Indianer oder nicht




Fragen und Quellenhinweis zu Informationen über die grundsätzlichen Nationen zu Nationen Regelungen in den USA

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Offizielle Stammeszugehörigkeit heute

Beitragvon Elk Woman » Di 24. Jan 2012, 14:44

Welchen Prozentsatz "Indianer" müssen Sie haben, um ein Mitglied eines Stammes oder der Nation zu sein?
von SONNY SKYHAWK 17. Januar 2012

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2012/01/17/what-percentage-indian-do-you-have-to-be-in-order-to-be-a-member-of-a-tribe-or-nation-72781

Zum "tribal enrollment"

"Stammes- Nationen sind der einzige anerkannte Schiedsrichter zur Anerkennung als ein Mitglied eines Stammes.
Keine andere Agentur oder Organisation jeder möglicher Regierung hat diese Verantwortlichkeit, als der bestimmte Stamm, von dem eine Person behauptet ihm anzugehören.

Jeder Stamm hat seine eigenen Mitgliedschaftskriterien; aber was auch immer die Kriterien sind, ausschlaggebend ist das Einschreibungbüro des Stammes, das entscheidet ob eine Person ein Mitglied sein kann.
Jedermann kann sein indianisches Erbe behaupten, aber nur der Stamm kann die amtliche Mitgliedschaft bewilligen."
"No man is an Iland, intire of itselfe
(John Donne)
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von Anzeige » Di 24. Jan 2012, 14:44

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Re: Offizielle Stammeszugehörigkeit heute

Beitragvon Bärbel » Di 24. Jan 2012, 20:23

Hallo Elk,

wie schön, dass Du das Thema hier ansprichst. Ich habe da nämlich noch immer so meine Verständnisschwierigkeiten. Klar, einzig und allein ein Stamm kann entscheiden, welche Zugehörigkeitsbedingungen erfüllt sein müssen, um Stammesmitglied sein zu können. Aber was genau gilt als Stamm? Es gibt so weit ich weiss, 500-haste-nich-gesehn "federal recognized tribes", allerdings gibt es meines Wissens nach ja auch noch solche, die zwar nicht "federal", dafür aber "state recognized" sind. Wenn ich das richtig verstanden habe, sind aber nur die "federal recognized tribes" dem BIA (Büro für Indianerangelegenheiten) zugeordnet und somit erhalten auch nur die "federal recognized tribes" kostenfreie Gesundheitsversorgung vom IHS und ähnliche Dinge. Trotzdem können aber auch Indianer, die zwar anerkannte Indianer, aber eben nicht in einem FEDERAL recognized tribe Mitglied sind, staatliche Förderungen wie z.B. Schulstipendien bekommen. Demnach gibt es also Indianer verschiedener Klassen: 1) die federal recognized tribes, 2) die zwar nicht federal aber immerhin sonst wie recognized tribes .. naja, und dann gibt es zusätzlich noch diejenigen, die aus welchen Gründen auch immer (z.B. zu starke Vermischung mit zwar alles Indianern aber eben zu vielen verschiedenen Nationen, so dass bei keiner einzigen Nation die Zugehörigkeitsvoraussetzungen erfüllt sind) zwar Indianer sind, aber eben weder state recognized noch federal recognized sind. Auch solche Indianer können sich zusammenschließen und Randbedingungen vorgeben, wann man zu dieser Gruppe dazugehören darf und wann nicht, und es soll auch schon solche Gruppen gegeben haben, die es dann sogar bis hin zu einem immerhin "state recognized" Status gebracht haben. ... Wenn ich dann aber gerade nicht irgendwas verpasst habe, hieße das aber doch, dass im Prinzip jeder Hinz und Kunz mit indianischen Vorfahren einen "Verein" gründen kann, und wenn sich genügend anschließen, dies sogar ein Stamm werden kann. ... ähm ... klingt auch irgendwie komisch, oder? Also wo habe ich den Denkfehler???

Gruss
Bärbel
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Re: Offizielle Stammeszugehörigkeit heute

Beitragvon Elk Woman » Mi 25. Jan 2012, 00:12

Hi, Bärbel,

ich kann auch "leider" nur das was Du aufgeschrieben hast auch als mein ebenfalls völlig unzureichendes Wissen ob der Kompliziertheit der Detailfragen (wie eben "was für Rechte sich daraus ergeben oder Zuwendungen etc." ) bestätigen.

Ich hoffe das uns hier Jemand noch weiterbringen kann !!!


"Alle Mitglieder der anerkannten Stämme, die Ansprüche auf staatliche Leistungen nach dem Indianergesetz erlangen wollen, müssen ins Indian Register eingetragen sein. Dieses Indianerregister wird vom Bureau of Indian Affairs (BIA) in USA (http://www.bia.gov/) und in Kanada vom " Department of Indian Affairs and Northern Development "geführt. "
"Am Begriff Status Indian hängt eine Anzahl von Rechten und Ansprüchen gegenüber der Regierung. Diese beziehen sich auf Landrechte, materielle Zuwendungen und Schutz vor Enteignungen. Der Status konnte dabei schon durch bloßes Verlassen des Reservats, durch Umzug in ein anderes Reservat oder durch Heirat verloren gehen."
---------------
Schon allein durch die unterschiedlichen Anerkennungsformen ( auf Bundesebene oder vom jeweiligen Staat) und den damit verbundenen bundesstattlichen Gesetzen ( Übernahmen bestehender, Änderungen, Indian Act und seine Updates, etc.) wird einen glatt schwindlig.

Und dazu kommen dann die Kriterien von den einzelnen Nationen oder gar Stämmen aufgestellt:

"Und jeder Stamm definiert seine Mitglieder unterschiedlich. Mitglieder des Diné-Volkes beispielsweise müssen mindestens von einem Diné-Großvater oder einer Diné-Großmutter abstammen. Die Cherokee handhaben ihre Mitgliedschaft wesentlich einfacher. Um als Cherokee zu gelten, muss man belegen können, dass ein Vorfahre auf der Dawes-Liste geführt ist. Die Dawes-Liste entstand von 1898 bis 1914 und registrierte alle Indianer der fünf zivilisierten Nationen."
"Etliche kleinere Stämme kämpfen um ihre Anerkennung als solche. Um als Indianer-Stamm anerkannt zu werden, müssen die Antragsteller ihre indianische Herkunft über viele Generationen nachweisen. Dies ist oft schwierig bis unmöglich. Im Bundesstaat Virginia beispielsweise wurden Anfang des 20. Jahrhunderts alle Nicht-Weißen als Farbige deklariert, auch die Indianer. In South Carolina erhielten am 17. Februar 2005 die Pee Dee und die Waccamaw die staatliche Anerkennung. Manche Stämme sind nur von dem Bundesstaat, in dem sie leben anerkannt, die meisten von der Bundesregierung. So waren 2007 595 indianische Gemeinschaften von der Bundesregierung anerkannt, dazu kommen rund 70 Gruppen, die von Einzelstaaten anerkannt wurden."

Und in Kanada wurde bisher durch den Indian Act "drei Arten von Indianern ..." unterschieden:

1. Status Indians: Angehörige eines Indianervolks, die als Indianer registriert oder zur Registrierung berechtigt sind. Sie werden namentlich im Indian Registry eingetragen, das vom Department of Indian Affairs and Northern Development geführt wird.
2. Non-Status Indians: Angehörige eines Indianervolks, die nicht zur Registrierung als Indianer berechtigt sind.
3. Treaty Indians: Angehörige der Indianervölker, die zwischen 1871 und 1921 mit der Krone Großbritanniens die elf „nummerierten Verträge“ (Numbered Treaties) abgeschlossen haben.

(Dazu kommt noch eine vierte Gruppe, deren Größe seit 1985 auf rund 117.000 Menschen angewachsen ist. Sie sind die Nachkommen von Indianerinnen, die Nicht-Indianer geheiratet haben. Da der Indian Act nur die patrilineare Abstammung als ausschlaggebend betrachtet – ganz im Gegensatz etwa zu den matrilinearen Irokesen – konnten diese Kinder nur auf Antrag den Indianerstatus wiedererlangen. Doch verlieren wiederum deren Kinder diesen Status, es sei denn, sie heiraten einen Status-Indianer. Diese Regelung sorgt dafür, dass diese als „Bill C-31 Indians“ bezeichnete Gruppe nach zwei Generationen weitgehend verschwunden sein wird.)
--------------

Allerdings gibt’s inzwischen in Kanada wenigstens schon lange überfällig endlich mal einen Gesetzesentwurf zur Änderung des Indian Act , siehe :

45302369nx28228/news-aus-nordamerika-usa-und-kanada-north-american-news-f22/kanada-geplante-aenderung-des-indian-act-t673.html
------------------


Bitte an Alle : Wer hier was dazu an Wissen beitragen kann, bitte beteiligt euch !


LG,
elk

P.S: Genau so ist Deine Frage berechtigt; "was sind Stämme" bzw. "was ist der Unterschied zwischen Stämmen und Nationen" ( überall wild durcheinander gewirbelt im Sprachgebrauch...) .
Ich denke mal, das es auch nur was mit dieser bundesstatlichen Anerkennung zu tun hat, d.h. wer auf diese Weise anerkannt ist , darf sich Nation nennen ( unabhängig das in der Nation noch Stämme und Bands existieren). Oder ?
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Re: Offizielle Stammeszugehörigkeit heute

Beitragvon Bärbel » Mi 25. Jan 2012, 14:13

Hallo Elk,

nun, also zumindest, das mit "nation", "tribe" und "band" bilde ich mir ein, verstanden zu haben. Ich bevorzuge die englische Schreibweise, da die deutschen Begriffe meiner Meinung nach tatsächlich viel zu sehr durcheinandergewürfelt wurden. Und soweit ich das mitbekommen habe ist "nation" der Oberbegriff, wird aufgeteilt in "tribes" und diese aufgeteilt in "bands". Ich versuche das mal mit Apachen: Da gibt es die "Apache Nation", dazu gehören die Mescalleros, die Jicarillas, die Western Apaches, die Chiricahua, die Lipan und die Kiowas. Das sind dann jeweils die "tribes", also der "Stamm" der Mescalleros, der "Stamm" der Jicarillas usw. Gerade bei den Apaches sind diese tribes aber noch weiter unterteilt. So gehören z.B. zu den Western Apaches die White Mountain, die Yavapai, die San Carlos, die Tonto und die Cibecue, zu den Chiricahua gehören die Chokonen, die Chihene, die Benonkohe und die Nednhi usw. Bands sind unter den Apachen zumindest die Gruppen, die zu gewissen Anführern gehören. So gab es die "band" von Victorio, die "band" von Geronimo, die "band" von Cochise (nur um ein paar der bekannteren zu nennen, die es aber ja auch gleichzeitig gab). Ich gestehe, jetzt werde ich wieder etwas unsicher (Mist, hätte ich Joe doch besser zuhören sollen ;) ), aber ich meine, dass die genannten "bands" nicht nur Chiricahuas waren sondern eben alle Chihene Chiricahuas. Aber "band" ist eben die mehr oder weniger kleine Gruppe, die gemeinsam rumzieht.

Was jetzt die Bezeichnung "Indianer oder nicht" und dadurch politischen Folgen angeht, da tue ich mich etwas schwer, mich so ausschließlich an das zu halten, was das "government" so vorgibt. Das ist eine Regierung, die den Indianern übergestülpt worden ist, ohne auf die tatsächlichen "inner-indianischen Strukturen" zu achten. ... Lustig, gerade heute stieß ich zufällig auf einen Blog einer Navajo:

http://andimurphynativeview.blogspot.com/2012/01/for-real-tribal-membership-and-blood.html

Fand ich schon interessant, dass selbst eine 4/4 Navajo trotzdem innerlich so zerrissen ist. Wie muss es da erst denjenigen gehen, die eben weniger als 4/4 von einem bestimmten "Stamm" sind. Was ist mit denen, die Vorfahren, bei Assiniboin, Navajo, Apache und Shawnee haben? Mal ganz zu schweigen von denen, die zusätzlich zu Indianerblut auch noch weisses Blut in sich haben? Oder die armen Socken, die allein aufgrund der berühmten "One drop rule" als "black" gelten, obwohl dieser Anteil der bei weitem geringste unter ihren verschiedenen Blutanteilen ist? ... Nein, diese "federal" vorgegebene Einteilung wird meiner Meinung nach in keinster Weise indianischen Gepflogenheiten gerecht. Sie dient höchstens dazu, durch weitere ethnische Vermischung dafür zu sorgen, dass eben niemand mehr sich auf seinen "Indianerstatur" berufen und staatliche Förderung beanspruchen kann, sprich aus Regierungssicht die Indianer dann tatsächlich doch endlich ausgerottet sind. Dabei ist - und war immer schon - derjenige ein "Stammeszugehöriger", der dort aufgewachsen ist mit allem, was dazu gehört, und somit diese Kultur inkl. Sprache, Gebräuche u.ä. in Fleisch und Blut übergegangen ist. ... Nicht falsch verstehen bitte, ich breche hier ganz bestimmt KEINE Lanze für all diejenigen, die "im Traum ihrer Midlifecrisis" plötzlich erkannt haben, "ja schon immer im Herzen Indianer gewesen" zu sein, ich spreche von denjenigen, die völlig ungeachtet ihrer DNA schlicht und ergreifend im Kreise des Stammes aufgewachsen sind. Diejenigen also, von denen auch die 4/4 Stammeszugehörigen sagen "ja klar, der war schon immer hier, der ist einer von uns." Selbst wenn diese Person rein genetisch aber 4/4 weiss ist.

... und sind wir mal ehrlich, angeblich kann ich persönlich meine Ahnen zurückverfolgen bis 1602. Aber das sind die Dinge, die in den DOKUMENTEN stehen. Hier die Gegend, wo ich wohne (und ein Grossteil meiner Ahnen seit Generationen lebte), da kamen alle Nas lang mal wieder Franzosen und so vorbei und gingen wieder. Was in den Dokumenten steht, ist das, was die damals starke Kirche aufgeschrieben hat. Auch hier waren die Zeiten oft rauh. Kann ich da wirklich sicher sein, dass nicht doch auch ein bisschen französisches Blut in meinen Adern ist, selbst wenn die Kirche davon nichts wusste (oder nicht wissen wollte)? Ich bin unbestritten "Europäer". Ich bin ebenfalls unbestritten "Rheinländer", weil das ist die Kultur, in der ich aufgewachsen bin. Nach meinem Blutquantum (oder dem meiner Vorfahren) hat bloss nie jemand gefragt. ... aber bei mir geht es ja auch nicht darum, ob ich mich an irgendwelchen staatlichen Fördertöpfen beteiligen kann oder nicht. ... und für nichts anderes gibt es (zumindest in meinen Augen) diese "federal recognized" Regelung.

Gruss
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Re: Offizielle Stammeszugehörigkeit heute

Beitragvon Elk Woman » Mi 25. Jan 2012, 19:22

Hi, Bärbel,

ich denke auch, Du hast in all dem was Du schriebst Recht !
Da sind Gesetze und Vorgaben zur "Status Anerkennung " seitens der Regierung, ehemals gemacht um das Indianer "Problem..." recht klein zu halten und dann gekoppelt an staatliche Zuwendungen und kostenfreie Serviceleisstungen. Dann gab es das große "Rennen" der Stammesregierungen sich den Status zu sichern und - da Geld sich nunmal nicht selber vermehrt, dieses auch innerhalb der eigenen Nationen möglichst auch überschaubar zu halten ( auch sollte ja noch was mit für die eigenen Leute in den Tribalvorständen + deren Clan " an Extras" herausgewirtschaftet werden.. Seufz und Sorry !)

Meiner Meinung nach eben immer die verheerende "Abhängigkeit von Leistungen von Außen her", in die man unverschuldet kam und trotz kleinerer Eigenerwirtschaftung durch Casinos ( Tabakindustrie etc.) nicht herauskommt, da auch hier schon der event. Gewinn im Voraus "verteilt ist" - und das nicht auf die Stammesangehörigen die dort am "Einarmigen Banditen" ihre letzten Cents verjubeln und gar nicht so unbedeutend zum Gewinn beitragen...

Der Beitrag über Deinen Link beschreibt sehr gut diese Gewinner- und Verlierer-Situation, das System was inzwischen so verzwickt ist, dass es nicht verwundert wenn man so oft doch liest, wie uneins sich die Natives "selbst in einem Lager" (mal salopp und übertragen gesagt) untereinander sind. Dazukommend dann noch die innere Aufspaltung "wer hat wieviel Quantum Blutanteil "vom eigenen Stamm".
( "Indianer" dürfen ziemlich viele sein, aber deren Rechte- und das von allen Seiten- sind ganz klar sehr ungleich verteilt .
Ungeachtet dessen das man als Nation sich fühlt oder als Nation angesprochen wird...)

So, nun hab ich auch mal wieder meiner inneren Zerissenheit Luft gemacht und bitte alle die noch ein heiles Indianerbild haben das nicht persönlich zu nehmen, man kann manches einfach nur aus heutiger Sicht betrachten und sich selber Gedanken dazu machen, auch wenn am Ende bei einen selber dann eigentlich nur "die Hoffnung besteht", das sich immer mehr Menschen finden denen alte Werte von Stammesgeborgenheit und Gemeinschaft bzw. gemeinschaftliches Handeln im Hinblick auf Eigenstabilität zunehmend mehr bedeuten als die Höhe zugebilligter staatlicher Hilfsfonds. Und natürlich die anderen Bevölkerungsschichten bis in die maßgebenden staatlichen Organisationen sich wirklich zu dem Unrecht an ihren Ureinwohnern bekennt und für diese auch wirklich Zukunftsorientier "lenkt", so das sie sich ernsthaft verstanden fühlen und der eigene Stolz als gleichrangige Staatsbürger sowie als autonome Nationen für ihre Nachfahren aufgehen kann.

Das mit Gruppierungen "nation", "tribe" und "band" hast Du gut und ausführlich meiner Meinung nach erklärt.
Obgleich ja gerade die Apachen mit eine der verzweigtesten Strukture haben / hatten ( und nicht weniger wurden , wie durch Gruppierungen die sich wieder neu formierten..). Aber interessant das Beispiel gerade deshalb, weil es zeigt wie kompliziert manche Völker sich entwickelten, bei denen man nie von einem "in sich geschlossenem Stamm" reden konnte.

Irgendwie bin ich auch mit meinem Latein am Ende ;) :mrgreen:

LG,

elk
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Re: Offizielle Stammeszugehörigkeit heute

Beitragvon Bärbel » Mi 25. Jan 2012, 20:54

[quote="Elk Woman"
Irgendwie bin ich auch mit meinem Latein am Ende ;) :mrgreen:
[/quote]

Ja, ich denke auch, ich bin mit meinem Latein am Ende. Ich frage mich nämlich auch: ist dieser wirtschaftliche Aspekt wirklich der einzige Grund, dass so viele "Vereine" versuchen, anerkannt zu werden, oder steckt da noch viel mehr dahinter?

Ich habe jetzt schon seit einiger Zeit hier geschrieben ... und wieder gelöscht ... und wieder geschrieben ... und wieder gelöscht ... aber rausgekommen sind irgendwie immer nur Vermutungen und Spekulationen. ... Schade eigentlich. Ist nämlich echt ein interessantes Thema ...
Gruss
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Re: Offizielle Stammeszugehörigkeit heute

Beitragvon Elk Woman » Mi 25. Jan 2012, 23:34

Hi, Bärbel,

geht mir auch genau so :
aber rausgekommen sind irgendwie immer nur Vermutungen und Spekulationen. ... Schade eigentlich. Ist nämlich echt ein interessantes Thema ...


Da sind wir uns wohl wieder einmal ähnlich, dass wir einfach manches gern noch über unsere eigenen Gedanken hinaus ( die ja immer irgendwie persönliche Schlußfolgerungen mit einem Großteil an Vermutungen und Spekulationen in sich bergen) dann mal unser Wissen dazu komplexer haben möchten. Leider bekommt man diese Infos nur von Leuten, die sich genau in einem so kompliziertem und weitgefächerten Rechtssystem (wie in USA) genauer auskennen und / oder auch von Natives die über eigene Zäune und Bedürfnisse weiträumiger hinweg schauen und dazu auch noch eine Meinung preisgeben...

Vielleicht hier in Deutschland noch von Leuten die sich speziell im wissenschaftlichen Sektor das als Studiengebiet wählten, aber solche Arbeiten findet man auch selten im Netz. Manchmal wünschte ich mir, mal mit Jemand der mehr Experte ist so richtig eine persönliche Frage- und Antwortstunde zu all den offenen Fragen betreiben zu können...( "Wunschdenken"; wahrscheinlich würde es dann auch wieder am Ende zu anderen offenen Fragen führen :oops: )

So werden wir wohl uns mühsam weiter das Thema ( soweit möglich..) erschließen müssen, es sei denn unsere Bitten zum Mitdenken und eventuellen Erfahrungsaustausch werden zufällig auf fruchtbaren Boden fallen :P

LG

elk

P.S: Zu der wechselvollen Indianer"politik" und ihren Hintergründen in den USA hier eine gute Zusammenfassung, mit eben der Schlussfolgerung ähnlich der von uns angedachten.. :
http://www.asnai.de/themen/t_indpolitik.htm
Wobei die "inneren Probleme" die sich zweifelsohne daraus ergaben ja das eigentliche Thema unserer Überlegungen ist.
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Re: Offizielle Stammeszugehörigkeit heute

Beitragvon Bärbel » Do 26. Jan 2012, 04:08

Elk Woman hat geschrieben: Leider bekommt man diese Infos nur von Leuten, die sich genau in einem so kompliziertem und weitgefächerten Rechtssystem (wie in USA) genauer auskennen und / oder auch von Natives die über eigene Zäune und Bedürfnisse weiträumiger hinweg schauen und dazu auch noch eine Meinung preisgeben...


Genau Elk. Ich sag´s ja immer: ICH WILL NACH GILA!!! Da bin ich mir nämlich sicher, ich bekäme Antworten. ... "Sicher" allerdings nur Auge in Auge und nicht per email. Schon gar nicht, wenn sich dann aus den Antworten noch mehr Fragen ergeben. *seufz* Da werden wir beide wohl noch ein wenig warten müssen ...

Gruss
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Re: Offizielle Stammeszugehörigkeit heute

Beitragvon Elk Woman » Do 26. Jan 2012, 14:57

Hi, Bärbel,

verstehe Dich durchaus und nur durch solche "persönlichen " Kontakte kann man Anworten erhalten. Sicher werden diese Antworten aber immer auch aus der Sicht einer Gruppe oder Einzelperson sein und sich auch nur eng an die jeweilige Stammeszugehörigkeit binden... Aber man kann wohl kaum alles "global " begreifen, besonders wenn man eben nicht den umfassenden Überblick hat, was ja eigentlich (realistisch betrachtet ) auch schier unmöglich ist : Da müßte man intensiv sich mit Geschichte, Auswirkungen, Entwicklungen, Eigenvorstellungen in der jeweiligen Stammespolitik "vor Ort" beschäftigen und umfassend dort befragen , beobachten und umschauen ( und das nicht nur bei einem Tagesbesuch..) ,
sowie die ganze Rechtslage und deren Hintergründe kennen und das in Verbindung mit der wechselvollen Bundesstaatlichen Politik und der Politik / bzw. Eigenrechte einzelner Staaten verbindend betrachten. (Uiiii, das dann über ca. 500 bzw. wenigstens die letzten 200 Jahre...)

Habe mich gerade nochmal dazu in unseren Archivthemen umgeschaut , man braucht sich ja nicht immer selber zu wiederholen :mrgreen:
( ansonsten spricht ja kaum einer mit einen darüber, außer mal wie hier und jetzt "im Zwiegespräch", was doch eigentlich sehr schade ist, besondes in solch einem Forum und bei soviel "Indianerinteressierten"... ;) :

45302369nx28228/die-indianer-native-americans-f39/rechtlicher-und-politischer-status-der-indianer-t131.html
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Re: Offizielle Stammeszugehörigkeit heute

Beitragvon Ellen » Do 26. Jan 2012, 16:33

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