger Navajos

Seit Oktober 2012 gibt es schon ein Cafe-Unternehmen bei den Navajos,
deren Eigentümer /Gründer sind 8 junge Menschen, die damit große Pläne für ihre Gemeinschaft verfolgen :

Leslynn Begay, Lyncia Begay, Klee Benally, Prinzess Benally, Yves Kinney, Kristall Kinney, Shelby und Steven Ray Toya.

(Anmerkung :

Eine kleine Änderung in der Namensfolge der Betreiber fand ich vor kurzem in der Navajo Times :
"The partners in Dibe Biccino include Jodi Manuelito, Toby Manuelito, Klee Benally, Yves Kinney, Leslynn Begay,
Lyncia Begay, Crystal Kinney, Steven Toya and Shelby Ray.")


Einen festen Laden haben die jungen Gründer noch nicht sich einrichten können (Stand 2013),
daher betreiben sie das Unternehmen noch als eine Art Wander -Coffee Shop :

http://navajotimes.com/business/2013/1013/100313coffee.php

https://www.facebook.com/dibebiccino

http://dibebiccino.com/dibe-biccino-and-the-navajo-times/
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Re: Private Initiativen

Beitragvon Elk Woman » Di 2. Feb 2016, 15:37

Laden mit Cafe,
sowie Handwerkermarkt mit Kunstgalerie,

im Pine Ridge Reservat


"Freie " Zusammenfassung :

"Dead Man`s Hand" ist ein ungewöhnlicher Name für einen Laden mit Espresso Cafe.
Die Idee dazu stammt von Jason Schoch (aufgewachsen in einer Kleinstadt in North Dakota)
und Patricia Hammond (Oglala Lakota, aufgewachsen in Pine ridge, South Dakota).

Jason kam durch seine Arbeit mit Umweltprojekten auch mit dem Thema "ländliche Gärten und unterversorgte Gemeinden " in Verbindung.
Besonders seine Bekanntschaft mit Jane Goodall (international bekannte Umweltaktivistin) und ihrer Arbeit an dem "Roots and Shoots" -
Jugend-Programm und wie man es in die Reservate bekommen kann, prägten sein Engagement.

Als er die junge Oglala Patricia Hammond kennenlernte, lagen Beide auf einer gemeinsamen Wellenlänge und er zog im Juni 2007 zu ihr nach Pine ridge.
Hier begann das junge Paar seine Träume zu verwirklichen. (Inzwischen existieren auch schon sechzehn Gemeinschaftsgärten auf Grund ihrer Initiativen
im Reservat.)


In den letzten sieben Jahren lernte sie eine Menge über die Gärten (Erfolge und Niederlagen, Gefahren durch Heuschrecken etc.)
sowie die Vermarktung der Produkte auf Wochenmärkten.

Als neustes Projekt eröffneten sie in diesem Monat einen Laden, einen ganzjährigen Bauernmarkt
(lokal produzierte Produkte, Geschenkartikel, wie ihre eigenen Konserven und lokalen Seifen)
mit einer Kunstgalerie (lokalen Künstler und guatemaltekischen Künstler).

Der Laden führt auch Schokolade und verschiedene Kaffespezialitäten, sowie Kaffegebäck, etc.
Ihr Ziel ist es "bezahlbare Lebensmittel" anzubieten. (Hinzukommen soll im Sommer auch Eis von heimischen Beeren )

Über all das und noch viel mehr, d.h. von ihren Plänen in Verbindung mit einheimischen Pflanzen ,
wie Honig, Brot, Kuchen, Gemüse , sowie selbstgeschaffener Schmuck etc. ,nicht zu vergessen ihre Pläne
für Lern- und Schulungsprojekte im Reservat und die Wiederbelebung traditioneller Pflanzen, kann man
hier noch mehr erfahren:

http://www.indianz.com/News/2013/009992.asp
Copyright permission by Native Sun News

"Dead Man`s Hand" ( Old West Gypsy Markt und Espresso Cafe) befindet sich gegenüber der
Lakota Prairie Ranch.
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Re: Private Initiativen

Beitragvon Elk Woman » Di 2. Feb 2016, 15:47

´HOKA ´! (Lakota Wort für Kaffee)
Eine eigene Kaffeefirma in Pine ridge


PORCUPINE -

"Sharice Davids kam aus Kansas vor etwa einem Jahr nach Pine ridge und ist ein Mitglied des Ho-Chunk Stamm in Wisconsin.
Sie musste zuerst über die Oglala Sioux Tribe Gesetze und Verordnungen lernen, bevor sie hoffen konnte, etwas zu beginnen.
Dazu kam die Suche nach Land für ihr Unternehmensziel, der Schaffung einer Rösterei auf der Reservation.

"Ich hatte ein paar neue Dinge über Business-Lizenzen mit OST und Arten von Bürokratie die von einem Ort zum anderen unterschiedlich sind,
zu lernen", sagte Davids. "Hier ins Besondere auf die speziellen im Reservat.
Ich denke aber, das Schwierigste war herauszufinden, wo und wie man an die Rösterei herangeht."

"Ich habe eine Liste der Dinge, die mich begeistern , wie eben die wirtschaftlichen Entwicklungen im Indianischen Land,
Kampfsport und Kaffee", sagte Davids.

Es zeichnet sich Hoffnung für eine weitere gute geschäftliche Entwicklung für HOKA Kaffé ab,
so wie zunehmendes Interesse über die Facebook-Seite, von Hoka :
https://www.facebook.com/hokacoffee

Die meisten Geschäfte laufen z.Zt. über die Website, http://www.hokacoffee.com
http://www.hokacoffee.com/shop/

Sharice Davids ist eine hart arbeitende junge Frau, die mit der Unterstützung von ihren Freunden und ihrer Familie, ihren Traum,
die Wirtschaft im Pine Ridge Reservat zu stärken , sich erfüllen möchte."

( über Native Sun Nachrichten aus 2013:)
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